Seniorin (Symbolbild: shutterstock.com/CameraCraft)

Senioren sollen Platz für Ukraine-Flüchtlinge machen und Treppen steigen

Das „Seniorenheim am Klostergarten“ nordwestlich von München hat noch Platz. Und der wird Anfang November mit Ukrainer aufgefüllt. 15 Bewohner , die bislang im Erdgeschoss der Einrichtung wohnten, müssen Platz machen und werde auf die oberen zwei Etagen verteilt. Verantwortlicher CSU-Politiker fordert: Jetzt müssen auch Pflegebedürftige für Flüchtlinge zusammenrücken. Beschlagnahmung von öffentlichen oder privaten Liegenschaften werden bereits geprüft.

„Stilvolle Altersresidenz in ruhiger Lage“. Damit wirbt das „Seniorenheim am Klostergarten“ in der Gemeinde Oberschweinbach, nordwestlich von München gelegen. Die Einrichtung hätte Platz für 137 Pflegebedürftige, doch derzeit stehen fast 60 Zimmer leer. Wie die Bildzeitung berichtet, wird sich das demnächst ändern. Denn: Ab dem 1. November ziehen 80 Flüchtlinge aus der Ukraine – rundumversorgt- ins Erdgeschoss der Anlage ein. Um Platz für die neuen Gäste zu schaffen, werden 15 Bewohner auf die oberen zwei Etagen verteilt. Zwei Seniorinnen mussten schon umziehen. Beide leben nun auf einem Flur mit Demenz-Kranken. „Es ist nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe“, so eine der beiden Damen. „Manchmal ist das ein Theater. Die Dementen schmeißen alles rum. Einer entblößt sich und pullert dahin. All solche Sachen…“, ist über das neue Wohnen in der „stilvollen Altersresidenz“ am Klostergarten in der Bildzeitung zu lesen.

Norbert Riepl, CSU-Bürgermeister der Gemeinde Oberschweinbach warnt indes vor Konflikten: „Es werden Leute einziehen mit ganz anderen Lebensgewohnheiten.“ Er erwarte „sehr viel Unruhe im Heim“. Sein Parteikollege, Landrat Thomas Karmasin bejammert: „Ich muss nahezu wöchentlich 50 Personen unterbringen, damit sie nicht erfrieren oder verhungern.“ Da bleibe „keine andere Chance“, als dass jetzt auch Pflegebedürftige für Flüchtlinge zusammenrücken.

Während nun bereits pflegebedürftige Senioren dazu gezwungen werden, Platz zu machen, um ukrainische Migranten aufzunehmen, strömen über die sperrangelweite Balkanroute immer mehr sogenannte „Flüchtlinge“ aus dem Nahen Osten und Nordafrika ebenfalls nach Deutschland.  Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass auch der Landkreis Fürstenfeldbruck durch die Massenmigration vor neue Herausforderungen gestellt werde. Die Kapazitäten im Landkreis seien „voraussichtlich bald erschöpft“, so die Warnung aus dem Landratsamt. Eine „Lösung“: Der Landrat Thomas Karmasin denkt über die Beschlagnahmung öffentlicher oder privater Liegenschaften für die Flüchtlingsunterbringung nach. Die Prüfungen seien bereits angelaufen. (SB)

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