Stromausfall (Symbolbild: shutterstock.com/Aunging)

2022 – Das Jahr der Stromausfälle

Das neue Jahr ist noch keine zwei Wochen alt und es gab bereits vermehrt Stromausfälle, bei denen mehrere tausend Haushalte ohne Strom waren. Zum Jahresende 2021 wurde gleich drei Atomkraftwerke und mehrere Kohlekraftwerke abgeschaltet. In einem Interview mit dem Handelsblatt hat der Eon-Manager Birnbaum bereits darauf hingewiesen, dass man durch die damit verbundene Netzüberlastung kontrollierte Teilnetzabschaltungen, wie zum Beispiel einer ganzen Stadt, nicht mehr ausschließen kann. Entsprechende kontrollierte Abwürfe von Teilnetzen nennt man auch Brownouts.

Ein Beitrag von Blackout News

Vermehrt Stromausfälle zum Jahresbeginn

Bereits in der Silvesternacht gab es Stromausfälle in Hamburg und Halle. In Hamburg mussten Rettungsdienste ein Pflegeheim evakuieren, da die Akkus der Beatmungsgeräte nicht lange genug hielten, um die Zeit des Stromausfalls zu überbrücken. Am Neujahrabend folgte ein Stromausfall in Münster. In Stuttgart gab es zum Jahresbeginn gleich mehrere Stromausfälle, bei denen größere Stadtgebiete betroffen waren. In Regensburg fiel der Strom sogar 19 Stunden lang aus.

Berlin besonders oft betroffen

Am 07. Januar fiel der Strom in Berlin Steglitz aus. Dabei musste auch der Betrieb an einigen Bauhöfen eingestellt werden. Am 09. Januar gab es einen Stromausfall in Berlin Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Lichtenberg, bei dem 20.000 Haushalte betroffen waren. Und am 10. Januar fiel im Osten Berlins ein Heizkraftwerk aus, bei dem in 90.000 Haushalten die Strom- und Wärmeversorgung ausfiel.

Technische Defekte als Ursache genannt

Dies ist nur eine kleine Auswahl der Stromausfälle in weniger als zwei Wochen. Es gab auch noch viele Kleinere, die wir hier nicht alle aufzählen wollen. Für die Ursachen der Ausfälle wurden immer technische Probleme, wie Ausfall eines Umspannwerks, oder eben der Ausfall eines ganzen Kraftwerks angegeben. Diese Ausfälle könne aber auch durch Überlastung entstehen. Durch die Abschaltung mehrerer Großkraftwerke ändert sich auch die Belastung der Netze und der damit verbundenen Umspannwerke.

Gibt es bereits Brownouts?

In wie weit die genannten Stromausfälle bereits Sicherheitsmaßnahmen durch gezielten Teilnetzabwurf waren kann man nur vermuten. Eine entsprechende Veröffentlichung darüber wird es allerdings kaum geben. Selbstverständlich wird es immer wieder Stromausfälle aufgrund technischer Probleme, Wartungs- und Reparaturarbeiten, oder Unfälle, wie beim klassischen Fall einer durchtrennten Leitung bei Bauarbeiten geben. Diese Arbeiten kann man aber zumindest an Silvester und Neujahr ausschließen. Auffällig ist auch, dass es in diesem Jahr vermehrt größere Metropolen getroffen hat, also Bereiche, mit denen man auch eine größere Netzentlastung erreichen kann.

Man darf durchaus gespannt sein, wie sich das in den nächsten Wochen und Monaten weiter entwickelt.

Unsere Stromversorgung wird immer kritischer. Bereiten Sie sich deshalb rechtzeitig auf einen langanhaltenden Stromausfall vor. Tipp dazu finden Sie in folgenden Ratgebern auf unserer Website:

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