Irgendeinen Job findet sich für die Alten immer! (Foto: Eo naya/Shutterstock)

Debatte um Rente mit 70 nimmt weiter Fahrt auf

Berlin – Während sich in unseren Nachbarländern die meisten Bürger spätestens mit 65 zur Ruhe setzen dürfen, geht in Deutschland die Debatte um die Rente mit 70 weiter, und jetzt wagen sich auch manche Experten aus der Deckung, die den Vorschlag begrüßen. Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer zeigt sich offen für ein späteres Renteneintrittsalter. „Um die Rente auch in Zukunft zu sichern, gibt es drei Stellschrauben: Renteneintrittsalter, Beitragshöhe und Rentenhöhe. Man wird nicht umhinkommen, an allen drei Schrauben zu drehen, wenn wir die künftigen Generationen nicht überlasten wollen“, sagte Schnitzer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben).

Das Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung forderte zudem eine Flexibilisierung der Wochenarbeitszeit. „Manche möchten mehr verdienen und sind bereit, dafür länger zu arbeiten. Andere wollen eher etwas weniger arbeiten. In Zeiten des Fachkräftemangels sollte man Konzepte finden, die es ermöglichen, möglichst viele in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, sagte Schnitzer. Auch der Wirtschaftswissenschaftler Bernd Raffelhüschen zeigt Sympathien für eine Rente mit 70. „Der Vorschlag ist richtig und wichtig: Denn er hilft gegen Altersarmut und entlastet zudem die Rentenkasse, die vor dem Kollaps steht“, sagte er der „Bild“.

Hamburgs FDP-Landesvorsitzender Michael Kruse, der für die Liberalen im Bundestag sitzt, setzte sich unterdessen für ein „flexibles Rentenalter“ ein. Kruse betonte, der Renteneintritt sei „eine private Entscheidung“ und „sollte nicht länger vom Staat vorgegeben werden“. Darum spreche er sich „für ein flexibles Renteneintrittsalter“ aus.

Kruse sagte der „Bild“: „Wir müssen jetzt für mehr qualifizierte Zuwanderung sorgen. Je mehr Menschen zu uns kommen und hier arbeiten, desto niedriger ist das Renteneintrittsalter.“

In Wirklichkeit geht es um etwas ganz anderes: Für immer weniger Bürger lohnt es sich überhaupt noch, zu arbeiten. Der Staat raubt einem über 50 Prozent des schwer verdienten Geldes, um es denen zu schenken, die nicht arbeiten wollen, weil es sich eben nicht mehr lohnt. Und dieser Teufelskreislauf darf auf keinen Fall durchbrochen werden, weil dann eine immer größere Wählerschicht nicht mehr mitspielt. Also müssen diejenigen, die sich noch für die anderen den Buckel krumm schuften, noch länger arbeiten, damit das Sozialsystem nicht zusammenbricht.

Derweil lockt diese Regierung mit ihrem „Bürgergeld“ immer mehr „Hängematten-Heinis“ ins Land. Und irgendwann hängt bald jeder seinen Job an den rostigen Nagel. (Mit Material von dts)

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