Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

Erdingers Absacker: „Verpisst euch!“

+++ Bundestagsdirektor Lorenz Müller in einem Brief an die Abgeordneten: Ab Mittwoch dürfen die Abgeordneten den Plenarsaal nur noch betreten, wenn sie entweder doppelt geimpft oder genesen und einfach geimpft sind – und zusätzlich ein aktuelles negatives Schnelltest-Ergebnis vorlegen können. Von der Testpflicht ausgenommen sind nur geboosterte Abgeordnete sowie Genesene mit doppelter Impfung. Es gibt keinerlei statistische Daten, die eine solche Regelung eventuell rechtfertigen würden. Man darf also spekulieren, was der Kokolores tatsächlich soll. Plausibel erscheint die Erklärung, daß sich Regierung und Altpartein inzwischen in einer derartigen Rechtfertigungsnot der Bevölkerung gegenüber befinden, daß man offensichtlich glaubt, den allmählich auffliegenden Pandemie-Schwindel noch dadurch aufrechterhalten zu können, daß man der Bevölkerung zeigt, „wie ernst“ man ihn selbst nimmt. Eine wesentlich schwerwiegendere Spekulation ist die, daß der technokratische Putsch von oben inzwischen den Bundestag erreicht hat. Bekanntlich ist es die einzige wirkliche Oppositionspartei, die AfD, die sich konsequent gegen die Gesundheits- und Hygienediktatur ausspricht. Die neue Regelung dürfte überporportional häufig ungeimpfte Bundestagsabgeordnete der AfD treffen. Ein inexistenter Experte für Krankheiten aller Art erklärte, das System Bundesrepublik als solches sei derartig krank, daß man den Politikern der Altparteien nur noch zurufen könne: „Verpisst euch!“ +++

+++ Die „Salzburger Nachrichten“ berichten, daß am 3. Januar bei circa 70.000 Johnson-Gespritzten die Impfzertifikate abgelaufen seien. Von diesen 70.000 hätten sich bis zum 10. Januar nur etwa 10.000 den sog. Booster geben lassen, der Rest gelte seither als ungeimpft. Ab dem ersten Februar kämen weitere 900.000 Österreicher hinzu, die aufgrund der verkürzten Gültigkeit der Impfungen wieder als Ungeimpfte gelten. Eine kluge Leserin lieferte daraufhin die Prognose ab, daß in Österreich – wie auch in Israel – der Plafond erreicht sei. Von nun an werde die Impfquote wieder sinken, so daß im Sommer 2022 die österreichischen Geimpften die Minderheit stellen werden. Aus diesem Grund könne sich die österreichische Regierung auch von ihrer geplanten Impfpflicht verabschieden. Österreich wache allmählich aus seiner kollektiven Angststörung auf. Ein inexistenter Experte für weiterführende Prognosen erklärte, vermutlich werde es nicht mehr lange dauern, bis die Österreicher massenhaft in Richtung des Parlaments rufen: „Verpisst euch!“ +++

+++ Das Karlsruher Landgericht hat die Löschung des Kanals „Achse des Guten“ durch die Plattform „YouTube“ für unzulässig erklärt. Die gelöschten Inhalte müssen durch „YouTube“ sofort wieder hochgeladen werden. Der Hamburger Anwalt Joachim Steinhöfel hatte die „Achse des Guten“ vertreten. Problem: „YouTube“ hat keine ladungsfähige Anschrift in Deutschland. Der Gerichtsbeschluß aus Karlsruhe muß in Irland zugestellt werden. Die Konsequenz daraus ist, daß es vier bis sechs Wochen dauern kann, ehe der rechtswidrig verursachte Schaden zum Nachteil der Klägerin wieder behoben sein wird. Daß „YouTube“ als Quasi-Monopolist seit Jahren nicht dazu verpflichtet worden ist, eine ladungsfähige Adresse in Deutschland auszuweisen, darf man getrost als eine der zahlreichen Nachlässigkeiten bewerten, die mit dem NetzDG aus dem Jahr 2017 wahrscheinlich nicht ganz unabsichtlich zu „Recht & Gesetz“ in Deutschland wurden. Ein inexistenter Experte für lautere Absichten erklärte, es sei ohnehin ein Unding, daß der Politik einerseits durchaus bekannt sei, wie sich die demokratische Debatte von den Marktplätzen der Städte und Dörfer und von den Stammtischen der Wirtshäuser in die sozialen Netzwerke verlagert habe (Facebook hat 30 Mio. deutsche Nutzer) – und daß es daher ein unglaubliches Versäumnis der Politik gewesen sei, nicht dafür gesorgt zu haben, daß sich die sog. Gemeinschaftsstandards von Betreibern solcher Plattformen am Artikel 5 des Grundgesetzes orientieren, sondern die grundgesetzlich garantierte Meinungsfreiheit und die grundgesetzlich garantierte Abwesenheit von Zensur sehenden Auges den fragwürdigen Gemeinschaftsstandards solcher Unternehmen zum Fraß vorgeworfen worden seien. Es sei daher nur allzu verständlich, wenn den Verantwortlichen für dieses Versäumnis eines nicht allzu fernen Tages der folgende Ruf entgegenschalle: „Verpisst euch!“. +++

+++ Susanne Johna, Vorsitzende des „Marburger Bundes“, in der Sendung „hart aber fair“: „Es besteht die Gefahr, daß viele Menschen ihre Corona-Infektion gar nicht als solche wahrnehmen und lediglich von einer Erkältung ausgehen.“ Ein inexistenter Experte für Moron & Hormon äußerte daraufhin, es bestehe die Gefahr, daß viele Menschen Frau Susanne Johna gar nicht als Frau wahrnehmen und lediglich von einer getunten Rippe ausgehen. Es sei daher anzunehmen, daß eines nicht allzufernen Tages aus der Bevölkerung der folgende Ruf an jene „Experten“ erschalle, die ihnen tagtäglich vorgesetzt werden: „Verpisst euch!“ +++

+++ Frau Claudia Roth, bezeichnenderweise Kulturstaatsministerin in der kulturell schwer gepeinigten Bundesrepublik, verblüffte bei Twitter mit ihrem Gezwitscher. Zunächst äußerte sie ihre Sorge über die „Situation in Kasachstan“. Im Anschluß daran kam es dann knüppeldick: „ … die Gründe für die Unzufriedenheit der Bevölkerung liegen tiefer, sie sind vielschichtig. Die Menschen protestieren gegen eine autoritär regierende Elite, die in den letzten 30 Jahren überwiegend Selbstbedienung betrieben hat. Die Folgen sind offensichtlich: grassierende Korruption, Vetternwirtschaft, Missmanagement, Inkompetenz der Verantwortlichen und zunehmende Einschränkungen von politischen und bürgerlichen Freiheitsrechten. Das Recht der Menschen auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit wird in diesen Tagen in Kasachstan mit äußerster Härte mit Füßen getreten.“ Der inexistente Experte für Moron & Hormon von weiter oben kommentierte den seltsamen Tweet mit der Bemerkung, Frau Kulturstaatsministerin Roth hätte sich gar nicht über die Situation im fernen Kasachstan zu äußern brauchen. Die ehemalige Vizepräsidentin des Bundestags hätte gar nicht bis 2022 warten zu brauchen. Vielmehr hätte sie ihre damalige Funktion bereits vergangenes Jahr dazu nutzen können, den versammelten Altparteilern im Bundestag ein herzhaftes „Verpisst euch!“ zuzurufen. +++

+++ Angesichts der angespannten Lage im Land wartete die Parteifreundin der Kulturstaatsministerin Roth, Frau Katrin Göring-Eckardt, mit einem unkonventionellen Vorschlag zur allseitigen Entspannung auf. Sie befürwortet, einen Parlamentspoeten, eine Parlamentspoetin, einen Parlamentspoesierenden oder eine Parlamentspoesierende mit einem steuerfinanzierten Amtsposten zu versorgen. Thilo Schneider, häufiger „Achgut“-Autor, kommentierte den geistreichen Vorschlag der kulturbeflissenen Grün:in bei Twitter wie folgt:

Ich arbeite von früh bis spät
Doch will mir nichts geraten
Drum werd ich Parlamentsprolet
Dann muss ich nicht lang warten

Bis endlich echte Kohle fließt
Will ich sie alle preisen
Denn als Parlamentsprolet
Kann aufs Volk ich schei…

Verdammt. Verkackt.

Ein inexistenter Experte für Poesie & Leibwasser hat unterdessen damit begonnen, ein Bewerbungsgedicht anzufertigen, um es dann an Frau Göring-Eckardt abzuschicken. Die erste Zeile lautet „Verpisst euch!“ +++

+++ Der grüne Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck verblüffte mit der folgenden Aussage: „Ich möchte in einer Welt leben, in der ich aus der Toilette trinken kann, ohne davon Ausschlag zu bekommen.“ Ein inexistenter Experte für Flüssiges & Überflüssiges jedweder Art kommentierte Habecks Einlassung mit den Worten: Millionen von Deutschen haben es satt, sich Politikersprüche anzuhören, von denen sie Ausschlag bekommen. Da aber eher das Wasser in der Toilette nach Habecks Geschmack geworden sein würde, als daß die Millionen gern wieder Politikersprüche hörten, gelte ohnehin: „Verpisst euch!“ +++

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