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Irre: Restaurant verlangt jetzt von den Gästen „Zwangsgebühren“

Weil die Kosten für Lebensmittel, Energie und Personal deutlich gestiegen sind, berechnet ein Restaurantbesitzer aus Ratingen seinen Gästen nun drei Euro extra – und zwar gewissermaßen als Eintrittsgeld. Das kann aber nur bargeldlos berappt werden.

Üblicherweise geben die Gastronomen steigende Kosten über eine teurere Speisekarte an die Kundschaft weiter. Nicht so im nordrhein-westfälischen Ratingen. Da auch dort die Lebensmittel-, Energie- und Personalkosten deutlich gestiegen sind, verlangt ein Restaurantbesitzer werbewirksam von seinen Gästen extra 3 € als Eintritt. Auf der Website von „Cedric’s Restaurant“ heißt es – neben der Info, dass der Gast den ganzen Spaß samt Eintrittsgeld nur noch bargeldlos bezahlen kann:

„LIEBE GÄSTE,
auf Grund der extrem gestiegenen Kosten im Bereich Einkauf, Personal und Energie sind wir leider dazu gezwungen pro Gast ein Kostenbeitrag von 3,00€ zu erheben und bitte beachten Sie, dass bei uns nur noch bargeldlose Zahlung möglich ist.“

Fleisch habe sich laut dem Betreiber der Gaststätte zwischen 30 und 50 Prozent verteuert. Auch der Gemüse-Preis sei um 30 Prozent gestiegen. Für Frittierfett zahlt man mittlerweile sogar das Doppelte. Nur noch existenzvernichtend: Die Energiekosten seien um 2000 Prozent gestiegen. Zu den rasant ansteigenden Preise für Energie und Lebensmittel hat die Corona-gebeutelte Gastronomiebranche zudem noch die Kosten für stark angehobene Löhne zu verkraften. Seit Mai gilt ein Tarifvertrag, der einen kräftigen Lohnaufschlag vorsieht.

Ein Sprecher des Branchenverbandes Dehoga NRW sagte am Samstag, dass es sich vermutlich um einen Einzelfall handele: „Wir gehen davon aus, dass man auch künftig keinen „Eintritt“ für einen Restaurantbesuch bezahlen muss.“ Träum weiter. (SB)

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