Foto: Dabarti CGI/Shutterstock

Nord Stream 2 ist nicht das einzige „Problem“

Nachdem die beiden Versager Scholz und Habeck auf ihrer Gas-Bettel-Tour in Kanada lediglich heiße Luft und unnützes CO² produziert haben, wird es immer enger für die „Energiewende-Regierung“. Nach Katar, Norwegen und den Niederlanden ist es die vierte Absage, Gas bzw. LNG geliefert zu bekommen. Wenn man sich allerdings ein wenig mit dem Thema beschäftigt, wird immer offensichtlicher, daß die Gasknappheit nicht zufällig aufgetreten ist.

Von Thomas Schlawig

Da auf Druck aus den USA Nord Stream 2 nicht in Betrieb genommen wird, geschehen aber noch andere merkwürdige Dinge auf dem Gebiet Erdgas. Im Januar 2020 unterzeichneten Griechenland, Israel und Zypern in Athen ein Grundsatzabkommen über den Bau der Mittelmeer-Gas-Pipeline Eastmed. Ab dem Jahr 2025 sollte über die 1900 Kilometer lange Unterwasser-Pipeline Erdgas nach Westeuropa geliefert werden.  Italien sollte Hauptabnehmer sein und etliche Staaten Südosteuropas sollten in den Genuss verbilligter Erdgas-Lieferungen kommen. Sollten.

euractiv.de meldete nämlich am 10.01.2022, also zwei Jahre später: „Die Vereinigten Staaten unterstützen den Bau der EastMed-Gaspipeline nicht mehr, da sich das Interesse Washingtons nun auf erneuerbare Energiequellen verlagert, heißt es in einer Erklärung des amerikanischen Außenministeriums. Griechischen Medien zufolge profitiert die Türkei von diesem Schritt“.

mena-watch.com schrieb am 03.03.2022: „Auch einen angeblichen Mangel an wirtschaftlicher und kommerzieller Tragfähigkeit führte die Biden-Administration als Grund für ihre plötzliche Ablehnung des Projekts an, obwohl eine von der Europäischen Union finanzierte Studie[1] aus dem Jahr 2019 bestätigt, dass das EastMed-Projekt technisch machbar, wirtschaftlich tragfähig und kommerziell wettbewerbsfähig ist“.

Und bei bundestag.de war am 10.06.2022 zu lesen: „Die Bundesregierung begrüßt jedes Projekt, das zur Diversifizierung der Gaslieferungen für Europa und zur Verringerung der Abhängigkeit von russischen Erdgaslieferungen beitragen kann. Nach Auffassung der Bundesregierung kann die geplante EastMed-Pipeline aber kurz- und mittelfristig nicht zur Lösung der akuten Situation, in der es insbesondere um die Winter 2022/2023 und 2023/2024 geht, beitragen. Es gebe daher keine Absicht, das Projekt EastMed-Pipeline direkt zu unterstützen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (20/2099) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (20/1689) zur Eastern Mediterranean Pipeline im Mittelmeer hervor. Die Pipeline soll Erdgas von Israel und Zypern über Griechenland nach Europa liefern. Das EastMed-Projekt soll mit seinen 1.900 Kilometern Länge und teils bis zu drei Kilometern Tiefe die längste und tiefste (Teil-)Unterwasserpipeline der Welt werden. Sowohl wirtschaftlich als auch klimapolitisch gilt die EastMed zum Teil als umstritten“.

Das Gasfeld vor der Küste Zyperns ist aber bei weitem nicht das einzige Gasvorkommen in Griechenland. Vor der Süd- und Westküste Kretas und im Ionischen Meer liegen nachweislich gigantische Gasfelder. In der Sendung vom 11.07.2013 war der Börsenexperte Dirk Müller bei Markus Lanz[2] zu Gast und sprach über dieses Thema. Darin unterstellte der Propagandist Lanz entweder aus Dummheit, Unwissenheit oder Vorsatz Dirk Müller „finstere Mächte“ und „Verschwörungstheorien“ erfunden zu haben, welche Griechenland wissentlich und vorsätzlich in den Ruin treiben würden. Zudem bezweifelt er, daß es in und um Griechenland überhaupt diese Öl- und Gasvorkommen geben würde.

Antonis Foscolos, Elias Konofagos und Nikos Lygeros, Geologen an der Technischen Universität Kreta in einer Studie vom März 2012 mit dem Titel ““Cretan Gas Fields – A new perspective for Greece’s hydrocarbons”: „Die Kohlenwasserstoff-Lager südwestlich und südöstlich von Kreta sind riesig; wahrscheinlich größer als diejenigen in der Levante. Diese zuverlässigen Autoren gehen sogar soweit zu behaupten, dass sich innerhalb der griechischen 200-Meilen-Zone bis zu 51 Billionen Kubikmeter Gas befinden! Wenn Bruneton, Konofagos und Foscolos richtig liegen… und man nur die Hälfte davon als als förderbar annimmt, so sind das 25 Billionen Kubikmeter Gas zusätzlich zu den 10,8 Billionen aus der Levante, was den Energiebedarf Europas ab 2020 für weitere 120 Jahre decken könnte.”[3]

Dieselbe Quelle schreibt ebenfalls vor 10 Jahren: „Griechenland verfügt über Erdgasvorkommen, die nicht nur alle Energie-, sondern auch Finanzprobleme des Landes lösen können und internationale Investoren anlocken werden, heißt es in einem Bericht der Deutschen Bank.

Ihren Angaben zufolge beweist eine geologische Erkundung, dass der Abbau der Gasvorkommen südlich von Kreta der griechischen Wirtschaft Einnahmen in Höhe von 427 Milliarden Euro bzw. etwa 214 Milliarden Euro Reingewinn bringen würde, was 107 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmacht“.

derstandard.at schreibt am 22.08.2013: „Die Förderlizenzvergabe, ein Spiel aus Macht, Politik und Eigeninteressen. Der Russland-freundliche Karamanlis habe mit Gazprom angebandelt, während Papandreou den Amerikanern zugeneigt gewesen sei. Der in der Zeit der Destabilisierung Griechenlands 2008/09 ins Amt gehievte Ministerpräsident habe, so Müller, in einer seiner ersten Amtshandlungen die Fördergebiete der griechischen Erdöl- und Erdgasvorkommen an die private lokale Evrotechniki SA übertragen. Diese vergibt die Explorations- und Förderrechte, um die sich auch einige US-Firmen wie Halliburton bemühen. Überhaupt sieht Müller die Rolle der USA kritisch: „Die amerikanische Wirtschaft hängt davon ab, dass der Dollar die Leitwährung bleibt. 2008/2009 jedoch prognostizierten unter anderen der Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz und der damalige US-Notenbankchef Alan Greenspan, dass der Euro den Dollar in fünf bis zehn Jahren als Leitwährung ablösen würde.“ Gift für die amerikanische Verschuldungsmaschinerie. Öl bekommt man weltweit ausschließlich mit US-Dollars – ein Petrodollar-System. Die USA mussten die drohende Gefahr abwenden“.

Jetzt sind wir im Jahr 2022 und jeder kann sehen, wie es um den Dollar, die USA und deren Wirtschaft bestellt ist. Daß der Euro den Dollar ablösen wird, scheint äußerst fraglich. Ist es da ein Wunder, wenn durch die USA für den größten Konkurrenten, die EU, alle Ölquellen verstopft werden? Die USA sind politisch, wirtschaftlich und finanziell am Ende der Fahnenstange angekommen und immer verzweifelter und wütender werden die Versuche Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen. Im Moment sieht es danach aus, als würden sie Europa und vor allem Deutschland mit in den Abgrund reißen. Willige Helfer haben sie dafür bei den Grünen gefunden. Es wird sich zeigen, wie Herbst und Winter verlaufen werden. Es ist aber wohl anzunehmen, daß diese „Regierung“ das Jahresende nicht erleben wird. Danach braucht Deutschland einen kompletten Neubeginn – einen Reset – sonst wird dieses Land nicht überleben. Dazu gehören Friedensverträge mit den ehemaligen Kriegsgegnern und die Souveränität um sich endlich aus der Umklammerung durch die USA zu lösen. Es gibt keinen anderen Weg.

Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer sie aber kennt, und sie eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher    Galileo Galilei (1564-1642)

[1] https://ec.europa.eu/inea/sites/default/files/cefpub/summary_7.3.1-0025-elcy-s-m-15_final.pdf

[2] https://www.youtube.com/watch?v=2EqnZPzI9Rw&t=5s

[3] https://radio-kreta.de/deutsche-bank-griechen-sitzen-auf-gigantischen-gasvorraten/

 

 

Themen

AfD
Brisant
Corona
Deutschland
Gender
EU
Islam
Corona
Energie
Medienkritik
Aktuelles
Deutschland
Satire
Ukraine
Politik
Container (Bild: shutterstock.com/Von MOLPIX)
Wirtschaft