Foto: Hans-Werner Sinn (über dts Nachrichtenagentur)

Hans-Werner Sinn: Wohlstandsverlust durch demografischen Wandel

Berlin – So kann man die Migrationsprobleme auch „schön“ reden: Der Ökonom und ehemalige Präsident des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, warnt vor einem Wohlstandsverlust durch den demografischen Wandel. „Der Staat wird heillos überfordert sein mit den sozialpolitischen Aufgaben“, sagte Sinn dem „Münchner Merkur“. Den Bürgern würde er raten, private Vorsorge zu betreiben.

„Sorgt selber für euch. Glaubt nicht daran, dass der Staat das schafft.“ Deutschland stehe vor einem „riesigen Versorgungsproblem“, weil die Arbeitsbevölkerung wegbreche, nachdem die Generation der sogenannten „Baby-Boomer“, der heute 56- bis 60-Jährigen, bald in Rente gehe.

Um dem Problem entgegen zu wirken forderte Sinn einen besseren Fokus auf Schul- und Ausbildung. „Wir müssen die wenigen Kinder, die wir haben, besser ausbilden – vor allem die vielen Migrantenkinder. Wir brauchen eine verpflichtende Vorschulerziehung, um diese Kinder besser an die deutsche Sprache heranzuführen“, so der Ökonom.

Zudem müssten die Schulen insgesamt besser funktionieren. „Die letzten beiden Jahre waren die reinste Katastrophe.“ Durch die Lockdowns und den „miserablen“ Ersatzunterricht am Computer wurden den Kindern „ihre Zukunftschancen genommen“, so Sinn.

Zudem forderte er eine bessere Familienpolitik, um die Geburtenrate zu erhöhen. „Zu lange hat sich die Politik auf den Irrglauben verlassen, sie könne den Familien schadlos die Hauptlast der Sicherung der Staatsfinanzen aufbürden, in dem sie für den Nachwuchs an Steuer- und Beitragszahlern sorgen“, so der Ökonom.

Herr Sinn, aber was ist mit den knapp 3 Millionen Flüchtlinge, die in unserem Land leben und nach Arbeit streben. Können die uns denn nicht retten? (Mit Material von dts)

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