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Blamierte „Experten nichttraditioneller Beziehungen“

Die wohlstandsbesoffenen Kreise des Westens samt ihren zahllosen Ideologen und Genderspezialisten bekommen gerade eine harte Lektion erteilt: Ohne ausreichende Energie geht überhaupt nichts. Keine Dienstleistungsgesellschaft, keine florierende Finanzwirtschaft, keine postmaterielle grüne Idylle. Die Beschaffung von Energie und Rohstoffen als Basis für all die schönen Konsumartikel, das war bislang Sache eines unattraktiven Handels mit gering geschätzten Staaten wie zum Beispiel Russland, arrogant geschmäht als „Obervolta mit Atomwaffen“.

Von Wolfgang Hübner

Doch nun zeigt sich, dass das so industriemächtige Deutschland ohne Gas aus Russland in akute Atemnot gerät, dass sogar die polnischen Kriegstreiber in Warschau ohne billige Kohle aus Russland nun den Winter mit Kohle aus Indonesien und Kolumbien überbrücken müssen, wenn es keinen Volksaufstand geben soll.

Der russische Präsident Putin hat dazu einen treffenden Kommentar gegeben: „Sie sind große Experten auf dem Gebiet der nicht-traditionellen Beziehungen, also haben sie sich auch im Energiebereich entschieden, auf nicht-traditionelle Energiearten zu setzen.“ Diese ironische Bemerkung zielt besonders auf Deutschland, dessen Mächtige in Politik und Wirtschaft bislang besonders schlau sein wollten: Trotz großmäuliger „Energiewende“ billige Energie aus Russland und militärischer „Schutz“ von USA-NATO. Nun muss der europäische Schlaumeier seine Lektion lernen und verkraften: Billige Energie gab (und gibt!) es aus Russland trotz der Mitgliedschaft im feindlichen Bündnis. Doch die „Freundschaft“ von USA und NATO gibt es nur mit der Bereitschaft zur Feinderklärung Russlands.

Da die Berliner Vasallen in der Bundesregierung und im Bundestag in extrem selbstschädigender Weise dazu bereit waren und sind, haben sie nicht den geringsten Grund, geschweige denn das Recht, Moskau der Energieerpressung anzuklagen. Sie haben bislang sogar das unverdiente Glück, noch immer Gas und Öl aus dem Osten geliefert zu bekommen.

Weil das aber wohl nicht ausreichen wird, will nun die von einer deutschen Transatlantikerin der schlimmsten Sorte geführte EU die Zwangsbewirtschaftung von Energie einführen. Das ist nicht nur eine neuerliche Machtanmaßung der von keinem EU-Volk gewählten Brüsseler Autokraten, sondern auch der ultimative Beweis, wie sehr sich der Wertewesten bei der Sanktionsorgie gegen Russland verhoben hat. Ausbaden, Erleiden und teuer bezahlen müssen diesen Wahnsinn die Völker, die Deutschen vorneweg.

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