Barack Obama, Victoria Nuland und die gefährliche Bio-Forschung in der Ukraine

Deutsch-ukrainische Bioforschung auf der „gefährlichsten Insel Deutschlands“

Der russische Vertreter beim UNO-Sicherheitsrat hat am Freitag weitere Beweise für eine Kooperation zwischen dem Pentagon und dem ukrainischen Verteidigungsministerium in der militärischen Bioforschung vorgelegt. Unter anderem soll das deutsche Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) beteiligt gewesen sein und gefährliche Erreger aus der Ukraine nach Deutschland gebracht haben. Das FLI dementiert: die Forschung sei harmlos.

Seit 2005 finanziert die Defense Threat Reduction Agency (DTRA) des US-Pentagon ukrainische Biolabors mit 32 Millionen Dollar, so der russische Vertreter im UNO-Sicherheitsrat Wassliy Nebenzia am Freitag. Laut Pentagon sind es sogar 200 Millionen Dollar seit 2005 an 46 Standorten in der Ukraine.

»Einfach gesagt haben die Ukrainischen Behörden dem Pentagon carte blanche gegeben, um auf dem Gebiet der Ukraine gefährliche Bioforschung durchzuführen,« so Nebenzia, der u.a. Dokumente über eine Partnerschaft zwischen DTRA und dem Ukrainischen Verteidigungsministerium aus dem Jahr 2018 vorlegte, die von der DTRA-Beauftragen in Kiew Joanna Wintrol unterschrieben wurden.

Laut dem Leiter der russischen Bioabwehr, Generalleutnant Igor Kirillow, der am Donnerstag 17.3. in Moskau die Dokumente präsentierte, bestand auch eine Zusammenarbeit zwischen dem US-ukrainischen Bioforschungsprogramm und dem deutschen Friedrich-Loeffler-Institut u.a. an der Verbreitung von Seuchen durch Vögel und Fledermäuse. Danach besteht ein Abkommen zur Ausfuhr »unbegrenzter Mengen infektiöser Materialien« aus der Ukraine an das Loeffler-Institut, so Kirillow.

Das Friedrich-Loeffler-Institut – Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit betreibt eines von vier Hochsicherheits-Biolaboren (BSL-4) in Deutschland, auf der Insel Riems bei Greifswald, die von der Presse deshalb als »die gefährlichste Insel Deutschlands« bezeichnet wird.

Laut einem von Russland veröffentlichten Dokument zwischen dem Institut für experimentelle und klinische Veterinärmeidzin in Kharkiv und Prof. Dr. Cornelia Silaghi des Friedrich-Loeffler-Instituts wurde am 11. September 2020 der Transfer von 147 Proben von Fledermaus-Ektoparasiten (z.B. Läuse und Flöhe) von Kharkiv an das FLI vereinbart, die »in der Ukraine beschafft wurden.«

Die US-Regierung hat bisher immer behauptet, das Bioforschungsprogramm in der Ukraine diene lediglich der Abwicklung und Sicherstellung gefährlicher Sowjet-Bestände – seit 18 Jahren. Die »Beschaffung« gefährlicher Erreger von Fledermaus-Parasiten in der Ukraine scheint dem entgegenzustehen.

Laut einem von Russland präsentierten Dokument besteht ein Abkommen zwischen der Hansestadt Hamburg und dem FLI vom September 2007 zur »Einfuhr von biologischem Material … in unbegrenzter Menge« über die Grenzkontrollstelle Hamburg-Flughafen. Empfänger seien u.a. die FLI-Standorte Tübingen, Jena und Wusterhausen.

Laut dem Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Igor Konaschenkow wurden zu Beginn des Krieges gefährliche Materialien aus US-ukrainischen Biolaboren evakuiert, u.a. nach Deutschland. Laut der Nachrichtenagentur Reuters wurden die ukrainischen Biolabore auch von der EU finanziert.

Freie Welt schrieb an Prof. Dr. Cornelia Silaghi des Friedrich-Loeffler-Instituts und wollte erfahren, ob die von Russland präsentierten Dokumente echt sind, welche Zusammenarbeit zwischen dem Loeffler-Institut und Biolaboren bzw. -forschern in der Ukraine besteht, und ob am Loeffler-Institut Forschung an Materialien betreiben wird, die terroristische oder militärische Anwendung haben (sog. Dual-Use).

Außerdem wollten wir erfahren, ob biologisches Material aus der Ukraine an das FLI evakuiert wurde und ob am Loeffler-Institut sog. Gain-of-Funktion Forschung betrieben wird. Eine Antwort steht noch aus und wird ggf. an dieser Stelle nachgereicht.

In Science nannte Silaghi die russischen Vorwürfe am 16.3. »absurd«. Die Forscher in Kharkiv hatten 140 Flöhe, Zecken, und Fliegen von Fledermäusen in der Ostukraine »in Ethanaol ertränkt« und nach Greifswald verschickt, so Science, um häufig auftretende Fledermaus-Erreger wie Rickettsien zu studieren, so Silaghi. Die Ergebnisse dieser »sehr gewöhnlichen epidemiologischen Forschung« seien 2021 auf einer Konferenz der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft präsentiert worden.

»Ja, wir arbeiten an Ektoparasiten und erhalten Proben«, so Silaghi. »Aber diese Biowaffen-Geschichte ist total verrückt.« Die Erreger seien durch das Ethanol abgetötet worden und sicher in ihrem Gefrierschrank, so Silaghi.

 

Zuerst veröffentlicht auf Freie Welt.

 

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