Impfen als Selbstzweck: Mit falschen Versprechen in die Pharma-Diktatur

Foto: Impfzentrum (über dts Nachrichtenagentur)

Die Debatte über die maximal erreichbaren „Impfquoten“, deren Zunahme durch eine bereits offen diskutierte Impfpflicht für erste komplette Berufsgruppen nachgeholfen werden soll, reißt nicht ab. Dabei ist das Ziel einer möglichst hohen Durchimpfungsrate völlig idiotisch – man kann es anders nicht bezeichnen, weil es eine Herdenimmunität bei diesem Virus und bei dieser Klasse von Vakzinen gar nicht geben kann. Doch statt auf diesen Widerspruch hinzuweisen, propagieren Medien und sogenannte Experten weiter die Impfung als Selbstzweck. Der Pharmaindustrie stehen goldene Zeiten bevor.

Nachdem bislang die Doppelimpfung als ausreichender Schutz propagiert war und diejenigen, die „vollständig geimpft“ sind, zertifiziertermaßen immunisiert bzw. „gegen schwere Verläufe geschützt“ sein sollen, ist die Impfpropaganda – im ausschließlichen Interesse der Hersteller, versteht sich – gerade dabei, die Notwendigkeit einer dritten Impfung herbeizureden. Als Aufhänger soll die hochansteckende Delta-Variante herhalten (ursprünglich Indien-Mutante), die in ihrem Ursprungsland erstaunlicherweise ganz von alleine wieder zurückging und das fast ohne jeden Impffortschritt.

Weil Pfizer den Schutz der Drittimpfung beschwört, werfen die Impflobbyisten der deutschen Corona-Politik nun ihre früheren Beteuerungen über den Haufen – und trommeln zur nächsten Runde. Man braucht kein Hellseher zu sein, um zu wissen, dass in wenigen Monaten dann, mit dem Argument der nächsten mit griechischen Buchstaben belegten Varianten, immer weitere Impfungen in immer kürzeren Abständen über uns kommen werden. Nur deshalb geht es jetzt um die Einführung der Impfpflicht.

Immerhin widersetzen sich selbst gestandene Ärztefunktionäre dem Wahn: So lehnt Ingo Morell, Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, laut „dts Nachrichtenagentur“ eine eine Impfpflicht für Beschäftigte in den Kliniken, wie gestern in Frankreich per Dekret von Staatspräsident Emmanuel Macron eingeführt wurde, (zumindest noch) ab: „Die Frage nach einer Impfpflicht stellt sich in den Krankenhäusern nicht.“ Impfquoten und die Impfbereitschaft seien unter Krankenhausbeschäftigten ohnehin sehr hoch. „Uns wird regelmäßig von Quoten um 90 Prozent berichtet. Damit schützen die Beschäftigten in den Krankenhäusern sich und ihre Umgebung bereits so gut, wie es in wahrscheinlich kaum einem anderen Bereich der Fall ist.

Impfpflicht als Mittel zum Zweck

Es ist derselbe Effekt wie in den Berufsgruppen der Lehrer und Erzieher, die nach dem Willen des deutscher Ethikräte und mit dem Wohlwollen Södolf Söders ebenfalls demnächst als erste zwangsgeimpft werden sollen: Auch dort sind – infolge des Gruppenzwangs- und Erwartungsdrucks durch den Staat als Arbeitgeber – bereits hohe Impfquoten erreicht, weshalb unter zweckrationalen Aspekten eine Impfpflicht gerade dort überhaupt keinen Sinn macht. Sie dient allenfalls als „Einfallstor“ für eine generelle, bevölkerungsweise Impfpflicht.

Freiwillig werden kaum mehr als zwei Drittel der Bevölkerung an die Nadel zu bringen sein – doch dies ist, siehe oben, auch überhaupt nicht notwendig. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hält Corona-Impfquoten von 90 Prozent aus diesem Grund auch für völlig illusorisch: „Wir müssen uns klarmachen, dass Impfquoten von 90 Prozent Science-Fiction sind„, sagte Gassen in der „Bild“-Sendung „Die richtigen Fragen“. Man werde diese niemals erreichen. Gassen hält auch die vom Robert-Koch-Institut genannten 85 Prozent für wenig realistisch. Eine hohe Impfquote würde er „bei jenseits der 70 Prozent ansiedeln„. Man werde bei der Impfkampagne „an einen Punkt kommen, wo man gegen eine unsichtbare Wand läuft, weil Menschen sich nicht impfen lassen wollen, weil sie Corona ignorieren oder weil sie Impfungen misstrauen“.

Gassen mahnte zur Gelassenheit in dem Punkt: „Wir haben belegt vier Millionen Genesene. Bei einer Dunkelziffer von Faktor zwei bis drei wahrscheinlich sogar zehn Millionen Genesene.“ Entscheidend ist für ihn: „Wird die vierte Welle eine Laborwelle, wo man nur noch positive Befunde und keine Kranken mehr hat?“ Dann könne man es sehr gelassen sehen, wenn die Infektionszahlen in wenigen Wochen wieder ansteigen. Gelassenheit ist allerdings genau das, was den Deutschen und ihren politischen Führern seit Anfang 2020 vollkommen abgeht. Und an den Folgen der institutionellen Panikmache haben wir von Tag zu Tag schwerer zu tragen. (DM)