(Symbolbild:Von Sadik Gulec/shutterstock)

Provoziert die Bundesregierung eine Hungerkatastrophe?

Berlin – Die Bundesregierung befürchtet, dass sich die Ernährungssituation in Teilen der Welt in diesem Sommer zuspitzt, hält aber am EU-Plan fest, den Weizenanbau in Deutschland zu reduzieren. Von daher ist diese Äußerung nichts weiter als blanke Heuchelei:

„Eine Hungersnot in Ostafrika, der Sahelzone und dem Nahen Osten kann im Sommer drohen, wenn Ernten vor Ort und in der Ukraine ausfallen, weil nicht ausgesät wurde oder der Dünger knapp ist“, schreibt das Bundeslandwirtschaftsministerium laut „Neuer Osnabrücker Zeitung“ auf eine Anfrage der Unionsfraktion. Die Lagervorräte in den importierenden Ländern reichten nur noch bis etwa Sommer.

„Hinzu kommen Ernteeinbußen durch anhaltende Dürren. Dies bedroht auch die politische Stabilität“, so Staatssekretärin Ophelia Nick. Hintergrund der Befürchtungen ist natürlich der Krieg in der Ukraine, weil der ja für das Weltklima gefährlich werden kann – oder wie?

Das Land ist wichtiger Exporteur von Getreide. Der Angriff Russlands hat aber vielerorts die Aussaat verzögert. Zudem kann gelagertes Getreide nicht über Schwarzmeerhäfen exportiert werden.

Unter Verweis auf Schätzungen der Welternährungsorganisation „könnten die Folgen des Krieges kurzfristig zu einem zusätzlichen Anstieg der unterernährten Menschen um acht bis dreizehn Millionen Menschen führen“, heißt es aus dem Ministerium. Albert Stegemann, agrarpolitischer Sprecher der Union, erneuerte die Forderung, die geplante Stilllegung von vier Prozent Ackerfläche in Deutschland ab 2023 zu verschieben. Der Boden werde für den Getreideanbau dringend benötigt, so der CDU-Politiker in der „NOZ“.

Rücke der Bund indes nicht von den Stilllegungsplänen ab, würde das die Ernährungssituation nur weiter verschärfen. Das Ministerium beruft sich in seiner Antwort auf eine Schätzung bundeseigener Experten, wonach in Deutschland rund 360.000 Hektar stillgelegt werden könnten. Darauf ließe sich laut Ministerium theoretisch eine Getreideproduktion von zwei Millionen Tonnen realisieren.

Die Regierung hält aber daran fest: „Eine Möglichkeit zum Aussetzen dieser Regelung sieht das EU-Recht […] nicht vor.“

Warum aber hält die Regierung daran fest? Was für ein Interesse hat sie daran, dass eine Hungerkatastrophe nicht nur in Deutschland droht?

Passt der Weizenanbau nicht zu den selbst ernannten Klimazielen?  Soll die Menschheit wirklich auf diesem Wege reduziert werden?

Übrigens: Dass Menschen auf der Welt hungern, ist kein neues Phänomen, hat die Politiker in Deutschland aber nicht weiter interessiert. (Mit Material von dts)

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