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Titanic-Kapitän Habeck: Sein Heizungs-Check kostet die Bürger Milliarden

Die Ideen des Kinderbuchautors Habeck sind vor allem eins – kaum umsetzbar und verdammt teuer. Geht es nach der Bundesregierung sollen in den kommenden zwei Jahren in „Wohn- und Nichtwohngebäude“ bis zu sieben Millionen Gasheizungen auf ihren Energieverbrauch überprüft werden. Nach Brancheneinschätzungen kostet das die Bürger fast 10 Milliarden Euro.

Am kommenden Freitag berät der Bundesrat über Robert Habecks neue Wunderland-Verordnung. Angesichts der selbst verursachten Gaskrise soll die „zweite Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung“ dafür sorgen, daß Bürger und Unternehmen weniger Gas zu verbrauchen.

In mindestens einer Million Wohn- und Nichtwohngebäuden sollen in den kommenden zwei Jahren alle Gaszentralheizungen einem generellen Check und einer Optimierung unterzogen werden. Durch die sogenannte Optimierung werde laut Welt der Druck in einer Heizungsanlage so eingestellt, dass sich die Wärme optimal verteilt. Es handelt sich um ein kompliziertes Verfahren, mit dem sich nun Millionen Hauseigentümer beschäftigen müssen: „Sollte der zweite Teil der Verordnung in Kraft treten, müssen nur für den Abgleich in den nächsten zwei Jahren für etwa sieben Millionen betroffene Wohneinheiten mindestens sieben Milliarden Euro investiert werden“, so die Rechnung des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen GdW, die der Welt vorliegt. Gibt der Bundesrat wie zu erwarten grünes Habeck-Licht tritt die „Zweite Verordnung“ bereits im Oktober in Kraft.

Doch es kommt noch dicker, denn bereits die „erste Verordnung“ des grün geführten Bundeswirtschaftsministeriums hat es in sich. Für sie hat Habecks „Millionen-Schleuder-Ministerium“ mindestens (!) weitere 2,7 Milliarden Euro Kosten veranschlagt. Sie beinhaltet einen etwas aufwendigeren Heizungscheck mit einer Überprüfung unter anderem von Temperatureinstellungen und soll mittelfristig für alle Gebäude mit mehr als sechs Wohnungen sowie für Nichtwohngebäude mit mehr als 1000 Quadratmeter Fläche gelten.

Wie bei seinem großen „Leuchtreklame-Aus“-Wurf übersteigen die Kosten die vom Ministerium erwartete Ersparnis bei Weitem: Zehn Milliarden Gesamtkosten stehen einer prognostizierten Gaskostenersparnis von 8,4 Milliarden Euro gegenüber. Robert Habeck scheint komplett den Überblick zu verlieren, rechnet sein Ressort zudem nur mit 2,8 Milliarden Euro Kosten für den hydraulischen Abgleich.

Bei Menschen mit Ahnung von dem was sie tun, schrillen mal wieder die Alarmglocken. Habecks Träumereien hält man in der Wirtschaft für vollkommen unrealistisch: „Der Aufwand für den Abgleich ist enorm: Sie benötigen Ingenieure und spezialisierte Heizungsmonteure, die jeden einzelnen Raum jeder einzelnen Wohnung begutachten“, erklärt die Hauptgeschäftsführerin des GdW, Ingeborg Esser gegenüber der Welt.

Hunderttausende Eigentümergemeinschaften stehen vor dem gleichen Problem, denn Mieter müssten informiert und der Zutritt zur Wohnung ermöglicht werden, weiß “, Corinna Kodim, Geschäftsführerin Energie beim Verband Haus & Grund. Müssten auch noch Ventile nachgerüstet werden, sei dies außerdem mit einer Außer- und Wiederinbetriebnahme der Heizungsanlage verbunden. Der Abgleich lohne sich eher dann, „wenn einzelne Räume nicht oder nicht richtig warm werden sowie beim Austausch des Wärmeerzeugers“, so die Expertin.

Die von der grünen Zwangs-und Verbotspartei angeführte Bundesregierung ist jedoch von ihrem Handeln fest überzeugt. Sie will Hauseigentümer trotz vervielfachter Energiepreise zum Sparen zwingen:  „Allein mit freiwilligen Maßnahmen und Selbstverpflichtungen zur Senkung der Energieverbräuche werden die kurzfristig notwendigen Einsparungen nicht realisiert“, heißt es in ihrer Verordnung.

Bisher sei zwar – noch – kein Bußgeld vorgesehen, doch nun können etwa (regierungstreue) Mieter ihre Vermieter bei Unterlassung verklagen.

Auch im Heizungshandwerk hält man den zeitaufwendigen hydraulischen Abgleich für ein Problem: „Die verordnete Nachfrage wird Kapazitäten im Handwerk binden, die gegebenenfalls dann an anderer Stelle nicht mehr zur Verfügung stehen“, so der Bereichsleiter Technik des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima Udo Wirges.

Das betrifft vor allem den Umstieg von fossilen Brennstoffen auf andere Energieträger: Ab Januar 2024 soll jede neu eingebaute Heizung zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden – so der Ampel-Plan. Für diesen Umstieg sind enorme Kapazitäten notwendig. Mit dem Druckabgleich in alten Anlagen „werden nun andere, sinnvollere Maßnahmen verhindert, was wichtiger wäre, denn damit machen wir uns schneller unabhängig von russischem Gas“ so GdW-Chefin Esser über die Pläne der bunten „Sie-wissen nicht was sie tun-Regierung“. (MS)

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