Impfverweigerer als Schädlinge: Grüne Hetze mit Volker Beck

Erstaunlicher Sinneswandel bei Volker Beck (Foto:Imago/epd)

In Corona-Deutschland, das zunehmend zum Impfstaat verkommt, wird bezeichnenderweise mehr von der Impfung geredet als von der durch sie zu bekämpfenden Krankheit selbst, obwohl die Menschen von den Folgen der indirekten Impfpflicht tausendfach stärker betroffen sind. Einen Vorteil aber hat der grassierende Apartheid-Irrsinn: Die Totengräber der Freiheit, die Doppelmoralisten und Wendehälse entlarven sich schneller als ihnen lieb ist.

Ein besonders hässliches Beispiel für das wohlfeile, rückgratlose Mitläufertum liefert der Grünen-Politiker Volker Beck. Auch bei ihm scheint das uralte Hurra- und Arm-hoch-Gen-intakt zu sein und jederzeit aktivierter – wenn sich der herrschende Wind einfach nur in die passende Richtung dreht. Von dem, was Beck selbst noch vor zwei Jahren im Umgang mit diskriminierten Minderheiten zum besten gab, ist zwei Jahre später nichts mehr übrig geblieben.

Damals, als die Berliner SPD-„Staatssekretärin für Dingsbums“ in einem ihrer pathetischen tränenreichen Twitter-Ergüsse wieder mal ihr Sprüchlein über in Deutschland angeblich diskriminierte Muslime aufgesagt hatte, die doch tapfer an Chancengleichheit und ein „Leben ohne Rassismus“ glaubten (worüber die übergroßen türkisch-arabischen Schülermehrheiten an Neuköllner Schulen, wo nur mehr eine Handvoll deutscher Kinder lernen, sicherlich herzhaft lachen konnten): Da fühlte sich Beck bemüßigt, einen flammenden Appell für Menschenwürde und Minderheitenrechte, gegen Diskriminierung und Ausgrenzung nachzuschieben:

Derselbe Volker Beck offenbart nun zu eine bemerkenswert anderen Sicht der Dinge – nämlich im Umgang mit Impfgegnern:

(Screenshot:Twitter)

Die verräterische Gegenüberstellung ist übrigens dem genialischen Twitter-Synoptiker Argonerd zu verdanken. Sie zeigt einmal mehr und mustergültig die selektive Moralität von Linken: Sie treten mit großen Getöse für Meinungsfreiheit, Grund- und Minderheitenrechte ein – aber den Geltungsrahmen wollen sie, bitteschön, dann doch selbst definieren. Und alles, was sie als Argument ins Feld führen, ihre schizophrene Selektion zu verteidigen, ist letztlich unlogisch: Etwa der Hinweis, Geimpfte könnten sich der „Diskriminierung“ ja jederzeit durch Verhaltensänderung entziehen, indem sie sich impfen lassen – so wie dies Alena Buyx vom Ethikrat befindet.

Mit demselben zynischen Hinweis lassen sich alle anderen Diskriminierungsformen relativieren: Muslime oder Juden können ja zu anderen Religionen konvertieren. Schwarze werden ja nicht gezwungen, unter Rassisten zu leben und können auswandern. Politisch Verfolgte in China können ja aufhören, die Regierung zu kritisieren. Die Barbarei fängt immer genau so an, wie sie Beck hier geradezu beispielhaft-historisch offenbart. Danke für diesen erneuten Beweis, dass der Faschismus vor allem von der Seite der Gesellschaft droht, die sich am stärksten gegen ihn positioniert. (DM)