Atombombenexplosion - Foto: Imago

Die Kriegsgefahr muss Vorrang bekommen!

Zwei äußerst beunruhigende Vorkommnisse in den letzten Tagen: Frankreichs Präsident Macron hat getwittert: „Wir wollen keinen Weltkrieg“. Und der gleiche Macron wird in angloamerikanischen Kreisen scharf dafür kritisiert, dass er einen Einsatz französischer Atomwaffen auf einen russischen Atomschlag in der Ukraine ablehnt.
Von Wolfgang Hübner
Warum twittert Macron das, warum redet er über Atomwaffen? Vermutlich nicht deshalb, weil er gerade keine Probleme in seinem rebellischen Land hat, sondern vermutlich deshalb, weil er mehr, sehr viel mehr darüber weiß, wie gefährlich die faktische NATO-Intervention und die möglichen russischen Reaktionen darauf für Europa sind.
In Deutschland wird die Gefahr eines zerstörerischen Krieges auf europäischen Schauplätzen, selbst in Kreise der politischen Rechten, weiterhin völlig unterschätzt. Offenbar glauben alle, von der Berliner Vasallenregierung, dem Medienkartell bis zum Volk mit Linken wie Rechten fest daran, es handle sich bei der Diskussion um den möglichen Einsatz von Atomwaffen nur um leere Drohungen der einen wieder anderen Seite. Das kann sich im wahrsten Sinne des Wortes als tödlicher Irrtum für viele Millionen herausstellen.
Wenn die Biden-USA nicht aufhört, die jetzige russische Führung in die Enge treiben zu wollen und versucht, das riesige russische Reich unter ihre politische und ökonomische Kontrolle zu bringen, ist ein massiver atomarer Gegenschlag Moskaus nicht auszuschließen. Dieser wird sich nicht gegen Städte und Regionen in den USA richten, jedenfalls nicht in der ersten Phase, sondern gegen diejenigen europäischen Staaten, die am engsten mit der USA verbunden sind und US-Stützpunkte beherbergen. Deutschland ist dann Ziel Nummer Eins.
Die jetzige Krise ist nicht zuletzt deswegen so brandgefährlich, weil sämtliche großen westlichen Staaten von schweren ökonomischen Problemen geplagt werden, die sich nach bisherigen Mustern nicht lösen lassen werden. Wer die eigenen Schwierigkeiten nicht mehr in den Griff zu bekommen glaubt, der nimmt oft Risiken in der Außenpolitik in Kauf. Das trifft in besonderer Weise auf die über jedes Maß verschuldete, um ihre Dollar-Herrschaft auf der Welt nicht grundlos bangende USA zu. Deren Angst, längerfristig gegenüber dem Rivalen China ins Hintertreffen zu geraten, kann Washington in militaristische Abenteuer treiben, die zumindest Deutschland in einen rauchenden Krater verwandeln würden. Das verhindern zu wollen, ist absolut vorrangig.

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