Geplante DFB-Partnerschaft mit Quatar Airways: Die Heuchelei der regenbogenfarbenen Kniebeuger

Würde- und ehrlos: Die deutsche Elf kniet vor dem Spiel für "BLM", an Würzburg dachte keiner (Foto:Imago/Shutterstock)

Wem beim Fußballschauen in den quälenden, zum Glück auf vier Auftritte beschränkten Partien der deutschen Nationalelf das Abendessen hochkam (wegen der leidenschaftslosen spielerischen Leistungen, vor allem jedoch aufgrund der widerlichen Politisierung eines Sportwettbewerbs für linksideologische Inhalte), dem muss bei dieser unerträglichen Doppelmoral erst recht speiübel werden: Ausgerechnet mit der staatlichen Fluglinie des Landes, das Homosexuelle mit fünf Jahren Knast bedroht und auspeitschen lässt, verhandelt der Deutsche Fußball-Bund über einen Millionen-Deal.

Ob bereits bei EM-Qualifikationsspielen durch das Trikot-Posing von „La Mannschaft“ für Menschenrechte durch Lettern, die „Human Rights“ ergaben, oder im Turnier selbst durch das unerträgliche, selbstgefällige Virtuell Signaling von Teamkapitän Manuel Neuer mit seiner bunten Armbinde und den penetranten, einstudierten Kamerabekenntnissen für „Diversität“ und „Toleranz„, bis hin schließlich zum erbarmungswürdigen Kniefall im Gedenken an einen zufällig schwarzen, durch einen Polizeieinsatz zu Tode gekommenen US-Schwerkriminellen: Heuchelei, nicht Fußball scheint das sinnstiftende Moment dieser Nationalmannschaft zu sein, die größtenteils weder mental-ideell noch zwischenmenschlich, schon gar nicht aber ethnisch einen Bezug zu „Deutschland“ hat. Micky Beisenherz bringt es sarkastisch auf den Punkt:

(Screenshot:Twitter)

Dass Menschenrechte in Qatar sowenig zählen wie übrigens auch in Russland oder China den Herkunftsländern der beiden anderen UEFA-Großsponsoren bei dieser EM, hätte einen konsequenten deutschen Fußballverband, dem es wirklich mit den von seinen Spielern durch peinlich-infantile Gesten begangenen Haltungsbekundungen ernst ist, eigentlich veranlassen müssen, seine Teilnahme abzusagen – oder, alternativ, dann wenigstens zu schweigen. Doch wer moralische Meriten einstreichen will, muss sich an den eigenen Maßstäben messen lassen. Und hier blamiert sich der DFB nach Kräften, wenn er nun mit Qatar Airways über eine strategische Partnerschaft verhandelt, von der die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

Ganz unabhängig vom moralischen Totalbankrott, den ein solcher Deal für die verlogenen Gesinnungskicker und ihren Verband bedeuten würde, würde die Auswechselung der deutschen Stammfluglinie Lufthansa durch künftige exklusive Zusammenarbeit mit der Fluglinie eines absolutistischen Wüstenstaats auch einen Traditionsbruch bedeuten; darauf kommt es allerdings vermutlich noch am wenigsten an – denn „deutsch“ und heimatverbunden ist an dieser DFB-Auswahl schon lange nichts mehr. Zur Beliebigkeit, Identitätslosigkeit und vor allem Charakter- und Rückgratlosigkeit der Eliten in Politik, Wirtschaft und leider auch Sport passt eine Kooperation mit der Katar-Airline wie die Faust aufs Auge. (DM)