Terror (Bild: shutterstock.com/MAD.vertise)
Terror (Bild: shutterstock.com/MAD.vertise)

Der Klassiker: Der mutmaßliche Kopenhagener Todesschütze hat einen an der Klatsche

Dem Kopenhagener Todesschützen, der am Montag  in einem Einkaufszentrum drei Menschen erschoss, attestiert die Polizei bereits, keine terroristischen Motive gehabt zu haben. Der Klassiker: Der Tatverdächtige hat natürlich in der Vergangenheit psychische Probleme gehabt. Klar doch!

Drei Menschen erschoss der Täter in einem Einkaufszentrum in der dänischen Hauptstadt, 27 wurden verletzt. Das Blut der Opfer dürfte noch nicht ganz getrocknet zu sein, da spulten – enttäuschenderweise – auch die Dänen ganz im deutschen Stil das typische Programm ab: Obwohl der mutmaßliche Täter reinsten Terror dadurch verbreitete, dass er drei Menschen umbrachte und 27 weitere verletzte und bis zum jetzigen Zeitpunkt nichts über das Motiv des Gewalttäters bekannt ist, verkündet die Polizei trotzdem, dass es keinerlei Hinweise auf eine Terrortat gebe.

In klassischer Manier konnte der Täter – in diesem Fall ein „22-jähriger Däne“ – widerstandslos festgenommen werden. Klassisch auch, dass der „Mann“ der Polizei „grundsätzlich bekannt“ gewesen ist und als Einzeltäter auftrat. Super-klassisch: Der mutmaßliche Mörder hat – klar was sonst – in der Vergangenheit psychische Probleme gehabt und habe bereits Hilfe in einer Psychiatrie gesucht, diese aber wohl nicht in ausreichendem Maße erhalten. So muss es sein. Denn auf dem im Internet verbreiteten Video ahmt  der arme, arme Mörder Selbstmordgesten nach und spricht von Psychopharmaka, „die nicht wirken“. Obwohl es sich offensichtlich um eine den Behörden bekannten, psychisch gestörten Mann handelt, habe der Täter Zugang zu einer Pistole, aber keine Berechtigung dafür gehabt.

Der Klassiker schlecht hin: Die unvermeidlichen und schematisch abgespulten Beileids- und Betroffenheitsbekundungen politischer Akteure. Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen verurteilte die Tat als „grausamen Angriff“, dankte der Polizei und versprach totale Aufklärung. Kopenhagens Oberbürgermeisterin, die Genossin Sophie H. Andersen, zeigte sich entsetzt über den Vorfall. Die im Abspulen klassischer Worthülsen geübte grüne Bundesaußenministerin Annalena Baerbock und ihre linksradikale Genossin aus dem Bundesinnenministerium, Nancy Faeser, taten diese via Twitter kund. Das Übliche von tiefer Trauer und den Gedanken, die bei den betroffenen Familien verweilen.

In den sozialen Netzwerken macht sich jedoch so etwas wie Überdrüssigkeit breit:

„Was sonst? Sorry. Kann das nicht mehr hören. Hauptsache man findet für die armen Täter eine psychische Erkrankung. Dachte allerdings nicht, dass das auch für Dänemark gilt.“

„Wer hätte das gedacht . . Neue Variante: „hatte die Pillen nicht genommen“. Ansonsten kann man die Lippen mitbewegen…“

„Wieder einmal „polizeibekannt“. Es wird so lange nichts unternommen bis Menschen sterben. Also nichts neues.!“

„Das perfekte Terrorverbrechen geht so: 1. In der Psychiatrie um Hilfe bitten 2.Das Verbrechen begehen 3.In der Psychiatrie für begrenzte Zeit unter- gebracht werden“

„irgendwie schon merkwürdig, dass plötzlich allerorten psychisch kranke Einzeltäter auf Menschen schießen. Fällt diese Häufung niemandem auf?“ (SB)

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