Foto: Karl Lauterbach (über dts Nachrichtenagentur)

Lauterbach bald allein zu Haus? Immer mehr Experten kritisieren den Corona-Kaiser

Mit seinem unverantwortlichen, ja fanatischen Umgang mit der Grippe, mit seinen ständigen Alarmblähungen hat sich Karl Lauterbach selbst in politische Quarantäne getrieben. Immer mehr so genannte Experten kehren ihm den Rücken zu oder gehen sogar zum Frontalangriff auf den Corona-Kaiser über.

Der Virologe Klaus Stör kritisiert insbesondere die chaotische Kommunikationsstrategie des „Gesundheitsministers, der ja bekanntlich wider besseren Wissens die vierte Impfung empfiehlt für alle Bürger, die nicht schnell genug auf dem Baum sind.

Der Hammer: Lauterbach macht ja bekanntlich Alarm und will vor allen Dingen die über 60-Jährigen an die Nadel treiben und mit einem Impfstoff vollpumpen, der überhaupt nichts bringt, weil er „veraltet“ ist.

Will er die Alten und Kranken also nur in Sicherheit wiegen?

Auch seitens der Stiko hagelt es Kritik. Ihr Chef, Thomas Mertens behauptet zurecht, dass man nicht jedes Jahr die gesamte Bevölkerung durchkämpfen könne. Und der Virologe Alexander Kekulé sagte, laut „Welt am Sonntag“: „Wenn der Gesundheitsminister eigene Empfehlungen gibt, die von denen der Ständigen Impfkommission abweichen, verspielt er damit das Vertrauen der Bevölkerung“

Außerdem hat der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, auf die große Impflücke bereits bei der ersten Booster-Impfung hingewiesen. „Derzeit hat etwa die Hälfte der Menschen keinen ersten Booster. Nur circa 21 Prozent haben entsprechend der bestehenden Empfehlung einen zweiten Booster. Die Impfungen stagnieren vollständig“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). „Ein guter Schutz vor Reinfektion besteht nicht“, so der Stiko-Chef. Die Debatte über die zweite Booster-Impfung war durch einen Aufruf von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in Gang gekommen.

Als ob Lauterbach überhaupt noch das Vertrauen der Bürger hat. Kaum einer, der sich gerade ansteckt oder angesteckt hat und nun unter leichten Erkältungssymptomen „leidet“ (ob geimpft oder ungeimpft spielt dabei merkwürdigerweise überhaupt keine Rolle), lässt sich noch testen, oder meldet das irgendeinem Gesundheitsamt. Die Dunkelziffer ist also entsprechend groß, das Erkältungsvirus zieht ungebremst durch die Lande und ist auch mit der sechsten oder sechzigsten Impfung nicht aufzuhalten.

Doch die Modellieren schlagen – vertragsbedingt – natürlich Alarm:

Die Dunkelziffer an Infektionen mit dem Coronavirus ist nach Meinung von „Experten“ mindestens doppelt so groß wie die Zahl der offiziell gemeldeten Infektionen. Er schätze die Dunkelziffer auf zwei- bis zweieinhalbmal so groß wie die Inzidenz, sagte Thorsten Lehr, Modellierer an der Universität des Saarlandes, dem „Spiegel“ dazu. „Wir testen schlicht weniger. Und die Inzidenzen gehen auffälligerweise in den Bundesländern zurück, die jetzt schon Sommerferien haben.“ Deutschland bewege sich „auf so hohem Niveau in den Herbst wie noch nie“, sagte der Wissenschaftler, der sich mit seinem Team die vergangenen zwei Jahre der Pandemie genauer angesehen hat. Im Schnitt setze sich alle vier bis fünf Monate eine neue Mutante des Sars-CoV-2-Virus durch, sagte Lehr, „und jedes Mal war sie doppelt so infektiös wie die davor“.

Der Modellierer hält es für wahrscheinlich, dass in Deutschland demnächst eine neue Variante auftaucht, wie etwa BA.2.75, eine weitere Omikron-Linie, die derzeit in Indien BA.5 überholt. „Das Virus hat bisher immer intelligente Wege gefunden, sich noch besser zu verbreiten“, sagte der Wissenschaftler dem „Spiegel“. Die immer noch nicht geschlossene Impflücke befeuere die brisante Lage noch, sagte Lehr.

Er erinnerte daran, dass die Impflücke mit jedem Tag größer werde, da bei Geimpften die verliehene Immunität kontinuierlich abnehme. Auch die Urlaubszeit beeinflusse das Infektionsgeschehen. Bisher hätten Reiserückkehrer „noch in jedem Herbst neue Varianten eingetragen“, so Lehr.

Wenn man all das zusammenzähle, könne er sich nicht vorstellen, „dass wir ohne bremsende Maßnahmen auskommen“, sagte der Modellierer.

Derweil gibt es Innerhalb der Ampelkoalition darüber, ob in einer Novelle des Infektionsschutzgesetzes die Möglichkeit einer Maskenpflicht in Innenräumen festgeschrieben werden soll. „Die Pandemie ist nicht vorbei, aber wir befinden uns in der Endphase“, sagte der FDP-Gesundheitsexperte und Bundestagsabgeordnete Andrew Ullmann dem „Spiegel“ dazu. „Ich persönlich könnte mir vorstellen, die Maskenpflicht weitgehend in eine Maskenempfehlung umzuwandeln.“

Die Grünen-Abgeordnete Katrin Göring-Eckardt hingegen fordert: „Verpflichtendes Maskentragen in Innenräumen muss für den Herbst möglich bleiben.“ Das allein werde nicht ausreichen, sagte die Bundestagsvizepräsidentin dem „Spiegel“ dazu. „Wir sollten weitreichende Maßnahmen ermöglichen, für den Fall, dass sie im Herbst gebraucht werden. Testpflichten oder Kontaktbeschränkungen gehören dazu. Die Regierung muss ihrer Verantwortung zur Vorsorge nachkommen, und die FDP darf das nicht weiter aufhalten.“ Auch der Grünen-Abgeordnete Anton Hofreiter mahnte zur Vorsicht.

„Wir brauchen eine starke Impfkampagne, und wir müssen schnell ein Infektionsschutzgesetz verabschieden, damit die Zahlen im Herbst nicht durch die Decke gehen.“ Um einen besseren Überblick der Pandemie zu erhalten, „sollten Schnelltests im Herbst wieder kostenlos sein“, forderte Hofreiter. Derzeit verhandeln Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) die Details für das nächste Infektionsschutzgesetz.

„Die Länder brauchen eine solide Rechtsgrundlage, um auf die unberechenbaren Dynamiken reagieren zu können“, sagte Lauterbach dem „Spiegel“. Minimalinvasive Instrumente reichten nicht aus.

Lauterbach schaltet also wie zu erwarten war, weiterhin auf stur, bleibt unbelehrbar. Und so schlittern wir in den dritten Corona-Winter, ohne, dass sich etwas geändert hat. Und wenn dieser Typ nicht bald von der politischen Bühne verschwindet, wird auch das Virus nicht verschwinden. (Mit Material von dts)

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