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Werden die Deutschen gezielt verarmt?

Es scheint eine geheime parteiübergreifende Agenda der Prekarisierung und Verarmung Deutschlands zu geben. Anders lässt sich die von der Politik ohne wirksame Gegenmaßnahmen hingenommene Entwicklung, gegen die andere Länder deutlich entschlossener vorgehen, schlicht nicht erklären: Das Land ist seit Monaten von explosionsartigen Preissteigerungen betroffen, die es in dieser Form anderswo nicht gibt – und man fragt sich immer drängender, wieso das so ist.

Während etwa ein Liter Sonnenblumenöl beim Discounter Lidl ca. 4,50 Euro kostet,
ist er in dem meisten anderen europäischen Ländern für unter oder knapp über einen Euro erhältlich. Schon damit wird die inzwischen fast obligatorische Ausrede wiederlegt, dass der Ukraine-Krieg die Ursache für die Höchstpreise sei – denn die Effekte würden dann ja nicht nur Deutschland treffen. Dieses anekdotische Beispiel ist nur eines von mittlerweile unendlich vielen weiteren für eine Teuerung, die bereits dazu geführt hat, dass jeder sechste Deutsche (16 Prozent der Bürger) auf reguläre Mahlzeiten verzichten muss und weitere 13 Prozent dies in Erwägung ziehen – nicht aus Diät, Lifestyle-Fasten oder dem „Klima“ zuliebe, sondern weil sie sich buchstäblich das Fressen nicht mehr leisten können. Ein völlig skandalöser Zustand, der einfach so achselzuckend hingenommen wird, während sich eine verkommene Politikerkaste die Diäten erhöht.

Untätig bis provokativ

Im Berliner Abgeordnetenhaus präsentierte kürzlich der Grünen-Abgeordnete Taylan Kurt dem Plenum den Kassenbon seiner Schwester, einer alleinerziehenden Mutter, der 110 Euro für einen Wocheneinkauf auswies, in dem nicht einmal Waschmittel oder Fleisch enthalten waren. Zudem berichtete er, dass sich Schlangen mit Hunderten Bedürftigen bei der Lebensmittelverteilung des Roten Kreuzes gebildet hätten. In seiner eigenen Partei, der für einen Gutteil dieser Preisentwicklung die politische Urheberschaft nicht abzusprechen ist, erntete Kurt damit vor allem betretenes Schweigen. Sein Kollege Tobias Bauschke von der  FDP forderte, „alles zu unterlassen, was Preise weiter in die Höhe treibt und die Menschen weiter belastet“. Die Erhöhung von Steuern und Gebühren sei grundfalsch.

Zu diesen Ärgernissen, bei denen der Staat untätig bis proaktiv die Preis- und Belastungsschraube zulasten seiner Bürger dreht, kommen die stetig steigenden Energiepreise noch hinzu: Strom, Sprit, Heizen – alles wird unerschwinglich. Bundesweit bitten die völlig überlasteten Tafeln händeringend um Spenden (siehe hier oder hier),
um mit dem Ansturm der Hilfesuchenden irgendwie noch fertigwerden zu können.

Angesichts solcher Zustände stellt sich die Frage, ob nicht doch ein Plan hinter all dem steht: Wäre es wirklich so abwegig anzunehmen, dass interessierte Kreise darauf abzielen, die Menschen durch eine zumindest teilweise gezielt herbeigeführte Verarmung dem Sozialstaat und damit den Parteien auszuliefern? Dieses Motiv läge in jedem Fall auf der Hand. Wie sonst ist es zu erklären, dass ein Volk

• weitgehend klaglos einen absurden Rundfunkbeitrag bezahlt, um sich von milliardenschweren öffentlich-rechtlichen Anstalten auf sämtlichen Kanälen als „rassistisch“, „intolerant“, „rückständig“ etc. beschimpfen zu lassen und sich in unzähligen Talkshows Woche für Woche, Jahr für Jahr den immer gleichen volkserzieherischen und übergriffigen ideologischen Unsinn von immer denselben Gästen anhören zu müssen;

• gehorsam die zweithöchste Steuerlast der Welt schultert und sich immer neue Abgaben aufzwingen lässt;

Perverse Duldsamkeit

• zwei Jahre lang auch noch die irrsinnigsten Corona-Beschränkungen erduldet und sich auch für dieses Jahr wieder aufs Neue „präventiv“ verängstigen lässt, obwohl Corona in fast allen anderen Ländern der Erde nur noch ein verschwindendes Randthema ist;

•  zusieht, wie Millionen kulturfremder Zuwanderer, die illegal, aber vom Staat geduldet und gefördert, unbegrenzt und ungehinder tins Land strömen, dem ohnehin nicht mehr finanzierbaren Sozialstaat den Rest geben, ihre Stammeskriege hier austragen, unzählige Morde, Vergewaltigungen und sonstige Verbrechen begehen, die in der Regel mit lächerlichen Strafen geahndet werden, die nicht abgeschoben werden und den öffentlichen Raum zu einer Gefahrenzone für Frauen, Juden und Homosexuelle machen;

• hinnimmt, wie trotz der höchsten je eingetriebenen Steuer- und Abgabenlast die Infrastruktur seines Landes immer mehr verrottet, ein subventionierter Bahnkonzern kaum noch seinen elementarsten Aufgaben nachkommt, die Digitalisierung verschleppt wird, immer weniger Geld für marode Schulen und ausreichenden bezahlbaren Wohnraum fehlt;

• zahlt und zahlt und nichts dafür bekommt – außer gouvernantenhaften Arroganz und Verachtung von Politkern und Medien, die gleichwohl immer wieder gewählt werden, ohne dass sie sich grundsätzliche Fragen über den Zustand ihres Gemeinwesens stellen und ihren Amtseiden gerecht werden?

Anderswo stürmt man die Regierungssitze -bei uns die Tafeln

Ein Volk also, das die Vernichtung seines Wohlstands, seiner Ersparnisse und der Kultur seines Landes passiv in Kauf nimmt und lieber zu den überlasteten Tafeln stürmt, als massiven Druck auf Regierung und Parteien auszuüben und nicht täglich einfordert, dass die dafür Verantwortlichen endlich dafür zur Rechenschaft gezogen werden, hat es vermutlich nicht besser verdient. Man kann sich fragen, ob all dies an einem über alle historischen Umbrüche hinweg bestehenden deutschen Untertanengeist liegt, der im Staat nicht mehr einen Dienstleister seiner Glieder – der Menschen – sieht, sondern einen paternalistischen Gutsherren, der mit seinen Untergebenen verfährt, wie es ihm beliebt, und ihre Zukunft nach eigenem Gutdünken zurechtbiegen will.

Oder sind die Menschen mittlerweile schlicht und einfach zermürbt, sediert und apathisch? Je länger der katastrophale Zustand dieses Land sich verschlechtert, desto drängender wird man eine Antwort auf diese Fragen finden müssen. Die Armut ist dabei nur ein Leitsymptom des Verfalls, der auf einen Klimaxpunkt zusteuert. (DM)

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