Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

Erdingers Absacker: Notizen aus der Anstalt

+++ Peter A. Weber bringt bei „qpress“ wieder einmal die Altgrüne Katrin Göring-Eckardt in Erinnerung. Ihre bescheidene Leuchtkraft wurde in den vergangenen Monaten sehr von den Geistesblitzen ihrer jüngeren Parteigenoss:innen überstrahlt, so daß fast in Vergessenheit zu geraten drohte, mit welcher Beständigkeit auch eine flackernde Talgfunzel ihr trübes Licht verbreitet, wenn sie keiner ausbläst. Frau Göring-Eckardt weiß zwar nicht viel, aber das gleicht sie seit Jahren moralisierend mit viel Gefühl und Meinung aus. Das darf sie natürlich, weil harte Fakten und Logik patriarchale Erfindungen sind, mit denen arme Frauen in ihrer Gefühlswelt unterdrückt werden. Zum Krieg in der Ukraine hat Frau Göring-Eckardt selbstverständlich auch ein paar Gefühle. Ein Hundsfott wäre, wer die gute Frau allein deshalb schon nicht für voll nehmen würde. Ein Hundsfott wäre allerdings auch, wer behauptet, jeder gute Alkotester würde beweisen, daß man sie für voll zu nehmen hat. Es ist das gute Recht der gefühligen Frau Katrin Göring-Eckardt, ihr Gefühl über die Fakten zu stellen. Weil sie eine Frau ist. Wer das bestreitet, ist ein übler Frauenfeind. Und so bekommt man bei „n-tv“ ein paar äußerst unkonventionelle „Wahrheiten“ zum Krieg in der Ukraine zu lesen. Frau Göring-Eckardt hat sie verkündet. „Jetzt sehen wir täglich, wie Russland versucht, all das, was die Ukraine ausmacht, zu vernichten. Es ist ein Krieg, der nicht nur mit Waffen gewonnen werden wird, auch wenn sie unerlässlich sind.“ – Wenn man Frau Göring-Eckardt nun fragen würde, was denn „all das“ sein soll, das „die Ukraine ausmacht“, hätte sie die größten Schwierigkeiten. Alter Trick: Ihr werdet schon wissen, was „all das“ ist, von dem ich einfach aus dem Blauen heraus behaupte, daß es „die Ukraine ausmacht“. Was „wir“ dazu wissen, gefällt der grünen Sparflamme allerdings gar nicht. Weil das meiste von dem, was „die Ukraine ausmacht“, russisch ist. Russen versuchen also, viel Russisches in der Ukraine zu vernichten. „All das“ eben. Den Rest des unsäglich unchristlichen – weil frei erfundenen Gemeines & Gefindes der grünprotestantischen Ex-Küchenhilfe aus der Ex-DDR nahm Peter A. Weber bei „qpress“ bestens auseinander. Er schreibt u.a.:“KGE war von 2009 bis 2013 Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Gerade als führende Vertreterin einer christlichen Kirche ist es besonders verwerflich, wie sie sich über christliche Grundprinzien hinwegsetzt.“ Da hat er aber sowas von recht. Unterdessen gab die EKD eine Studie in Auftrag, um herauszufinden, warum so viele Christen aus der Kirche austreten. Als ob es da noch einer Studie bedurft hätte. Die Antwort ist auch ohne Studie sonnenklar. Sie treten aus, weil sie Christen sind. Mit pseudochristlichem Gefühls-Femidingsbums auf Kosten von Wahrheit und Redlichkeit wollen sie nämlich nichts zu tun haben. +++

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Das „personifizierte Faktengefühl“: Katrin Göring-Eckardt – Foto: Imago

+++ Allerweil macht wieder eine lustige Schlagzeile die Runde in den sozialen Netzwerken. Sie war am 29. Oktober 2013 tatsächlich so erschienen, ehe sie dann abgeändert wurde. Mimikama hat das gecheckt. Die „Süddeutsche Zeitung“ damals: „Obersalzberg entläßt alle Führer„. Da will man gar nicht mehr wissen, warum der Obersalzberg alle Führer erst 2013 entlassen hat. Die Idee, daß es von Hitler ein Dutzend Klone gegeben haben könnte, die gut versteckt auf dem Obersalzberg 124 Jahre alt geworden sind, ehe sie entlassen wurden, ist einfach zu drollig. Ein inexistenter Experte für Mutmaßungen aller Art: Wenn das die Alliierten gewusst hätten! +++

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Barg ein dunkles Geheimnis bis 2013: Der Berghof – Foto: Imago

+++ Einen Tag nach der Landtagswahl in Schleswig-Holstein sieht es leider so aus, als habe die AfD tatsächlich ein Bundesland verloren, weil sie an der 5-Prozent-Hürde gescheitert ist. Es war am Wahlabend schon klar, was als nächstes passieren würde: Die Meuthisten strecken frech ihre Nasen heraus und sagen: „Ätschibätschi, wir haben es euch doch gesa-hagt!“. Dabei sind es genau diese Systemkuschler, die in Schleswig-Holstein vom Wähler maulschelliert worden sind. Andere standen nämlich nicht zur Wahl. Im Grunde wäre es recht einfach. Ein inexistenter Experte für durchschlagenden Erfolg: Einfach sagen, wie es ist, ohne sich zu überlegen, ob es dem Wähler gefällt oder nicht. Entweder erfolgreich sein damit oder eben nicht. Wenn nicht, dann sei Wahrheit nicht gewünscht gewesen. Das halte er für die einzige Chance. Die Alternative existiere nicht um ihrer selbst Willen. Alle Versuche, sie möglichst „smooth“ in einem zutiefst verlogenen Parteiensystem unterzubringen, würden, ob bewußt oder unbewußt, vom Wähler erkannt werden als der Versuch, sich ein Stückchen jener Beute zu sichern, um die sich bereits die NED reiße (Neue Einheitspartei Deutschland = Altparteien). Weniger Verbindlichkeit, weniger Sozialverträglichkeit, mehr Provokation, mehr Renitenz, mehr Unkonventionalität, mehr Revoluzzertum, mehr „Risiko“, empörtere Schlagzeilen, weniger „Rücksichtnahme“, weniger Verzagtheit, mehr Skandal, mehr Remmidemmi, mehr Unverblümtheit, mehr Kompromisslosigkeit, weniger Schielen auf den Parteierfolg – je übler die äußeren Umstände würden, desto erfolgreicher würde das Ganze automatisch werden. Ein Tag ohne die Schnappatmung der Medien sei ein verlorener Tag für die AfD. „Sozial“ müsse auch nicht mit „sozialistisch“ übersetzt werden. Und wenn man in Deutschland schon unbedingt an den Erfolg einer Partei denken wolle, dann komme man an „sozial“ nicht vorbei. Das sei nämlich der deutsche Kern. Ein Abschied vom geschniegelten „Anzug- & Krawattenkonservatismus“ sei fällig, nicht das Gescheiterlestum der verzagten Meuthisten mit ihren je persönlichen Karrierewünschen in einem kulturmarxistisch dominierten  System, zu dem sie eigentlich die Alternative darstellen sollten. +++

AfD-Werbung (Symbolbild: shutterstock.com/ Von Henryk Ditze)
AfD-Werbung (Symbolbild: shutterstock.com/
Von Henryk Ditze)

+++ Dr. Gunnar Beck, Europabgeordneter der AfD bei Facebook: „Kulturkrieg der kulturmarxistischen Linken gegen das traditionelle Europa. – Die Konferenz über die Zukunft Europas billigte 325 Empfehlungen für einen souveränen EU-Bundesstaat mit neuen Steuerbefugnissen, gemeinsamen EU-Streitkräften, einem permissiven Migrationsregime und transnationalen EU-Wahllisten. Wir haben einen Kulturkrieg zwischen einer unheiligen Allianz von Globalisten, ihren Torwächtern und der kulturmarxistischen Linken gegen das traditionelle Europa.“ Ein inexistenter Experte für Genauigkeit & Präzision kommentierte mit einem „ganz genau“. Wer es in diesen Zeiten vorziehe, sich bei iluminidol.com einen Heiligenkerzen-Selenskyi für 15 Dollar zu bestellen, und nur, weil er weiß, daß sich der Selenskyi für so wenig Geld noch nie hat kaufen lassen, der habe das Wesentliche aus den Augen verloren. Der Feind Westeuropas sitze nicht östlich der Ukraine, sondern mitten in Westeuropa in den Parlamenten. Wer sich lieber mit einem Krieg beschäftige, der ihn im Grunde nichts angehe, versäume das Wesentliche und schade so dem eigentlichen Sinn & Zweck von parlamentarischer Demokratie. Während nämlich in der Ukraine ein Krieg tobe, der viel Aufmerksamkeit abziehe, arbeiteten die kulturmarxistischen Wühlmäuse in Brüssel unbeeindruckt weiter. +++

Dr. Gunnar Beck
Dr. Gunnar Beck, AfD, – Screenshot YouTube
Heiliger Wolodymyr 1
Sonderangebot: „Heiliger Wolodymyr“ für 15 Dollar – Screenshot Facebook

 

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