Kriminelle „Seenotretter“: Strafprozesse in Italien und Griechenland gegen etliche Deutsche

Migranten Mittelmeer (Bild: shutterstock.com/Von Nicolas Economou)

Jouwatch hat es schon vor Jahren gewusst und sich nie gescheut, darauf hinzuweisen: Die private Seenotrettungs-NGO’s arbeiten – ob vorsätzlich oder indirekt-blauäugig – Hand in Hand mit kriminellen Menschenschmugglern und Schleppern zusammen. Auch wenn sie selbst  dafür haben sie mit mehreren Prozessen gesorgt – nicht mehr als Schlepper bezeichnet werden dürfen, so sind sie de facto trotzdem genau das. Inzwischen verschließen sich auch Mainstream-Medien dieser Erkenntnis nicht länger.

In Italien ist man – weil ungleich stärker von der illegalen Wirtschaftsmigration über das Mittelmeer betroffen – schon lange von der naiv-verlogenen Pseudomenschlichkeit abgerückt, die die ethisch fraglos IMMER richtige und wichtige Bergung Schiffbrüchiger auf unverschämte Weise mit der automatischen Weiterverbringung der Geretteten an EU-Gestade gleichsetzt. „Es gab Zeiten„, schreibt die „Welt“ verbittert, „da haben italienische Medien staatliche wie private Seenotretter als ‚Helden‘ und ‚Engel der Meere‘ gefeiert. 2017 schlug diese positive Stimmung um.

Seitdem, als die damalige rechtskonservative Regierung mit ihrem Innenminister Matteo Salvini einen Kurswechsel einleitete und der italienischen Öffentlichkeit angesichts der apokalyptischen Zustände auf den Mittelmeerinseln Lampedusa und Pantelerilla die Augen aufgingen, hat ein Umdenken eingesetzt. Heute werden „Rettungsschiffe“ wie die „Sea-Watch“ oder die „Alan Kurdi“ in Italien als das bezeichnet, was sie sind: „Taxis im Meer“ oder „Co-Schlepper„. Auch die Staatsanwaltschaften verfolgen seit 2017 „private Seenotretter“ strafrechtlich.

Kooperation zwischen Fluchthelfern und Schleppern

In Deutschland, im hypermoralischen Wolkenkuckucksheim ist man von dieser realistischen und lebensnahen Einschätzung weit entfernt. Hier wird weiterhin nicht nur „humanitär“ argumentiert, sondern auch vermeintlich gehandelt – und dabei, schreibt die „Welt“, bewegen sich die Aktivisten auf einem schmalen Grat zwischen Humanität und Kriminalität. Nicht von ungefähr haben die meisten europäischen Seenotrettungs-NGO’s im linksgrünen Shithole Berlin ihren Hauptsitz – warum wohl? Dabei mehrten sich inzwischen die Indizien, dass sie „in Wahrheit die Arbeit der Schlepperbanden erleichtern, sogar mit ihnen kooperieren.“

Dies beweisen nun die Gerichtsakten und Ermittlungen in mehreren Fällen, in denen die Seenotrettungs-Ankläger in Italien und auch in Griechenland nähere Hintergründe von Fluchtaktionen aufklärten. So wurden im März 21 Mitglieder der Besatzungen der Shuttleschiffe „Iuventa“, „Prudence“ und „Vos Hostia“ sowie mehrere Teamleiter und Verantwortliche der NGO’s Ärzte ohne Grenzen und Save the Children wegen des Verdachts der Beihilfe zur illegalen Migration angeklagt. Unter ihnen sind, welche Überraschung, sieben Deutsche.

Und in Griechenland wird den NGO’s „Mare Liberum“, der von der Evangelischen Kirche Deutschland unterstützten „Sea-Watch“, der „Forschungsgesellschaft Flucht und Migration“ und „Josoor International Solidarity“ gar die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, weil sie die Schleusung einer „großen Anzahl von Flüchtlingen in 32 Fällen gefördert haben soll. Auch hier sind, na sowas, von ingesamt 35 Beschuldigten 26 Deutsche. Kernvorwurf sind dabei klare Absprachen zwischen „Rettern“ und der Schleppermafia, die durch abgehörte Kommunikation aufflogen. Und die belegen eindeutig, dass es zwischen Helfern und Schleppern „vereinbarte Übergaben von Flüchtlingen“ gab, wie verantwortliche Staatsanwalt Maurizio Agnello der „Zeit“ mitteilte. In einem Fall nahmen die „Retter“ einen kommerziellen Schlepper sogar mit an Bord und fuhren mit ihm nach Italien, damit er die auftragsgemäße „Löschung“ der Menschenfracht überwachen konnte. (DM)