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Bundesbank mit Target 2 unbeirrt auf Rekordkurs

Deutschland ist und bleibt allein mit Target 2 ein Land der Superlative. Weltmeistertitel gibt es nicht geschenkt. Die Bundesbank macht dabei keine Ausnahme und fährt per August 2022 einen satten neuen Rekord ein. Die Spardose der Bundesbank droht endgültig überzuquellen. Wir reden über die monatliche Auslandsposition der Bundesbank – Aktiva – übrige Kapitalanlagen – Bargeld und Einlagen. Hier speziell über die Nettoposition aus TARGET2. Gemeldet werden die Monatsdurchschnittswerte auf Basis von TARGET2 Geschäftstagen.

Die Forderungen der Bundesbank aus TARGET2 belaufen sich per 31. August 2022 auf 1.245.013.839.004,15 Euro, dabei betrug der Monatsdurchschnitt in dem Zeitraum 1.227.152.864.997,24 Euro. Kann man hier direkt nachlesen: TARGET2-Saldo … [Bundesbank]. Die Kurzform für Leute die Augenschmerzen von der Zahlenkolonne bekommen, lautet 1,2 Billionen Euro. Das ist ein stattliches Sümmchen und würde sich bei einem Zahlungsausfall (was auf lange Sicht immer wahrscheinlicher wird) zur aktuellen Staatsverschuldung von rund 2,4 Billionen Euro noch hinzuaddieren.

Bundesbank mit Target 2 unbeirrt auf Rekordkurs

Wenn die Bundesbank zocken geht …

Oder anders formuliert, das Auslandssparschweinchen ist seit 2008, in Verbindung mit der damaligen Bankenkrise (binnen 14 Jahren), bereits auf 50 Prozent der aktuellen Staatsschulden angewachsen, die immerhin mehr als 70 Jahre benötigt haben, um das erwähnte Niveau zu erreichen. Dabei wird der Bundesbank historisch nachgesagt dass sie sich nicht zockt und auch anderweitig nichts mit Glücksspiel am Hut hat. Aus heutiger Sicht muss man das bezweifeln. Bei der Liste neuer Casinos im Überblick fehlt die Bundesbank aber. Sicher auch nur, weil sie heute immer noch ungern damit in Verbindung gebracht wird. Die Entwicklung des Target 2 Saldos wird damit von Jahr zu Jahr volatiler und kommt damit zwangsläufig in den Bereich des Glücksspiels.

Vermutlich ist es der gute Ton den man gegenüber den lieben Nachbarn pflegen möchte und deshalb mit leicht gesenktem Blick einfach auf den Ausgleich dieser Positionen verzichtet. Das Instrument des Zahlungsausgleichs ist von Haus aus so konzipiert, dass der Saldo zu Ultimo stets gen Null tendieren sollte. Seit der Bankenkrise allerdings nur noch blanke Theorie. Allein Spanien und Italien gehören derzeit zu den Nutznießern, mit jeweils über 500 Milliarden Euro. Wer also genau hinschaut, der erkennt einmal mehr die Zahlmeisterfunktion Deutschlands.

Die versteckte Euro-Pleite

Früher einmal war es wirtschaftliches Basiswissen, dass man Volkswirtschaften mit stark abweichenden Leistungsfähigkeiten nicht unter einer Währung vereinen kann. Dank neuartiger, ein wenig sozialistisch anmutender Vorstellungen, soll das allerdings unter dem Euro kein Problem darstellen. Die Theorie ist insoweit zutreffend, dass dieses Spiel solange gespielt werden kann, wie sich ein Zahlmeister findet die fortlaufende Zeche zu deckeln. Diese Funktion hat Deutschland in Billionengröße übernommen.

Da noch kein offizielles Ende dieses Euro-Spiels bekannt ist dürfen wir uns auch in den kommenden Monaten und Jahren auf weitere Rekorde bei Target 2 freuen. Schade nur, dass nicht intensiver darüber berichtet wird. Und besonders schön wäre natürlich auch, wenn die übrigen Teilnehmerstaaten ab und an mal Euro-Lorbeer-Kranz für dieses deutsche Geld-Heldentum spendieren würden. Dies als sichtbares Zeichen der hart verdienten Würde. Aber davor ist vermutlich die Scham, die Zeche am Ende doch nicht zahlen zu können. Dafür wird man andere Mittel und Wege finden das zu kompensieren: Per Lastenausgleich • Stille Enteignung von Millionen Deutschen geplant. Es ist also nicht so, dass unserer Regierung die Ideen ausgehen würden irgendwie auch noch an das Eingemachte des kleinen Mannes zu kommen.

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