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Gesundheitssystem am Ende: Höhere Beiträge und noch längere Wartezeiten in den Arztpraxen

Berlin – Unfassbar, wie schnell dieses Land unter DIESER Regierung vor die Hunde geht: Versicherten in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) drohen ab nächstem Jahr offenbar noch längere Wartezeiten für Arzttermine. „Die Versicherten müssen sich neben höheren Kassen-Beiträgen auch auf weniger Leistung in Form von längeren Wartezeiten für Arzttermine einstellen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der „Bild“ (Freitagausgabe). Das sei zwangsläufig die Folge, wenn bei steigenden Kosten durch Inflation und höheren Löhne in den Praxen den Ärzten das Honorar gekürzt würde, sagte Gassen.

Die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer, wies die Drohung scharf zurück und sagte der „Bild“, es sei „unglaublich, dass die Ärzteschaft in der politischen Auseinandersetzung um die Höhe ihrer Honorare damit droht, das Behandlungsangebot für kranke Menschen einzuschränken“. Pfeiffer hob hervor, die Zusatzvergütung der Ärzte habe zu keiner feststellbaren Verbesserung der Versorgung geführt. „Deshalb wäre es richtig, diese Zuschläge nun zu streichen.“

Hintergrund für den Streit ist der Plan von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterach (SPD), die Neupatientenregelung im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) zu streichen, um Geld für die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu sparen.

Bereits jetzt schon stöhnen die Hausärzte in Deutschland: „Die aktuelle Sommerwelle belastet die hausärztlichen Praxen auf mehreren Ebenen“, sagte Ulrich Weigeldt, Vorsitzender des Deutschen Hausärzteverbands, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). Demnach sehen die Praxen derzeit viele Corona-Erkrankungen, aber auch grippale Infekte.

„Diese Erkrankungswelle verschont leider auch nicht das Personal in den hausärztlichen Praxen, was die Lage weiter erschwert. Zudem hat in einigen Bundesländern die Ferienzeit begonnen, sodass manche Praxen in ihren wohlverdienten Urlaub gehen, sodass die vertretenden Praxen vor Ort dann doppelt zu tun haben.“

Doch die Lösung, die Weigeldt vorschlägt, wird die Situation nur noch verschlimmern: Er fordert mit Blick auf den Herbst, die weiterhin bestehenden Impflücken zu schließen.

„Allerdings nicht nur bei den Viertimpfungen, sondern auch bei den Erst- und Zweit- sowie den Drittimpfungen.“ Hier brauche es eine positive Kommunikation und eine pfiffige Kampagne, die die Betroffenen erreiche.

Und welcher Arzt behandelt dann die Impf-Nebenwirkungen und Folgeschäden? (Mit Material von dts)

 

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