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Björn Höcke: Stichwort Ahrtal – die Regierung lässt die Bürger im Sturzregen stehen

Deutschland hilft gern – vor allem anderen Ländern, die in Not geraten. Im Ahrtal hingegen warten viele Bürger allerdings noch heute auf die ihnen versprochene schnelle, unbürokratische Hilfe: Vor etwas über einem Jahr starben 134 Menschen bei der größten Flutkatastrophe, die unser Land seit langem erlebt hatte. Viele Menschen wurden obdachlos, denn mit dem Wasser kamen auch Schlamm und Schadstoffe, die in die Wände ihrer Häuser eindrangen. Viele davon sind nicht mehr zu retten oder müssen aufwändig saniert werden – doch Versicherungen, Bund und Länder zahlen gar nicht oder nur zögerlich. Die in den Medien präsentierten Aufräumarbeiten dienen oft nur der optischen Verbesserung, stellen aber keinen Wohnraum zur Verfügung. 

Es geht hier nicht um eine Neiddebatte, sondern um Menschen, welche ohne eigenes Verschulden in Not geraten sind. Diese Not wurde benutzt, um die Debatte über den sogenannten »menschengemachten« Klimawandel anzuheizen, nicht aber, um über konkrete Fragen des Katastrophenschutzes und der Landschaftsgestaltung zu diskutieren. Ohne die vielen freiwilligen Helfer sähe die Lage noch schlimmer aus – und das wird den Opfern heute noch zum Vorwurf gemacht: Versicherungen zahlen nicht, weil die Hausbesitzer keine Profis bei den ersten notdürftigen Arbeiten eingesetzt haben. Wie diese Menschen von Bund und Land im Stich gelassen worden sind, ist ein Armutszeugnis für unser Land. Es ist nicht falsch, auch anderen Ländern im Katastrophenfall zu helfen, die eigenen Bürger aber zu vergessen und zu übergehen, ist nur noch beschämend.

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