Erdingers Absacker; Bild: Collage

Erdingers Absacker: Fliegt bald mal einer über das Kuckucksnest?

+++ Einer der besten Filme jemals ist die Tragikomödie „Einer flog über das Kuckucksnest“ mit Jack Nicholson in der Hauptrolle. Miloš Forman führte Regie in dieser – man sieht es immer deutlicher – Parabel auf die westliche Welt im Jahre 2022. Der Streifen aus der Irrenanstalt wurde zu einem der größten Erfolge in der US-amerikanischen Filmgeschichte und gewann 1976 alle fünf Oscars als bester Film, für die beste Regie, das beste Drehbuch, den besten Hauptdarsteller und die beste Hauptdarstellerin. Roger Egbert, seinerzeit bedeutendster Filmkritiker der USA, brachte in zwei Sätzen genial auf den Punkt, worum es bei der Geschichte einer Rebellion gegen die Zwangstherapie durch eine arg beschränkte Stationsschwester geht. Egbert: „Es geht in dem Film nicht um Geisteskrankheit. Es geht um einen freien Geist in einem geschlossenen System. Oberschwester Ratched […] ist die Übermutter in Extremform, und McMurphy ist der Huck Finn, der aus ihrer Version der Zivilisation ausbrechen will.“ – Das nur als Vorwort zum heutigen Absacker. +++

Jack Nicholson in „Einer flog über das Kuckucksnest“ (1975) – Foto: Imago

+++ Das „Coburger Tageblatt“ mit einer Meldung am 2. Juni, die einen fassungslos macht. „Der Mund gehört nicht mehr dazu„, lautet die Schlagzeile. Vorschulkinder hatten Bilder von sich und ihren Eltern gemalt. In den Gesichtern fehlen die Münder. Das „Coburger Tageblatt“: „Die Maskenpflicht hat bei vielen Kindern in Coburg die Wahrnehmung verändert. Das führt zu Sprachstörungen und es zeigt sich sogar in Zeichnungen. 400 Kinder benötigen nun Sprachförderung. Die Spätfolgen der Maskenpflicht sind nicht absehbar.“ Ein inexistenter Experte für Irrenanstalten jedweder Organisationsform erklärte, wo so etwas Folge der Politik von Erwachsenen ist, sei es mit der Abwahl der Verantwortlichen nicht mehr getan. Da müssten Köpfe rollen. +++

Folge eines nannystaatlichen Erzverbrechens? – Screenshot Facebook

+++ Einer der klügsten Analysten bei Facebook verbirgt sich hinter dem Pseudonym „Eddy’s Geist“. Ich wüsste zu gern, um wen es sich dabei handelt. „Eddy’s Geist“ hat die Gabe, komplexere Sachverhalte in kurze Sätze zu pressen.

Fein beobachtet! – Screenshot Facebook

Ein inexistenter Experte für Nanny & Oberschwester erklärte, mit der Abwahl der Verantwortlichen sei es nicht mehr getan. Da müssten Köpfe rollen. Und daß er daran mit jedem weiteren Tag immer weniger Zweifel habe. +++

+++ Die „Berliner Zeitung“ titelte: „US-Medien geben Sahra Wagenknecht recht: Putin kassiert mehr als vor dem Krieg„. Kommentar eines Freundes aus der nordrhein-westfälischen AfD: „Zwei fun facts in dieser Sache: 1. Putin führt keinen Krieg um Geld einzunehmen, aber das passiert. 2. Die Sanktionen sollen Russland im Allgemeinen und Putin im Besonderen schaden, doch das Gegenteil ist der Fall. Darüber hinaus sind die Menschen der sanktionierenden Länder die Leidtragenden, nicht aber deren Entscheider.“ Der grüne Kinderbuchautor Habeck, Robert, derzeit in der Rolle seines Lebens als Wirtschafts- und Klimaminister eines Kuckucksnests namens Bunte Republik Deutschland: „Die russische Wirtschaft bricht ein„. (ZDF) – „Habeck sieht Erfolge bei den Sanktionen“ (Handelsblatt) – „Putins Krieg: ‚Er kann das nicht mehr lange durchhalten‘“ (Welt) Ein inexistenter Experte für Realität & Verlust: Deutschland kann Habeck nicht mehr lange aushalten. +++

Der Wirtschafts- & Sanktionsminister – Foto: Von Markus Wissmann/Shutterstock

+++ Der Medienwissenschaftler Norbert Bolz zu den 100 Milliarden „Sondervermögen“, mit denen die Bundeswehr innerhalb der nächsten zehn Jahre auf Vorderfrau gebracht werden soll: „Schulden ‚Sondervermögen‘ zu nennen, ist eine tolle Idee, auf die Orwell nicht gekommen ist„. Ein inexistenter Experte für Lektüre & Lernerfolg wies darauf hin, daß George Orwell auch nicht nur als Mahner & Warner verstanden werden dürfe, sondern durchaus auch als inspririerender Ideengeber für Leute, mit deren Abwahl es längst nicht mehr getan sei. +++

Prof. Norbert Bolz – Foto: Imago

+++ Wenn es nicht wieder gelogen ist, dann schrieb die feministische Außenministerin Annalena die Baerbocksfüßige in der „BILD“ tatsächlich selbst etwas: „Putin ist mit Worten nicht zu stoppen„. Ein inexistenter Experte für Logik & Verstand erklärte hierzu, Putin sei eben ein rationaler Geist, der inzwischen genau weiß, wessen Wort zu trauen ist und wessen Wort nicht. Wer sich auf die Worte der Baerbocksfüßigen verlasse, müsse hingegen seinen Verstand versoffen haben. Wladimir Putin sei eben nicht Boris Jelzin. +++

Annalena Baerbock....; Bild: Collage
Annalena Baerbock….; Bild: Collage

+++ In der Leipziger Bahnhofstrasse wurde ein 19-Jähriger niedergestochen, wie die „BILD“ meldete. Man fragt sich natürlich, wieso „BILD“ diese Meldung überhaupt noch bringt. Es ist nicht mehr ungewöhnlich in Deutschland, daß Leute im öffentlichen Raum niedergestochen werden. Im Gegenteil: Niedergestochene sind der schmückende Ausweis grenzenloser Nächstenliebe und beispielhafter Toleranz, und „wir“ alle sollten uns über jeden Niedergestochenen freuen wie Bolle. Das ist der gesellschaftliche Fortschritt. Ein inexistenter Experte für Verständlichmachungen aller Art erklärte, daß die „Bild“ das bunte Vielfalts-Malheurchen erwähnt habe, liege eindeutig daran, daß es sich bei der Leipziger Eisenbahnstraße um eine ausgewiesene Waffenverbotszone handelt. Da sei ganz eindeutig eine behördliche Anordnung mißachtet worden. Und das wiederum sei der eigentliche Skandal. +++

Skandal: Behördliche Anordnung mißachtet! – Screenshot Facebook

+++ Der 2010 verstorbene, US-amerikanische Historiker und Politikwissenschaftler Prof. Howard Zinn mit einem Zitat: „Im geschichtlichen Rückblick sind die fürchterlichsten Verbrechen wie Krieg, Genozid und Sklaverei nicht dem Ungehorsam geschuldet, sondern dem Gehorsam.“ Ein inexistenter Experte für Flehentlichkeit & Appell: Werden Sie um Himmels Wilen endlich ungehorsam! +++

Die Gehorsamfolgen – Screenshot Facebook

+++ Wer glaubt, der Ronzheimers Paule bei der „Bild“ sei eine exclusiv deutsche Angelegenheit im Journalismus, muß sich eines Besseren belehren lassen. Die redaktionellen Affenpocken sind nämlich noch in ganz anderen Verlagshäusern ausgebrochen, was kein Wunder ist, wenn man sich überlegt, wie sich europäische Redakteure ungeschützt ihre Systemschleimereien untereinander zuschlonzen, daß die Buchstabensuppe nur so durch die Gegend spritzt. Hier eine kurze Chronologie von Schlagzeilen des britischen „Telegraph“ zum Krieg in der Ukraine: – 24. Februar: „Putins blutige Herrschaft hat ein Ende.“ – 3. April: „Russland verliert gegen den Westen in seinem eigenen Spiel„. -21. April: „Putins Krieg ist gescheitert, aber es hätte schlimmer kommen können“. – 5. Mai: „Ein gedemütigtes Russland verliert eine epochale Schlacht„. – 12. Mai: „Putin zu besiegen wird uns teuer zu stehen kommen„. – 26. Mai: „Putin ist dabei, einen schockierenden Sieg zu erringen.“ – Ein inexistenter Experte erklärte, man müsse gewisse Leute nicht einmal gewählt haben, um zu der Erkenntnis zu gelangen, daß eine Abwahl längst nicht mehr ausreicht. Wenn sich der Kaiser, der absolute Souverän also, im Mittelalter die Finger nicht schmutzig machen wollte an irgendwelchen Individuen, dann habe er sie für „vogelfrei“ erklärt. Google wisse Näheres: „Ein vogelfreier Mensch besaß keinerlei Rechte und kein Eigentum. Er konnte von jedem anderen straffrei getötet, verletzt oder ausgeraubt werden. Auch der Leichnam war vogelfrei. Das heißt er musste nicht begraben werden, sondern durfte den Vögeln und anderem wilden Tieren zum Fraß überlassen werden.“ Ein noch inexistenterer Experte als der inexistente Experte erhob daraufhin mahnend seinen Zeigefinger und sagte, an den inexistenten Experten gewandt: „Na-na -na!“, gefolgt von einem entrüsteten „Du-du-du!“. Dann lachten alle gemeinsam und wischten sich den Hintern mit der „BIld“ und dem „Telegraph“ ab. Keine 24 Stunden später sind sie dann an einer schmerzhaften Schließmuskelvergiftung verstorben. Im Kuckucksnest lief der Betrieb dann ganz normal weiter. +++

Britisches Toilettenpapier ist tödlich – Screenshot Facebook

 

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