Deutscher Mainstream am Durchknallen: Macron will mit Le Pen zusammenarbeiten

Wie der deutsche Linksneigungsjournalismus mit Entsetzen feststellen, hat der saubere Herr Macron in Frankreich nicht nur die Mehrheit in der Nationalversammlung verloren, sondern scheint auch noch bereit zu sein, mit dem Teufel in Parteigestalt, mit Marine Le Pens „Rassemblement National“ (RN) zusammenarbeiten zu wollen. Ein Vorbild für die CDU, die dann endlich mal mit der AfD ins politische Bettchen springen könnte?

Wenige Stunden, nachdem der RN mit sage und schreibe 89 Abgeordneten in das französische Parlament eingezogen waren, sagte Macrons gerade wiedergewählte Abgeordnete, die ehemalige Sozialistin Céline Calvez, diesen „folgenschweren Satz“: „Wenn wir eine Mehrheit brauchen, werden wir auch die Stimmen des Rassemblement National suchen.“ Künftig, so Calvez, könne die Macron-Partei also auch mit dem RN Marine Le Pens zusammenarbeiten, um Gesetze verabschieden zu können. Auch Macrons Justizminister Éric Dupond-Moretti hat nun angekündigt, für gemeinsame Ziele, zum Beispiel „für mehr Stellen bei der Polizei“, gemeinsam mit dem RN „voranschreiten zu wollen“.

Beim deutschen Mainstream scheint der Schock tief zu sitzen. „Macron hofiert Le Pen“, titelt das Linkenelitenblatt Die ZEIT und stellt entsetzt fest, dass Macron nach seiner Wahlniederlage den „Rechtsextremen“ die Hand reicht. Dass er für bestimmte Gesetze mit Marine Le Pens „Rassemblement National“ (RN) „zusammen voranschreiten“ wolle, sei ein „Tabubruch“. Schnappatmend befürchtet man bei der ZEIT: „Es besteht die Gefahr, dass der Rassemblement National in wenigen Jahren 200 oder 250 Abgeordnete stellt und langfristig eine Mehrheit erreicht“.

Schuld daran sei auch Macrons „Verharmlosung“, so die Anklage des Politologen Olivier Rozenberg. Die Zeitenwende in Frankreich beheult das Blatt mit der Feststellung, dass es doch in Frankreich wie auch in Deutschland immer geheißen habe: „Niemand arbeitet und stimmt mit den Rechtsextremen.“ Für das Eliteblatt der Salonlinken ist offensichtlich nicht zu verkraften, dass ausgerechnet der ihr heilige Macron diese Isolation aus Machterhalt aufweicht. Tief verstört heißt es bei der ZEIT: „Dabei ist Le Pens Programm so menschenverachtend und autoritär wie eh und je.“

(SB)

 

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