Foto: Jens Stoltenberg (über dts Nachrichtenagentur)

Eskalation: NATO-Übung mit Atomwaffen

Brüssel – Irgendwie kommt einem das bekannt vor. Nur dieses Mal sitzen wohl eher unberechenbare Gestalten an den roten Knöpfen: Die NATO wird in der nächsten Woche ihre jährliche Übung „Steadfast Noon“ abhalten – bei der auch in diesem Jahr Atomwaffen eine Rolle spielen. Das sei eine Routineübung, die jedes Jahr stattfinde, betonte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Dienstag. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um entschlossen aufzutreten“, sagte er.

Man müsse klarmachen, dass die NATO alle Bündnispartner verteidigen werde und dass die nukleare Abschreckung „sicher und effektiv“ sei. Es sei ein falsches Signal, eine solche Routineübung wegen des Krieges nun abzusagen. Bei „Steadfast Noon“ üben die NATO-Luftstreitkräfte unter anderem den Transport von Atomwaffen vom Lagerplatz zum Waffensystem, ebenso das Anbringen an das Waffensystem, die Schärfung des Gefechtskopfes sowie den Einsatz und Abwurf.

Bezüglich des nuklearen Bedrohungspotenzials Russlands sagte Stoltenberg, man beobachte dies genau, könne aber weiterhin keinerlei Bewegung feststellen. Die jüngste Entwicklung des russischen Angriffs auf die Ukraine verurteilte der NATO-Generalsekretär.

Was muss eigentlich noch passieren, bevor man an den Verhandlungstisch zurückkehrt? (Wenn man überhaupt jemals an einem gesessen hätte). (Mit Material von dts)

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