„Spiegel“-Affäre: Scholz will sie halten, Habeck geht auf Distanz

Unter normalen Umständen müsste der Totalversager Olaf Scholz mindestens die Hälfte seines Kabinetts entlassen (allen voran natürlich Karl Lauterbach). Aber wie würde das aussehen? Schließlich wäre er dann als erstes dran. So aber hält er zu seinen Ausfällen, als würde sein Überleben davon abhängen:

Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) genießt nach Angaben der Bundesregierung weiter das Vertrauen von Kanzler Olaf Scholz (SPD). „Er arbeitet eng und vertrauensvoll mit ihr zusammen“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christian Hoffmann am Montag in Berlin. Der Kanzler schätze ihre Arbeit.

Spiegel steht aktuell unter anderem wegen einer vierwöchigen Frankreich-Reise kurz nach der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr in der Kritik. Sie war damals rheinland-pfälzische Umweltministerin. Am Sonntagabend hatte sich Spiegel für ihr Verhalten nach der Flutkatastrophe emotionsreich entschuldigt.

In einer Erklärung packte sie ungewöhnlich private Details aus, sprach vor Journalisten von der Krankheit ihres Mannes und der Belastung der Familie durch Corona. Laut eines Berichts der „Bild“ soll es vor ihrem Auftritt eine Krisensitzung bei den Grünen gegeben haben. Dabei soll Spiegel der Rücktritt nahegelegt worden sein.

Sie habe aber abgelehnt und um noch eine Chance gebeten, schreibt die „Bild“ unter Berufung auf Fraktionskreise. Öffentlich hat sich die Grünen-Spitze bislang zurückgehalten. Der Grünen-Bundesvorstand kam am Montag im schleswig-holsteinischen Husum zu einer zweitägigen Klausurtagung zusammen.

Am Nachmittag wird eine Pressekonferenz erwartet, bei der es auch um Spiegel gehen dürfte.

Dabei hat Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) der eigenen Landespartei offenbar ihren umstrittenen Urlaub kurz nach der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr sogar verheimlicht. Das berichtet „Zeit-Online“. Demnach fand am vergangenen Donnerstag eine Krisensitzung der Grünen-Spitze des Landesverbandes in Rheinland-Pfalz statt, bei der Spiegel ihren langen Urlaub nicht erwähnt haben soll.

Derweil hat sich Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) mit Blick auf die zuletzt stark in die Kritik geratene Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) zurückhaltend geäußert. Zu allen aufkommenden Fragen werde sich zeitnah der Grünen-Bundesvorstand um Ricarda Lang und Omid Nouripour äußern, sagte er am Montagmittag in Berlin.

Habeck sagte am Montag dazu, dass die Ausführungen der Ministerin „unter die Haut gegangen“ seien.

Mag sein, so wie der ganze unfassbare Skandal unter die Haut geht, wie ein schlimmer Horrorfilm. (Mit Material von dts)

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