Entlassene Journalistin: ZDF manipuliert Beiträge

Katrin Seibold hat 18 Jahre für das ZDF gearbeitet. Nach einer kritischen Haltung zu den Corona-Zwangsmaßnahmen wurde ihr Vertrag beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht verlängert. Jetzt hat Seibold ausgepackt.

Katrin Seibold arbeitete von 2003 bis August 2021 als Redakteurin, Reporterin und Autorin für die Magazinsendung „Kulturzeit“ des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders 3sat. Nachdem die 47-Jährige eine kritische Haltung zu den Corona-Maßnahmen einnahm, wurde ihr Vertrag nicht mehr verlängert. Nun berichtete Seibold über den Umstand ihrer Kündigung bzw. Nichtverlängerungen ihres Vertrages und gewährt einen erschreckenden Einblick in das öffentlich-rechtliche Meinungsdiktat.

„In meinem Beitrag über „allesdichtmachen“ wurde journalistische Neutralität als meine Meinung durch die Auswahl eines Schaltgastes plattgemacht. Ähnlich sei es einer Kollegin ergangen, die ihren Beitrag über „#allesaufdentisch“ gegen ihre Überzeugung und gegen das vorher ausgearbeitete Konzept umschneiden musste. Sie sei zudem gezwungen gewesen, ein Interview mit einem Gesprächspartner zu wiederholen, der die Aktion „#allesaufdentisch“ als „kriminell“ bezeichnete.“

Die Berichterstattung über Corona sei im Sender massiv von oben gesteuert worden, so Seibold. Da in den Redaktionssitzungen ein Klima der Angst herrsche, sei es ihr nicht möglich gewesen, die eigene Arbeit zu hinterfragen. Ihr Versuch, darüber zu sprechen, wie der Begriff des „Querdenkers“ entstanden ist, sei ebenso abgeschmettert worden, wie zu thematisieren, was Kinder in der Pandemie zu erleiden hatten. 

Seibold Resümee: Sie sieht die Meinungsfreiheit in der Berichterstattung von ZDF nicht mehr gegeben. Ihre Kündigung begründete das ZDF unter anderem mit Seibolds „Kritik am System“: „Redaktionssitzungen werden von Ihnen immer wieder für Kritik am System genutzt“, heißt es in dem Schreiben. Bei den „Kolleg:innen“ habe das „erhebliche Störgefühle ausgelöst“. Daher sei das Vertrauensverhältnis nachhaltig gestört, so die öffentlich-rechtliche Rechtfertigung laut Seibold zu ihrer Kündigung nach 18 Jahren.

Im Herbst des vergangenen Jahres feuerte der SWR bereits einen Kollegen von Seibold. Ole Skambraks, der im Sounddesign bei SWR2 angestellt war, hatte auf dem Blog „Multipolar“ unter dem Hashtag #Ichkannnichtmehr“ geschrieben: Die öffentlich-rechtlichen Sender würden einseitig über die Pandemie berichten. Sie würden Stimmen, die nicht die Meinung der Regierenden wiedergeben, unterdrücken und als rechtsaußen diffamieren, um so für die Meinung der Regierenden zu werben und andere Meinungen vorzuführen. Die Folge sei, dass über wichtige Faktoren der Pandemie nicht berichtet würde.

Der öffentlich-rechtliche SWR begründete die Kündigung damit, dass Skambraks „den SWR und damit die hier tätigen Kolleginnen und Kollegen fortgesetzt durch falsche Tatsachenbehauptungen in der Öffentlichkeit diskreditiert“ habe. Damit habe er auch den Betriebsfrieden „empfindlich gestört“.

(SB)

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