DKG-Chef sieht starke Personalausfälle in Kliniken wegen „Corona“

Foto: Ärzte (über dts Nachrichtenagentur)

Während die Welt aufatmen darf, wird in Deutschland getestet, als gäbe es keinen Morgen mehr. Und siehe da, viele Tests sind positiv, weil die Erkältungswelle – auch wegen des viel zu kalten März – noch nicht vorbei ist. Und das heißt: Alle positiv Getesteten ab in den Bunker. Die Personalausfälle sind entsprechend hoch und der Schuldige heißt – tätä –  natürlich Corona:

Angesichts steigender „Omikron-Infektionszahlen“ wird die Versorgungslage in den Kliniken nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) jetzt ebenfalls immer enger. „Wir haben flächendeckend ein Problem mit Personalausfällen durch Quarantäne und Isolation„, sagte der DKG-Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagausgaben). „Eine aktuelle Umfrage des DKI zeigt, dass 75 Prozent der Krankenhäuser nicht mehr in der Lage sind, ihr normales Leistungsangebot anzubieten. Und ausschlaggebend dafür sind die Personalausfälle.“ Zeitgleich registriere die DKG Höchststände von Covid-positiv getesteten Patienten auf den Normalstationen und hohe Aufwände im Infektionsschutz. „Die hohen Inzidenzen lassen auch kein Durchatmen in der kommenden Woche erwarten. Einzig positiv ist, dass die Belegung auf den Intensivstationen nicht weiter ansteigt“, ergänzte Gaß. In dieser Situation müssten die Krankenhäuser die Regelversorgung wegen der Personalausfälle einschränken. „Mit dramatischen finanziellen Folgen vor allen Dingen deshalb, weil die Regierung es nicht geschafft hat, den am 20. März ausgelaufenen Rettungsschirm fristgerecht und frühzeitig zu verlängern“, kritisierte der Verbandschef.

„Hier gehen die Entscheidungen nicht zusammen.“ Einerseits werde bis auf den Basisschutz gelockert und anderseits würden die Kliniken nicht abgesichert. „Die Liquidität ist gefährdet. Jetzt gibt es zwar Ankündigungen die Ausgleichszahlungen bis Mitte April und den Versorgungszuschlag bis Juni zu verlängern“, sagte Gaß weiter. „Ich kann die Politik und den Bundesgesundheitsminister nur dringend auffordern, auch über den April hinaus Klarheit zu schaffen, und das nicht nur für einen Monat, sondern langfristig.“ Die Krankenhäuser verlören in jedem Monat eine Milliarde Euro durch den Wegfall des Rettungsschirms, so Gaß.

Es geht also – wie soll es auch anders sein – auch in diesem Sektor nur um Kohle. Wer einmal vom Pandemie-Kuchen genascht hat, will natürlich mehr. Auch deshalb wird ja mittlerweile jeder Fußkranke, der niest und ins Krankenhaus muss, als „Corona-Patient“ geführt. (Mit Material von dts)