Foto: Touristen beim Check-in am Flughafen (über dts Nachrichtenagentur)

Tröstende Worte vom Verkehrsminister: Ich hoffe, der Urlaub ist noch nicht ganz verloren

Dass mit den vielen türkischen Hilfskräften, die das politisch verschuldete Chaos an den Flughäfen lösen sollten (wir haben hier in Deutschland ja keine Arbeitslosen und mehrere hunderttausend Flüchtlinge, die ja so gerne einspringen würden), scheint mal wieder ein Schuss in den kalten Ofen zu sein. Denn bis das überhaupt reibungslos funktionieren könnte, ist der Urlaub schon längst vorbei und die Flieger müssen wegen irgendeiner neuen Pandemie sowieso am Boden bleiben.

Selbst unser Bundesverkehrsminister hat da so seine Zweifel, will das Problem aber auf die Unternehmen abwälzen:

Volker Wissing (FDP) dämpft die Erwartungen, dass neue Mitarbeiter aus dem Ausland an deutschen Flughäfen zügig aushelfen könnten. „Ob es den Unternehmen gelingt, die anzuwerben, kann ich nicht beurteilen“, sagte er dem „RTL Nachtjournal Spezial“ am Mittwoch. Die Bundesregierung habe getan, um was sie gebeten wurde.

Sie erteile Visa und Arbeitsgenehmigungen und sorge dafür, dass die Sicherheitsüberprüfungen schnell gingen. „Das kann sehr kurzfristig umgesetzt werden, quasi von heute auf morgen.“ Entscheidend sei aber, dass die Unternehmen ihre Personalprobleme selbst lösten.

„Ich kann die Arbeitskräfte nicht hierherholen, ich kann nur helfen, damit die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden.“ Eine Entzerrung der Flugpläne hält Wissing für ein probates Mittel, um die Situation an den Flughäfen zu verbessern. „All das, was man an Flexibilität braucht und auch leisten kann, unterstütze ich.“

Er begrüßte, dass die EU-Kommission Fluggenehmigungen so koordinieren wolle, dass Anpassungen in der aktuellen Situation möglich würden. Einer zeitweisen Lockerungen von Nachtflugverboten erteilte der Minister aus praktischen Gründen eine Absage. „Sie können die Arbeitskräfte, die tagsüber fehlen, ja nicht dadurch ersetzen, dass sie die gleichen Arbeitskräfte bitten, noch nachts zu arbeiten.“

Trotz der massiven Probleme im Flugverkehr hält Wissing den Urlaubssommer noch nicht ganz für verloren. „Das hoffe ich nicht.“ Er wünsche, dass die Bürger, „die sich auf ihren Urlaub freuen, möglichst alle verreisen können“.

Was für tröstende Worte für all diejenigen, die nach zwei Jahren des Leidens endlich mal wieder die Sommerfrische in der Ferne genießen wollten. Die Ampel besteht aus einer Truppe aus verantwortungslosen Politikern. Aber die wurden ja auch gewählt. Von daher steht der „Schuldige“ eigentlich fest: Der Wähler, der jetzt in den Urlaub wollte. (Mit Material von dts)

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