Impfpflicht – drohen Bürgerkrieg und Wirtschaftskollaps?

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Berlin – Natürlich ist dieser so genannte Ethikrat für eine Impfpflicht, das ist seine Aufgabe. Dennoch muss auch er – zumindest indirekt – daraufhinweisen, was für katastrophale Folgen dieser Zwang, der die Unversehrtheit von Körper und Geist zerstört, für die Gesellschaft hat:

Nach der ersten Bundestagsdebatte über eine allgemeine Impfpflicht hat die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, sich allerdings erstmal froh über den Austausch gezeigt. „Die Orientierungsdebatte war sehr sinnvoll, um die Argumente auszuloten, die mit einer Impfpflicht verbunden sind“, sagte sie am Mittwoch den ARD-Tagesthemen. Der Ethikrat denke, bei der Impfpflicht gehe es vor allem „um die Vermeidung einer Überlastung des Gesundheitssystems und vieler Einschränkungen im täglichen Leben“. (Träumt weiter)

Man werde sich jetzt anschauen müssen, „wie die Impfwirkung sich weiter entwickelt“. Zu den Protesten der Impfgegner sagte Buyx, „die Sorge vor den gesellschaftlichen Effekten ist eine wirklich wichtige“. Man habe die Politiker „explizit dazu aufgerufen, möglichst solchen Frontstellungen, die da im Entstehen sind, entgegenzuwirken, so gut das möglich ist“.

Das müsse man „wirklich sehr gut im Auge behalten“. Das ist dann wohl eher als sanfter Hinweis an die Polizei und die Bundeswehr zu verstehen.

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) rechnet derweil damit, dass es zu einer allgemeinen Impfpflicht in Deutschland kommen wird, warnt aber für diesen Fall vor einem wirtschaftlichen Kollaps. „Wir haben schätzungsweise 13 Millionen Erwachsene, die sich bislang nicht impfen lassen wollen“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). „Wenn diese Menschen wegen einer Impfpflicht nicht in ihr Büro dürfen, dann werden wir sehr schnell den Zusammenbruch unserer Wirtschaft erleben“, warnte Kubicki.

Der bürokratische Aufwand bei Unternehmen werde gigantisch sein, warnte der FDP-Politiker. Er gab zu bedenken, was passieren würde, wenn beispielsweise zehn Prozent der Lkw-Fahrer nicht mehr ihrer Tätigkeit nachgingen. „Die Überlegung, dass bei einer Impfpflicht alle zu einer Impfung rennen, ist ziemlich naiv“, sagte der stellvertretende FDP-Vorsitzende.

Und das ist hier wieder mal typisch für die rückgratlose FDP: „Wenn die Impfpflicht kommt, wovon ich ausgehe, werden die FDP und ich diese Koalition sicher nicht verlassen.“ Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dagmar Schmidt hob die Notwendigkeit einer allgemeinen Impflicht hervor: Wenn sich nicht mehr Menschen freiwillig impfen ließen, blieben als Alternativen nur der Lockdown oder die Möglichkeit, die Pandemie laufen zu lassen, bis alle die Grundimmunität hätten – „mit ganz hohen Kosten, etwa Toten, Kranken, Langzeitkranken und einer Überlastung des Gesundheitswesens“, warnte Schmidt. „Wir haben uns bisher aus guten Gründen dagegen entschieden. Wer eine Impfpflicht ablehnt, nimmt Alternativen in Kauf, die niemand will.“ Während Kubicki eine altersbezogene Impfpflicht ab 50 Jahren für „erklärbarer, plausibler und eher verfassungsgemäß“ hält als eine allgemeine Impfpflicht, lehnt Schmidt sie ab: „Eine altersbezogene Impfpflicht würde nicht zur Befriedung beitragen, sondern noch mehr Unfrieden in der Gesellschaft stiften“, sagte die SPD-Politikerin dem „Handelsblatt“.

Es sieht wirklich so aus, als ob einige Politiker lieber einen Bürgerkrieg riskieren wollen, statt endlich mal zur Vernunft zu kommen und die Bürger zwanglos in die Taschentücher pusten zu lassen. (Mit Material von dts)