Facebook (Symbolbild: shutterstock.com/ Von Stopped_clock)
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Facebook zensiert Heinrich Mann – Anatomie einer Löschung

Zuerst möchte ich daran erinnern, dass Facebook & Co nicht von allein mit dem Löschen von unrichtigen oder auch nur unbequemen Inhalten angefangen haben. Sie wurden von der Politik dazu genötigt. Im so genannten Netzwerksdurchsetzungsgesetz wurden den sozialen Netzwerken exorbitante Strafen angedroht, wenn sie „Hass und Hetze“ nicht löschen.

Inzwischen ist es mit Hass und Hetze so wie mit den Nazis. Anfangs musste man Springerstiefel tragen und einschlägige Parolen brüllen, um als Nazi zu gelten, heute reicht eine kleine Kritik an der missglückten Corona-Politik oder einer der vielen anderen Fehlentscheidungen der Regierung, um dieses Label aufgebrannt zu bekommen.

Auch Hass und Hetze ist inzwischen alles, was den Exekutoren der Political Correctness nicht passt. Es scheint inzwischen ein ganzes Heer von selbsternannten Zensoren zu geben, das gespeist aus dem Milliardentopf des Kampfes gegen Rechts, permanent die Äußerungen von Andersdenkenden in den sozialen Netzwerken überwacht und Löschungen veranlasst. Das soll so funktionieren, dass ein Beitrag gelöscht wird, wenn eine bestimmte Anzahl von Beschwerden eingehen. Während Twitter den beanstandeten Beitrag überprüft und oft feststellt, dass die Beschwerden unberechtigt waren, macht sich Facebook diese Mühe nicht. Zwar kann man der Löschung widersprechen, bekommt aber prompt die Mitteilung, dass es wegen Personalknappheit in Corona-Zeiten leider nicht möglich ist, zu prüfen, ob die Löschung berechtigt war, oder nicht.

In meinem Fall wurde eine von mir verfasste Rezension von Josef Kraus` Buch „Der deutsche Untertan“ auf meiner Facebook-Seiten unbeanstandet gelassen. Als aber Boris Reitschuster meinen Text übernahm und auf seiner Facebook-Seite postete, wurde der Beitrag wegen angeblichen Verstoßes gegen die Gemeinschaftsstandards gesperrt.

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Die Sperrung wurde nicht im einzelnen begründet. Es folgten lediglich allgemeine Informationen zu Facebooks Sperrungspolitik.

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Mein Sohn widersprach der Sperrung, konnte aber keine Begründung angeben, weil ein entsprechendes Feld einfach fehlt, wie man hier sehen kann.

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Nachdem er angegeben hatte, dass er mit der Sperrung nicht einverstanden ist, kam folgende Mitteilung:

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Nein, wir haben kein Verständnis für solche Löschpraktiken. Wenn die Löschung nicht mal überprüft wird, kann mit künstlich generierten Beschwerde-Klicks jede beliebige Person mundtot gemacht werden.

Boris Reitschuster gehört wegen seiner regierungskritischen Berichterstattung offenbar zu den Personen, die so lange gemoppt werden sollen, bis sie aufgeben. Mein Text ist ja keineswegs die erste Sperrung, sondern die werden inzwischen häufiger praktiziert.

Damit sich jeder überzeugen kann, dass mein Text mit keiner Silbe Hass und Hetze verbreitet, hänge ich hier noch einmal den Link an:

https://vera-lengsfeld.de/2021/09/03/der-deutsche-untertan/#more-6144

Ich rufe alle meine Leser auf, in Zukunft Sperrungen immer zu widersprechen. Es ist ein kleiner Aufwand, sendet aber an Facebook ein eindeutiges Signal, was die Nutzer von den Sperrungen halten. Wie jüngste Beispiele zeigen, ist Druck in den sozialen Netzwerken erfolgreich. So hat sich kürzlich der MDR entschuldigen müssen, dass er das Logo von Bild-TV in seiner Sendung wegretuschiert hatte. Nur genügender Druck kann Facebook dazu bringen, die Beschwerden zu überprüfen, bevor gelöscht wird.

Der Beitrag erschien zuerst hier.

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