Bild (Steinmeier/Offizielles Pressefoto) Mehrdad Karimpou and Farid Mohammadi sollen im Nordwesten des Irans hingerichtet worden sein (Bild: Twitter / hra_news)

Deutsche Queerbewegung schwer entzückt? Der Iran exekutiert zwei weitere Schwule

Das Mullah-Regime in der Islamischen Republik Iran vollstreckte einmal mehr die blutigen Worte Allahs und erhängte am Sonntag zwei Homosexuelle, nachdem dies bereits sechs Jahre im Todestrakt verrotten durften. Ob der Mullah-Kumpel und Bundespräsident in Personalunion, Frank-Walter Steinmeier, bereits Grußworte „auch im Namen seiner Landsleute“ Richtung Teheran übersandt hat, ist noch unklar. 

Die iranische Menschenrechtsorganisation Human Rights Activists News Agency (Hrana) berichtet, dass zwei Männer am Sonntag im Iran erhängt wurden. Zuvor saßen die beiden sechs Jahre lang im Todestrakt des Maragheh-Gefängnisses im Nordwesten des islamischen Gottesstaates. Die beiden Männer – Mehrdad Karimpou und Farid Mohammad – wurden des Verbrechens des „erzwungenen Geschlechtsverkehrs zwischen zwei Männern“ für schuldig befunden.

Homosexueller Kontakt kann nach islamischem Scharia-Recht mit Gefängnisstrafen, Auspeitschungen oder im äußersten Fall die Todesstrafe nach sich ziehen. Auf Küsse und Berührungen stehen Peitschenhiebe. Aktuell spült das Internet eine Aussage des frisch gebackenen Chefs der Grünen, dem iranischstämmigen, abschlussfreien Grünenfunktionär Omid Nouripour, nach oben. Darin trommelt der grüne, muslimische Iranimport: „Unser Job hier ist es dafür zu sorgen, dass die Teile der Scharia, die mit dem Grundgesetz vereinbar sind, auch angewendet werden können“.

HRANA erklärte zu den Zuständen im iranischen Mullahregime, dass erst im vergangenen Juli zwei schwule Männer in Maragha exekutiert worden seien. Insgesamt seien im Iran im vergangenen Jahr auf staatliche Anordnung hin 299 Personen getötet worden, darunter auch Jugendliche.

Seit der Islamischen Revolution vor 43 Jahren sollen Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen zufolge zwischen 4.000 und 6.000 Menschen allein wegen ihrer sexuellen Orientierung hingerichtet worden sein.

Während in iranischen Gefängnissen Tausende von Systemkritikern oder Homosexuelle weiterhin auf ihre Hinrichtung warteten, gratulierte unser aller Bundespräsident, der weit linkspolitische stehende SPD-Apparatschik Frank Walter Steinmeier, 2019 zum 40. Jahrestag der iranischen Revolution. „Herzliche Glückwünsche“ schrieb er, „auch im Namen meiner Landsleute“. Ein Jahr später gab es erneut – angeblich irrtümlich – nochmal ein Glückwunschschreiben an das menschenverachtendene Allah-Regime von Sahib Frank Walter. Und auch die islamophile Queer-Bewegung in Deutschland wird wohl jetzt verzückt sein.(SB)

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