Ihr lieben Kinderlein? Wer von Euch weiß nicht, ob er ein Junge oder Mädchen ist? (Symbolfoto: Studio Romantic/Shutterstock)

„Welcher Körper passt zu mir“: Portal vom grünen Familienministerium rät zu Pubertätsblockern

Die grüne Familien- und Jugendministerin Lisa Paus hat ein mächtiges neues Gender-Ei gelegt. Das vom Ministerium mit Millionen Euro geförderten „Regenbogenportal“ wendet sich an Kinder, die nicht wissen, ob sie künftig Männlein, Weiblein oder etwas anderes sein wollen und rät zu sogenannten Pubertätsblockern, um „Zeit zu gewinnen“. Von den gravierenden Nebenwirkungen dieser Medikamente ist keine Rede. 

„Bist du noch sehr jung? Und bist du noch nicht in der Pubertät? Dann kannst du Pubertäts-Blocker nehmen (…) So hast du mehr Zeit zum Nachdenken. Und du kannst in Ruhe überlegen: Welcher Körper passt zu mir?“, rät das Portal, das 2019 von der damaligen Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey vorgestellt wurde und als Informationsplattform für die“ LSBTIQ*-Community“ dienen soll. Mit offiziellem Logo und aus Steuergeldern finanziert – bis Ende 2020 floss  1 Million Euro in das Projekt – wendet sich das Regenbogenportal im Internet an Kinder, die „merken: Ich bin gar kein Mädchen. Oder: Ich bin gar kein Junge“.
Ein Hinweis auf die erheblichen Risiken, Nebenwirkungen und Folgen, vor denen Mediziner warnen, fehlt.

Auf Nachfrage der Bild-Zeitung, ob die verharmlosenden „Tipps“ der persönlichen Meinung der grünen Familien- und Jugendministerin Lisa Paus entsprechen, kommt lediglich die nichtssagenden Antwort, das Regenbogenportals arbeite „inhaltlich eigenständig“. Doch die Sache scheint dem Ministerium doch etwas heiß, am gestrigen Nachmittag wurde das Portal offline genommen. Die Website werde „derzeit inhaltlich angepasst“, heißt es seitens des Ministeriums. An einer „raschen Lösung“ werde gearbeitet. Das Ministerium windet sich und bestreitet Pubertätsblocker zu empfehlen. . Es handele sich lediglich um eine Anregung, sich „tiefergehend beraten zu lassen“.

Das hier Kindern einfach so Hormon-Präparate, die die Pubertät verhindern, nahe gebracht werden, hält der Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte für falsch: „Das sind sehr starke Mittel, in der Regel Hormone, die sich nicht nur auf die Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale auswirken, sondern das gesamte Wachstum beeinträchtigen können“, erklärt Dr. Jakob Maske gegenüber der Bild-Zeitung. „Man greift in den regulären Wachstumsrhythmus ein, was ein harter Einschnitt ist“, weiß der 54-Jährige.

Ist sich ein Kind nach genauer medizinischer Indikation durch den Arzt seiner „wahren Identität“ sicher, wird ihm als Pubertätsverhinderer das Medikament Leuprorelin gespritzt. Angewendet wird es in der Regel bei Mädchen unter neun Jahren und bei Jungen unter zehn Jahren. Damit wird Wachstum und Entwicklung der Kinder gebremst – nach spätestens drei Jahren soll die „Therapie“ beendet sein. Dann ist Schluß mit Nachdenken: Sobald man die Medikation absetzt, kommen die Kinder in die „gewünschte“ Pubertät.

Ex-CDU-Ministerin und Bundesvorstand Julia Klöckner gibt sich schon mal hochempört:“Pubertätsblocker sind ein großer und schwerwiegender Eingriff in die Entwicklung der Kinder. Es kann nicht sein, dass die Bundesregierung diese Medikamente empfiehlt wie Hustenbonbons!“, findet sie.

Bereits im Frühjahr dieses Jahres forderte der AfD-Bundestagsabgeordnete Mariana Harder-Kühnel die Bundesregierung auf, dem Regenbogenportal die Unterstützung zu entziehen und es vom Netz zu nehmen. Stein des Anstoßes war die Behauptung „weiße Menschen“ genössen gegenüber „Schwarzen“ und „People of Colour“ generell Vorteile. Als Beispiel für diese Behauptung wurde eine Besserstellung auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt angeführt. Auf Anfrage der AfD nach statistischen Belegen, redete sich das Bundesfamilienministerium auf die gleiche Art und Weise heraus, wir beim Thema Pubertätsblocker. Man habe mit „den Inhalten“ des im Sinne der Bundesregierung arbeitenden Portals nichts zu tun und bediene sich der Artikel von Redakteuren, die ‚ihre eigene Auffassung zu den Themen‘ äußerten.

Mariana Harder-Kühnel forderte die „Bundesfamilienministerin Lisa Paus auf, das Regenbogenportal umgehend vom Netz zu nehmen und zu überarbeiten. Es muss sichergestellt sein, dass der Staat die Bürger nicht bewusst fehlinformiert. Offizielle Kanäle der Bundesregierung sind nicht als Spielwiese für Minderheiten zu missbrauchen, sondern haben ausschließlich dem Allgemeinwohl zu dienen,“ bemerkte die 47-Jährige AfD-Politikerin und Rechtsanwältin schon im Mai. (MS)

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