Erdingers Absacker; Bild: Collage
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Erdingers Absacker: Die schönsten Stilblüten deutscher Betroffenheitsjournalisten

Inzwischen gehen sie einem nicht mehr gelegentlich, sondern permanent auf den Sack: Die deutschen Gefühls- & Betroffenheitsjournalisten mit ihrem sagenhaften Verständnis für diejenigen, die „noch nicht so weit“ sind. Gebe der Herr, daß ein paar Zerebralrenitente mit genügend geistiger Widerstandskraft übrig bleiben, um es dieser unverschämten Saubande mit der Neunschwänzigen heimzuzahlen, wenn ihr geschissenes Viertes Reich zusammengebrochen ist.

Ich habe es neulich schon einmal kurz angerissen: In „Psychologie Heute“ gab es ein Interview mit der britischen Psychoanalytikerin Sally Weintrobe, das so dermaßen daneben ist, daß man ihr selbst am liebsten eine Psychotherapie empfehlen würde, wenn man nicht wüsste, daß sie eine solche Empfehlung niemals annehmen kann. Frau Sally Weintrobe würde nämlich, krank im Kopf, wie sie ist, sofort mit einer Analyse desjenigen beginnen, der ihr gegenüber eine solche Empfehlung ausspricht. Trotzdem: Dieses Interview ist zu schade, um es nur kurz anzureißen.

Ihr Nullchecker

Wie kann es sein, daß ihr nicht mitbekommt, was hier passiert?„, steht als Schlagzeile über diesem sensationellen Interview. Frau Sally Weintrobe scheint fest davon überzeugt zu sein, daß es andere sind, die nicht mitbekommen, was passiert, keinesfalls aber sie selbst. Sie bekommt natürlich alles mit. Im Teaser heißt es dann: „Die britische Psychoanalytikerin Sally Weintrobe sieht unsere Kultur als Motor für unseren achtlosen Umgang mit dem Klima – und uns selbst.“ Einfühlsam befragt wurde die Psychoanalysa von der Insel von Frau Eva-Maria Träger für „Psychologie Heute“. Meine Fresse – da haben sich zwei Grazien der Geisteskraft gefunden.

Frau Eva-Maria Trager frägt … Träger fragt: „Frau Weintrobe, wenn ich über das Thema Klimawandel nachdenke, fühle ich mich gefangen und überwältigt. Wir müssten so dringlich so viel ändern und tun es oftmals doch nicht. Wie gehen Sie persönlich mit diesem Zwiespalt um?“ – Bevor nun die Frau Sally Weintrobe antwortet, antworte erst einmal ich.

Also, Frau Träger, es mir völlig wurscht, wie Sie sich fühlen, wenn Sie über den Klimawandel nachdenken. Das ist deswegen so, weil ich nicht einschätzen kann, wie gut Sie im Nachdenken sind und was Sie über den Klimawandel überhaupt wissen. Wenn Sie den Schmarrn glauben, mit dem der Masse landauf-landab wegen der „Menschengemachtheit des Klimawandels“ permanent und pentrant das Gehirn gewaschen wird, dann wissen Sie zu wenig über den Klimawandel, als daß Sie überhaupt darüber nachdenken sollten. Dennoch: Wie kommen Sie auf das schmale Brett, daß „wir doch so viel ändern“ müssten, nur, weil Sie sich „gefangen und überwältigt“ fühlen? Meinen Sie nicht, daß Sie da ein bißchen unverschämt sind? Ihre Gefühle sind Ihre, nicht die „unseren“. Weswegen „wir“ überhaupt nichts machen, damit Sie sich nicht „gefangen und überwältigt“ fühlen. – Aber gut. Ich war nicht gefragt. Frau Sally Weintrobe ist gefragt worden. Was soll die Frau Eva-Maria Träger also tun, um sich nicht länger „gefangen und überwältigt“ zu fühlen, wenn Sie über den Klimawandel nachdenkt?

Frau Sally Weintrobe: „Ich fühle mich manchmal auch überwältigt. Wenn man die Nachrichten verfolgt, kann das sehr aufwühlend sein, und in mir löst das alle möglichen, schwer zu verarbeitenden Gefühle aus. Ich spreche viel mit anderen Menschen, um damit zurechtzukommen. Manchmal lasse ich die Überwältigung auch einfach zu – dann geht es meistens vorüber.“ – Jessers. Hoffentlich fallen „die Nachrichten“ keinem Verfolungswahn anheim, wenn sie von der britischen Psychoanalysa verfolgt werden. „Die Nachrichten“ – es gibt nur eine Sorte für Frau Sally Weintrobe. Und von genau der Sorte verfolgt sie alle. Das ist wie mit den „die Menschen“. Von denen gibt es auch nur eine einzige Sorte: „Die Menschen“ eben. Verfolgen „die Menschen die Nachrichten“? Oder verfolgen doch eher „die Nachrichten die Menschen“, und zwar solche wie die Frau Eva-Maria Träger und die Frau Sally Weintrobe? – Wie meinen? – „Hä?“ – „Ja, genau, hä.“ Nochmal: Verfolgen die Nachrichtenproduzenten vielleicht „die Menschen“? – „Ah, Sie verstehen die Frage nicht.“ Da wird die Frau Sally Weintrobe die Überwältigung wohl zulassen müssen und mit vielen anderen „die Menschen“ sprechen müssen, damit die Überwältigung meistens vorüber geht. Good luck, Mrs. Sally.

Vor meinem inneren Auge sind die beiden Gefühlsschwestern zu Interviewzwecken schon enger aneinander gerückt. Die folgende Frage hat Frau Eva-Maria Träger der Frau Sally Weintrobe schon fast zärtlich ins Ohr geflüstert, um sie nicht übermäßig zu überwältigen.

Vorsicht Überwältigung!

Frau Eva-Maria Träger fragt für „Psychologie Heute“: „Warum fällt es vielen von uns so schwer, sich mit dem Thema Klimawandel auseinanderzusetzen?“ – Wer ist „viele von uns“? Ich habe nichts mit eurem „Wir“ zu tun! Aber es gibt eine Vielzahl von „die Menschen“, die sich mit dem Klimawandel fertig auseinandergesetzt haben. Die sind einfach durch mit dem Thema. Weil sie inzwischen wissen, warum „Klimawandel“ in „die Nachrichten“ für „die Menschen“ zum Dauerthema gemacht worden ist: Nicht wegen des Klimawandels, sondern wegen seiner angeblichen Menschengemachtheit! Auf die „Menschengemachtheit“ sind sie scharf, die „Nachrichtenmacher“ für „die Menschen“. Weil ein Klimawandel, der nicht menschengemacht wäre, sich nicht ausnutzen lassen würde für eine gesellschaftspolitische Agenda. Es ist diesen „Nachrichtenmachern“ völlig egal, ob sich der Klimawandel beeinflussen läßt oder nicht, so lange sich die „die Menschen“ über den Schnack von seiner Menschengemachtheit ändern lassen. Darum geht es ihnen, nicht um den Klimawandel! – Aber gut, ich war schon wieder nicht gefragt worden. Die Frage geht also weiter an die Frau Psychoanalysa. Warum fehlt es irgendwem, der „viele von uns“ sein soll, „so schwer, sich mit dem Thema Klimawandel auseinanderzusetzen“?

Frau Sally Weintrobe: „Ein natürlicher Impuls ist einfach, sich davon abzuwenden – weil das Thema so beängstigend und lebensbedrohlich ist. Wenn wir erkennen, wie stark unser Klima jetzt beschädigt ist und wie sehr wir mit unserer gegenwärtigen Art zu leben dazu beitragen, ist es absolut gesund und normal, sich tieftraurig zu fühlen, wütend und schuldig. Wie konnten wir nicht bemerken, was passiert? Wer möchte schon mit so viel Verunsicherung leben? Ich glaube, das ist das wahre Problem mit dieser Situation: Dass wir in einer culture of uncare leben, einer Kultur, die Achtlosigkeit vorantreibt und die uns nicht dabei unterstützt, uns der Realität zu stellen; die nicht reagiert auf den Klimawandel.“ – Waah! Waaah! Waaaah! – wenn „wir“. Mal ganz unklimawandlerisch gefragt, Psychoanalysa von der Church of English Climate: Warum verzettelst du dich eigentlich völlig unproduktiv in psychologische Einzelanalysen, wenn du doch über das „wir“ ein für allemal alle „die Menschen“ analysieren könntest, die offenbar „wir“ sind? – Nein, es ist nicht „gesund und normal, sich tieftraurig zu fühlen, wütend und schuldig“, sondern das ist geisteskrank. Geisteskrank ist nicht „gesund“. Und erzähle mir nichts von meiner Weigerung, mich der Realität zu stellen. Du weigerst dich, dich der Realität zu stellen, nicht „wir“ oder ich. Der Klimawandel ist, was er ist. Und er ist heute so wenig menschengemacht wie eh und je.

Das kann jeder wissen, der sich ausführlich – so wie ich – mit dem permanenten und penetranten Klimaterror der „Nachrichten- & Politikmacher“ einerseits und der Erdgeschichte samt Klimaforschung andererseits beschäftigt hat, und so zu einem abschließenden Ergebnis gekommen ist. Da gibt es nichts mehr zu diskutieren, ob euch gefühlsgeilen Klimamasos das gefällt oder nicht. Der Klimawandel ist nicht vom Menschen steuerbar, weder in die eine noch in die andere Richtung! Und wer einigermaßen helle in der Birne ist, der kennt eure kulturmarxistische Gesamtagenda und sieht, wie perfekt euch die angebliche Menschengemachtheit des Klimawandels als Detailnarrativ ins Konzept passt. Und daß die „anthropogenen Ursachen“ deswegen auch dogmatisch ins allgemeine Bewußtsein implantiert werden sollen im Wege einer permanenten Gehirnwäsche. Das sieht er auch. Außerdem „Kultur“: Es gab deutlich günstigere Zeiten als die heutigen, um sich über Kultur zu unterhalten. Heutzutage ist wieder „Voodoo“ und Hexenjagd, totale Kultur-Regression. Und was soll das überhaupt heißen: “ … Kultur, die nicht reagiert auf den Klimawandel“? Bist du blind, oder was? Diese „Kultur“ reagiert absolut auf den Klimawandel! Und wie! Und vor allem wie hysterisch und faktenbefreit, rein gefühlsgesteuert. Es ist mir völlig wumpe, was du für wahr halten willst und was nicht. Behalt’s einfach für dich! „.. reagiert nicht auf den Klimawandel“ – geht’s überhaupt noch? Diese „Kultur“ reagiert kaum noch auf etwas anderes! – Das allerdings ist auch der Frau Eva-Maria Träger aufgefallen.

Kennt kaum jemand: Klimawandel

Frau Eva-Maria Träger fragt deshalb: „Wie meinen Sie das? Der Klimawandel ist ja durchaus ein Thema.“ – und? Will jemand Wetten darauf abschließen, daß die Psychoanalysa von der Insel darauf eine Antwort gibt? – Verloren! Die denkt gar nicht daran, zu konzedieren, daß der Klimawandel durchaus ein Thema ist, sondern fängt wieder mit demselben Seich wie vorher an. Wie war das also gemeint, daß der Kimawandel angeblich kein Thema ist?

Frau Sally Weintrobe: „Wir leben in einer auf Konsum ausgerichteten Gesellschaft, in der wir unangenehme Gefühle wie die Angst, die Schuld, die Scham, nicht empfinden, sondern einfach einen schönen Tag haben und ignorieren sollen, was wirklich los ist. Das macht die Klimakrise in der Realität immer schlimmer. Tief drinnen bleiben wir trotzdem sehr besorgt, sodass wir uns, sobald wir nur kurz über den Klimawandel nachdenken, sofort überwältigt fühlen„. – Alter Schwede. Die Psychoanalysa ist absolut gefangen in ihrer Wahnidee von ihrer und aller anderen „die Menschen“ Gefangenheit und Überwältigung. Die hat schwer einen an der Murmel. Gefragt worden war, wie sie zu der Behauptung kommt, die Kultur reagiere nicht auf den Klimawandel. Da hätte sie ja beispielsweise antworten können, daß im Fernsehen und in den Zeitungen nie etwas über den Klimawandel gesendet und gedruckt wird, auch wenn die Antwort grotesk gewesen wäre. Immerhin wäre das eine Antwort auf die Frage gewesen. Außerdem verdrängt niemand die Angst, auch wenn es eine ganz andere Angst ist, die Angst nämlich, daß dieses gefühlig-subjektivistische, verlogene, intellektuell absolut unterirdische und selbstreferentielle, östrogenale Emotionalgeschiss in Angelegenheiten, die rational zu beleuchten wären, niemals mehr an sein Ende kommt. Allmählich stellen sich Schuldgefühle dafür ein, daß man sich das schon so lange überhaupt hat bieten lassen. Und Scham stellt sich ein, wenn man bemerkt, wie dieser westlich-kulturmarxistische Emotionalschrott durchgeknallter Weibsenpsychen in anderen Weltgegenden wahlweise belächelt oder gehasst wird.

Schuldangstscham

Jeden Tag fürchtet man, daß man keine Antwort hätte, die einem gefällt, sollte einen jemand fragen, ob man ein Idee hat, warum die Moslems solche gräßlichen Frauenunterdrücker sind. Weil man fürchtet, die wahre Antwort könnte sein, daß sie gar keine Frauenunterdrücker sind, sondern einfach nur traurige Realisten in genau dieser Frage. Und wenn wir schon in einer „auf Konsum ausgerichteten Gesellschaft“ leben, was ja nun kein Alleinstellungsmerkaml der westlichen Welt ist, da Handel & Wandel auf der ganzen Welt betrieben werden: Ist es wirklich das, was wahr ist? Konsum? Oder ist es doch eher die Gier? Ich meine, es wäre die Gier das Übel, nicht der Konsum. Und wenn ich mir dann überlege, daß es Frauenzeitschriften sind, in denen auf Seite 3 steht, welcher steinalte Milliardär sich welche 20-jährige Grazie „geangelt“ hat – auch wenn es natürlich andersherum gewesen ist -, auf Seite 23 das Rezept für Streuselkuchen mit Sahne steht, auf Seite 39 die Werbung für Abführmittel, auf Seite 40 die schönsten Schuhe des Jahres angepriesen werden – und welchen Aufwand Männer betreiben müssen, die auf der Balz sind, dann komme ich bei der Feststellung heraus, daß eine Frau Sally Weintrobe die allerletzte ist, von der ich mir erklären lasse, wir lebten „in einer Welt des Konsums“. 80 Prozent der Verkaufsfläche in Shopping-Malls richten sich mit ihrer Werbung an die weibliche Kundschaft. Und wenn hier jemand einen „schönen Tag“ haben wollte, dann waren es wohl die beiden Grazien Träger und Weintrobe bei ihrer saumäßig dämlichen Gefühlsorgie für „Psychologie Heute“ – so nach dem Motto: „Wir zwei Hübschen sind aber die gefühligsten Schlaumädels, die es auf der ganzen Welt gibt. – Oh ja, das sind wir, liebe Eva-Maria. Wenn es jemand blickt, dann wir zwei Hübschen.“ – Wahnsinn.

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