Vorbild Bayreuth!

Den Besuch in Bayreuth hatte sich der grüne Wirtschaftsminister Robert Habeck gewiss so vorgestellt: Als Promi mit Freikarten die Wagner-Festspiele besuchen und das zu verbinden mit einem großmütig gewährten öffentlichen „Bürgergespräch“ auf dem Schlossvorplatz vor geneigtem Publikum.

Von Wolfgang Hübner

Denn schließlich soll der beste Märchenerzähler im Ampelkabinett laut Umfragen ungeheuer beliebt sein, da gönnt man sich zwischen zwei Vorstellungen im Festspielhaus gerne auch mal ein Bad in jener Volksmenge, die sich die Karten für den Musiktempel auf dem Grünen Hügel nun weniger denn je leisten kann.

Aber mit dem Lümmel Volk und öffentlichen Auftritten gibt es halt noch immer eine Schwierigkeit in Deutschland: Denn das Bekunden von Protest mit Rufen und Plakaten gegen solche Lieblinge der veröffentlichten Meinung wie Habeck ist in Deutschland noch immer nicht verboten. Und deshalb geriet der Ministerauftritt ziemlich daneben.

Selbst die dem grünen Superstar geneigtesten Medien konnten oder mussten von den lautstarken Missfallenskundgebungen kritischer Oberfranken (Video oben) bei diesem Auftritt berichten. Natürlich versehen mit dem Hinweis, es habe sich dabei um eine verschwindende Minderheit gehandelt, sei also, so ist dieser Hinweis zu werten, nicht weiter ernst zu nehmen, allerdings lästig und unerwünscht.

Es ist immer geradezu belustigend, wenn Medien, die voller Liebdienerei gegenüber auch der allerkleinsten systemkonformen Minderheit sind, sich an Minderheiten stören, die systemkritisch sind. Dabei weiß inzwischen jeder aufmerksame Zeitgenosse, dass und wie sehr Minderheiten Politik, Kultur und die gesamte deutsche Gesellschaft seit Jahren bestimmen – vorausgesetzt es sind die „Richtigen“. In Bayreuth haben sich aus dieser Sicht die „Falschen“ bemerkbar gemacht. Aus meiner wenig repräsentativen Sicht ist das allerdings sehr gut so. Überall nämlich, wo sich die Mitglieder dieser schädlichsten Bundesregierung seit 1949 in die Öffentlichkeit wagen, sollte ihnen solcher Empfang gewiss sein.

Und möge sich niemand daran stören, es sei ja nur eine Minderheit, die sich so äußere. Erstens ist das mit Blick auf den kommenden Herbst und Winter keineswegs sicher, zweitens aber sollte klar sein: Es sind immer nur aktive Minderheiten, die etwas bewegen und oft auch Verhältnisse verändern können. Die Grünen sind übrigens das Paradebeispiel dafür, wie viel Macht eine Minderheit erringen kann.

Die Lehre aus Bayreuth kann in ganz Deutschland nur lauten: Macht den Kriegstreibern und Volksabzockern der Berliner politischen Klasse in jeder Stadt, jedem Ort Deutschlands mit den gebotenen Mitteln demonstrativ deutlich, was die Minderheit der Deutschen, die dieses schöne Land nicht untergehen lassen will, denkt und bewegt!

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