Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

Erdingers Absacker: Die gute Bundesregierungskritik

Das „gute Kita-Gesetz“ – wer kennt es nicht? Froh und dankbar sind alle, daß es kein „schlechtes Kita-Gesetz“ werden sollte. Hätte es auch nicht werden können – und bei der jetzigen Regierung erstrecht nicht. Die bunte Regierung strotzt nämlich vor Lauterbach … keit. Deshalb soll es heute einmal um ein paar gute Kabinettsmitglieder des Bundeskanzlers Olaf Scholz gehen.

+++ Frau Anne Spiegel, ihres Zeichens grüne Familienministerin im Kabinett Scholz, verblüffte jüngst schon mit der Forderung, daß „Männer“, eine nicht so leicht zu identifizierende Minderheit in der Vielzahl aller selbst konstruierten Geschlechter also, bei einer Verteilung der Teilzeitjobs von 7 : 68 (Männer 7 %, Frauen 68%) die Hälfte der Hausarbeit übernehmen sollen. Dieser Tage verblüffte sie mit einem weiteren, äußerst genialischen Vorschlag. Die Begriffe Stiefvater bzw. Stiefmutter sollten ersetzt werden durch die Wörter „Bonusvater“ und „Bonusmutter“. Spiegels Begründung: „Bonusvater“ klinge besser, als „Stiefvater“. Ein inexistenter Experte für antidiskriminatorische Gleichstellungen & gute bis beste Verbesserungen jedweden Zusammenhangs wies im grünen Geiste darauf hin, daß die Familienministerin mit ihrem Vorschlag auf verdienstvolle Weise eine längst überfällige Debatte im gesellschaftlichen Diskurs, dem löblichen, angestossen habe. So klinge das Wort „Mumu“ ebenfalls besser, als das Wort „Fortpflanzungsorgan“, weswegen alle Substantive in das Wort „Wrschtlpfrmpft“ umgewandelt werden sollten. Frau Wrschtlpfrmpft Spiegel sei die hellste Wrschtlpfrmpft im Wrschtlpfrmpft des Wrschtlpfrmpft Scholz. +++

+++ Als Prof. Karl Lauterbach der hohen Treffsicherheit seiner zuvor abgegebenen Prognosen wegen doch noch Gesundheitsminister im Kabinett Scholz geworden war, jubelte das deutsche Volk, weil endlich ein aus Funk & Fernsehen bekannter Gesundheitsexperte das Ampelglück komplettierte. Der Mann ist außerdem ein Denker vor dem Herrn, der viel von seiner Weisheit durch Karl Marx bezogen hat, wie er in einem Tweet dieser Tage verriet. Ein inexistenter Experte für Logik & Lauterbach … keit betonte, niemand müsse sich Sorgen machen, wenn er nicht verstanden habe, was der Gesundheitsminister meinte, als er zum Besten gab, eine Impfpflicht würde letztlich dazu führen, daß die Verpflichteten sich freiwillig die zweifelhafte mRNA-Plörre – also – in die Adern jagen lassen. Es sei eben nicht jedem gegeben, den Gedankengängen eines nur leicht verhaltensauffälligen Genies – also – zu folgen. +++

+++ Frau Innenministerin Faeser, Nancy, versteht es bestens, Tatsächlichkeiten zu ignorieren und dennoch mit dem Habitus der Durchblickerin aufzutreten. Nachdem sie jüngst erst verkündet hatte, bis Ostern einen Aktionsplan für den „Kampf gegen rechts“ vorzustellen, obwohl das Bundeskriminalamt einwandfrei dokumentiert hatte, daß die „Terrorgefahr von rechts“, weit abgeschlagen hinter den Gefahren durch islamistischen und linksextremistischen Terror, erst auf Platz 3 der Gefahrenliste kommt, brillierte sie dieser Tage in einer Anspielung auf die gegenwärtig stattfindenden Spaziergänge gegen die Coronapolitik mit der Bemerkung, man müsse sich mit seinen Ansichten nicht an vielen Orten zugleich aufhalten. Unter den Demokraten etabliert sich derweilen der Begriff „Nänzi“ (Plural: „Nänzies“) für solche Antidemokraten und Grundgesetzleugner, die in Sachen Demokratie und Versammlungsfreiheit rein gar nichts verstanden zu haben scheinen. Ein inexistenter Experte für Bewußtseinsstörungen aller Art erklärte, die Frau Bundesinnenministerin habe insofern recht, als daß man sich mit einer multiplen Persönlichkeitsstörung ebenfalls nicht bei mehreren Psychiatern zugleich aufhalten müsse. +++

+++ Zwischenzeitlich war auch die personifizierte Hoffnung aller Patrioten auf Hochachtung im Ausland, Frau Annalena Baerbock, in Moskau bei ihrem Amtskollegen Lawrow zu Gast, um dort eine gute Figur zu machen. Entgegen inländischen Pressemeldungen haben die Patrioten jedoch den Eindruck, daß ihre personifizierte Hoffnung ein eher klägliches Bild abgegeben hat. Ein inexistenter Experte für Mimik & Fluchtreflexe erklärte, es gebe Aufnahmen von Frau Baerbock in einem lila „Outfit“, die den Schluß nahelegen, in Moskau könnte ihr klargeworden sein, wie wenig sie das Zeug dazu hat, in einer Männerwelt außerhalb der feministischen Wohlfühlblase in ihrem teutonischen Pumpelstan mit Sachkenntnis und Durchsetzungsvermögen Eindruck zu schinden, und daß sie wohl am liebsten aus Moskau geflüchtet wäre. Die Aufnahmen legten jedenfalls nahe, daß sich die deutsche Frau Außenministerin in Moskau extrem unwohl gefühlt haben muß. +++

+++ In Sachen Kompetenz gilt der Herr Wirtschafts- und Klimaminister, Robert Habeck, seiner grünen Frau Kollegin im Außenministerium gegenüber als überlegen. Doch daran gibt es inzwischen ebenfalls Zweifel. Seine jüngsten Äußerungen zu den Plänen seines dem Klimaministerium offenbar nachgeordneten Wirtschaftsministeriums führten jedenfalls dazu, daß die Mittelstandsvereinigung die Hände über dem Kopf zusammenschlug vor lauter Fassungslosigkeit. Ein inexistenter Experte für Fairness & Gerechtigkeiten aller Art kommentierte die Fassungslosigkeit der Mittelständler mit den Worten, ihre Reaktion auf die ministeriellen Einlassungen sei „negativ überzogen“ gewesen, da die Aussichten auf dem Buchmarkt für Märchen- & Kindergeschichten unverändert gut seien. +++

+++ Von der Frau Bundesverteidigungsministerin Lambrecht, Christine, hat man nicht mehr viel gesehen oder gehört, seit Pressefotos von ihr um die Welt gegangen waren, die sie dabei zeigten, wie sie anläßlich eines Truppenbesuches in der Ukraine voll sportlichem Elan und mit großer Grandezza dem Heck eines Transportpanzers der Bundeswehr entstieg wie die gedopte Meerschaumgeborene namens Venus der Muschel. Uniformierte Soldaten hielten ihr als Hilfestellung im Geiste des Turnvaters Jahn die beiden Patschhändchen dabei. Ein inexistenter Experte für Glücksfälle aller Art erklärte, er sei froh, daß die Bundesverteidigungsminister Lambrecht heiße, und nicht etwa Kron. Dadurch sei ausgeschlossen, daß sie mit der harmlosen Virusvariante „Omikron“ verwechselt werden kann, weil sich beim Sprechen schließlich nicht verrate, ob man „Omi Kron“ oder „Omikron“ meint. Bei „Omi Lambrecht“ hingegen wisse jeder sofort, daß die sportliche und trittsichere Bundesverteidigungsministerin gemeint sei. +++

+++ Nicht zum Kabinett des honorigen Herrn Bundeskanzlers gehört der nicht weniger honorige Herr Bundespräsident. Er hat es trotzdem mit in diese gute Bundesregierungskritik geschafft. Weiß der Geier, warum. In einer seiner präsidial-sedierenden Ansprachen hatte der honorige Herr Bundespräsident behauptet, die Demonstranten und Spaziergänger gegen die Coronapolitik der sagenhaften Bundesregierung personifizierten einen Angriff auf die Demokratie von „uns allen“ – und daß sie nur noch Verachtung für „unsere staatlichen Institutionen“ übrig hätten. Ein inexistenter Experte für Vergleich & Entwicklung merkte daraufhin an, daß die Demonstranten und Spaziergänger dann, wenn sie sich der Entwicklung in anderen Ländern bewußt würden, Fragen der folgenden Art stellen würden: Wenn Dr. Fauci in den USA wegen seiner Bemühungen, einen Laborunfall in Wuhan als Ursache der „Pandemie“ zu verschleiern, obwohl durch diesen Unfall ein getuntes Sars-Virus in die Welt entlassen worden ist, und wenn einer seiner Komplizen bei diesem Vertuschungsbemühen der vielzitierte „Experte“ und Regierungsberater Dr. Drosten gewesen sei …, und wenn in der Bundesrepublik dennoch nichts Vergleichbares wie in den USA passiere, wo sich Dr. Fauci den insistierenden Fragen von Kongreßabgeordneten stellen muß, dann würden sich „Verächter“ unserer „staatlichen Institutionen“ sehr bald fragen, was wohl die Ursache für ein solches Ausbleiben sein könnte. Alsdann könnten sie möglicherweise den Verdacht bekommen, daß die „staatlichen Institutionen“ in Deutschland in Sachen „Pandemie & Impfung“ mit den von Gates gesponserten Medien und der ebenfalls von Gates gesponserten „die Wissenschaft“ in ein- und demselben Boot sitzen könnten, weswegen es innerhalb dieses Trios keinen Teil gibt, der den anderen irgendwie beschuldigen könnte, weil jeder Teil von den beiden anderen wüsste, daß die ihn jederzeit gegenbeschuldigen könnten. In dem Fall wäre dann die vom Herrn Bundespräsidenten beklagte „Verachtung für unsere staatlichen Institutionen“ noch viel zu wenig, um dringend notwendige Reparaturen an ebendiesen „staatlichen Institutionen“ einzuleiten. +++

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