Putin (Bild: shutterstock.com/Frederic Legrand - COMEO)
Putin (Bild: shutterstock.com/Frederic Legrand - COMEO)

Alleinschuld-Propaganda der Grünen ist nicht neu

Wenn ich die Berichterstattung vom Parteitag der Grünen am Wochenende richtig verstanden habe, dann gibt es einen Alleinschuldigen an allen deutschen wie auch internationalen Problemen: Wladimir Putin. Und unschuldig wie am ersten Tag ihrer Gründung sind selbstverständlich nur: die Grünen. Soviel Primitivismus, Demagogie und Anmaßung müssten weit weniger Besorgnis hervorrufen, wenn das nicht die Partei wäre, ohne die derzeit mit Ausnahme einer neuen Koalition von Union und SPD oder der noch völlig unwahrscheinlichen Machtteilhabe der AfD keine Mehrheitsregierung in Deutschland gebildet werden könnte.
Von Wolfgang Hübner
Deshalb haben die Grünen ein erhebliches, von ihnen voll ausgenutztes und von den linksgrünen Systemmedien massiv unterstütztes Druck- und Erpressungspotential. Was die oft so demütige Erpressbarkeit anderer Parteien jedoch in keiner Weise entschuldigt. Und sie können sogar auf allen Kanälen und zu den besten Sendezeiten ungehemmt wie unbestraft Volksverhetzung betreiben. Denn nur so lässt sich das Propagandafeuerwerk vom Alleinschuldigen Putin charakterisieren.
Diese Dämonisierung kann auch nicht damit entschuldigt werden, dass der russische Präsident tatsächlich alles verkörpert, was die Grünen zutiefst hassen: Patriotismus, traditionelle Werte, Männlichkeit, Ideologieresistenz. Außerdem scheut er bekanntlich auch keine „unschönen Bilder“, und ist bestimmt kein so musterhafter Demokrat, wie ihn sich die Grünen von ihren jeweiligen Koalitionspartnern wünschen, damit er stets nach ihrem Willen spurt. Mit ihrer Verteufelung Putins befinden sich die Grünen in schlechtester Gesellschaft: Denn zwölf dunkle deutsche Jahre gab es schon einmal für fast alles eine böse Ursache und einen bösen Schuldigen – der Name der Religionsgruppe ist bekannt, das Großverbrechen an ihr auch.
Da die Grünen nach ihrem Verständnis aber hundertprozentig antifaschistisch sind, müssen sie sich auch nicht kritisch damit auseinandersetzen, in welch erschreckendem Maße ihre Ideologie dem Ungeist einer früheren deutschen Erfolgspartei ähnelt. Nämlich in Selbstgerechtigkeit, Selbstverherrlichung, Intoleranz, Unbelehrbarkeit, autoritärem Auftreten, Verachtung und skrupelloser Ausgrenzung von Andersdenkenden. Es wäre zur Not wohl denkbar, sich mit einer zeitweiligen Alleinherrschaft von CDU/CSU, SPD oder FDP abzufinden – aber mag man sich wirklich vorstellen, wie eine Alleinherrschaft der Grünen sich gestalten und auswirken würde?

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