Schwerindustrie in Deutschland: Es war einmal... (Foto:Pixabay)

Die deutsche Stahlindustrie steht vor dem Zusammenbruch

Aufgrund der Strom- und Gaspreise ist die deutsche Industrie – vor allem die verbliebenen schwerindustriellen Schlüsselbranchen, die den absoluten Garant des Exports und damit Wirtschaftspotentials Deutschland ausmachten – vor dem ultimativen Kollaps. Dass Rot-Grün dieses Land noch schneller als Merkel in die Tonne treten würde, trotz oder – wie sich zeigt – auch gerade wegen der FDP, hätte sich wohl keiner träumen lassen. Die Ukraine-Krise kam da wie gerufen, um die „Energiewende“ zu forcieren. Da diese aber nie tragfähig war, folgt die Quittung nun viel schneller, als sie über andernfalls jahrelanges schleichendes Wandeln auf diesem Irrweg präsentiert worden wäre.

Vor allem die Stahlindustrie ist am Ende. Laut der Wirtschaftsvereinigung Stahl liegen die Mehrkosten der Stahlindustrie für Energie in diesem Jahr bereits bei über zehn Milliarden Euro. Der weltgrößte Stahlhersteller ArcelorMittal sah sich daher dazu gezwungen, sein Werk in Bremen stillzulegen – „bis auf Weiteres”, wie es heißt, womöglich aber auch für immer.

„Produktion ist nicht mehr wettbewerbsfähig“

„Die Produktion in Deutschland ist aktuell nicht mehr wettbewerbsfähig“, sagt der Deutschland-Chef von Arcelor-Mittal, Reiner Blaschek. Diese verheerende Entwicklung belegt ein vollständiges Versagen der „Ampel“ in der Industrie- und Energiepolitik. Während die deutschen Regierungsfraktionen und die per Rollentausch nach den letzten Wahlen in die Funktion der Service-Opposition gewechselte Union hierzu betreten schweigen oder insgeheim froh sind, die „Transformation“ und vollendete Tatsachen noch schneller geschaffen zu bekommen, ist objektiv nur noch die AfD willens, aus der Warte bürgerlicher Logik und Vernunft die Fehlentwicklungen klar zu benennen (die Linkspartei tut dies ebenfalls, aber aus einer nicht minder ideologisch einseitigen Warte).

So äußerte etwa der stellvertretende Vorsitzende sowie industrie- und energiepolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Gerd Mannes, zu der absolut bedrohlichen Lage: „Die deutsche Stahlindustrie wird wohl in wenigen Wochen vollständig stillliegen. Auf den Produktionsstopp beim Stahl wird voraussichtlich der Zusammenbruch weiterer Industriezweige folgen. Auch die Papier- und Glasindustrie sowie die unverzichtbare Düngemittelproduktion melden erste Produktionsstopps aufgrund gestiegener Energiepreise”.

Nur noch die AfD redet Klartext

Und auch der Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Stahl- und Metallverarbeitung, Christian Vietmeyer, warnt: „Wenn bis Weihnachten alles so bleibt, wie es derzeit ist ‚dann arbeitet keiner mehr in der Stahl- und Metallverarbeitung.‘ Die Konsequenzen für unseren Wirtschaftsstandort und für Millionen Arbeitsplätze sind verheerend.” Die Branchenvertreter fordern daher eindringlich ein sofortiges Umsteuern der Politik in der Energie- und Standortpolitik und unterstreichen damit die Forderungen der AfD.

Das bedeutet: Um die Energiepreise zu senken, ist ein sofortiger Wiedereinstieg in die günstigsten Energieträger wie Kohle und Kernenergie erforderlich. Vorhandene Reservekraftwerke müssen wieder in den regulären Netzbetrieb eingegliedert werden, um die aktuellen Engpässe in der Stromerzeugung auszugleichen. Nur dies würde eine sofortige Entlastung der Börsenstrompreise mit sich bringen und die Verstromung von teurem Erdgas reduzieren. Damit auch die Gaspreise schnell wieder auf ein normales Niveau zurückgehen, ist die sofortige Inbetriebnahme von Nord Stream 2 erforderlich. Weil aber nichts davon geschehen wird, ist das bittere Ende absehbar. (DM)

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Karl Lauterbach (Bild: shutterstock.com/Juergen Nowak)
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