Linke Maden im Apfel? (Foto: Victor Moussa/Shutterstock)

Apple, der Denunziantenkonzern

Berlin – Es gibt ja immer noch Leute, die glauben, mit einem Handy frei kommunizieren zu können und dass es sowas wie einen Datenschutz gibt. Von wegen: Wer zum Beispiel mit Apple einen Vertrag abgeschlossen hat und irgendwo – zum Beispiel beim Kauf einer App – seine Daten hinterlegt hat, wird von diesem Denunziantenkonzern verraten.

Die Bundesregierung erhält beim Kampf gegen strafbaren Hass und Gewaltaufrufe auf Telegram offenbar Hilfe aus den USA. Das Technologie-Unternehmen Apple, das den Messengerdienst in seinem App-Store anbietet, soll eine ladungsfähige Anschrift von Telegram übermittelt haben, berichtet die „Welt“. Das soll Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) den Innenministern der Länder mitgeteilt habe, wie die „Welt“ aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Sowohl das Bundesinnenministerium, als auch Apple und Telegram ließen Anfragen bislang unbeantwortet. Neben dem Haus von Faeser bemühen sich weitere Ministerien und Behörden, einen Kontakt zu Telegram herzustellen. Die Vereinigten Arabischen Emirate, Sitz von Telegram, sollen zumindest ihre Bereitschaft erklärt haben, Deutschland zu unterstützen.

Faeser hatte am Freitag bei der Pressekonferenz der Innenministerkonferenz von ersten Kontakten ihres Hauses zu Telegram berichtet. Details nannte sie dabei aber nicht. Die Bundesregierung hat den Kampf gegen Hetze auf Telegram zu einem ihrer drängendsten Vorhaben gemacht.

Telegram wird also auch bald Geschichte sein. Vielleicht ist es eh sinnvoller, sich dezentral, sozusagen vor Ort in Wurfweite zu organisieren. So wie früher. Beim Untergang der DDR hat Telegram ja auch keine Rolle gespielt. (Mit Material von dts)

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