RBB (Bild: shutterstock.com/gallofilm)

Wir müssen das finanzieren! RBB-Skandalaufarbeitung ist der blanke Hohn

Unsummen fließen mittlerweile in die angebliche „Aufarbeitung“ des RBB-Skandals. Tatsächlich wird jedoch nichts „aufgearbeitet“, sondern es werden Pfründe und Privilegien gesichert. Das ganze miese Schmierentheater muss nach wie vor der Beitragszahler mit seinen Zwangsgebühren finanzieren.

Der Aufschrei war groß. Die Beteuerung, alles tun zu wollen, um den Korruptions-und Selbstbereicherungsladen RBB auszumisten noch viel größer. Die Compliance-Beauftragte des RBB beauftragte mit dem Geld der Gebührenzahler die Hamburger Anwaltskanzlei Lutz/Abel mit der „Aufklärung“. Die Untersuchung soll bis Jahresende dauern. Pro Monat stellt die Kanzlei dem Sender – sprich dem Beitragszahler – rund  250.000  Euro in Rechnung. Der ganze Spaß wird sich auf mehr als eine Million Euro summieren.

Wirft man einen Blick in das angebliche Gutachten der beauftragten Kanzlei, zeigt sich, dass in dem superteuren Machwerk nichts, aber auch nichts Neue steht. Wie Gunnar Schupelius in seinem Artikel in der BZ zusammenfasst: Alles bereits bekannt:

Die ehemalige RRB-Chefin Schlesinger hat in Gutsherrenart private Abendessen geschmissen, die sie dann dem Sender in Rechnung stellte, ihr Ehemann, der ehemalige Spiegel-Schreiberling Gerhard Spörl reiste privat zum Sheriffs’ Ball nach London und rechnete dies als Dienstreise ab. Spörl wurde über den Aufsichtsratschef der Messe Berlin, Wolf-Dieter Wolf, der als Verwaltungsratsvorsitzender des RBB auch enge Kontakte zu Ehegattin Schlesinger pflegte, mit Aufträgen eingedeckt. Das extrem hohe Gehalt des RBB-Raffzahns Schlesinger, ihre Luxusdienstkarre und die enormen Zusatzzahlungen seien nicht rechtmäßig gewesen. Schlussendlich stellt die Kanzlei für 250.000 Euro im Monat fest, dass Schleßinger außerhalb der Kontrolle stand und fordern – ach wie neu! – ,dass der RBB seine Intendanz besser kontrollieren müsse. Also genau das, was von den ebenfalls superteuren Abgeordneten im Landtag von Brandenburg und im Berliner Abgeordnetenhaus schon gefordert wurde.

Die Frage, die sich nicht nur Schuppelius stellt: Hat die beauftragte Anwaltskanzlei für die Irrsinnssumme von einer Viertelmillion im Monat irgendetwas Neues herausgefunden, was die mit Zwangsgebühren finanzierte Rechtsabteilung des RBB selbst hätte nicht herausfinden können?

Die Feststellung, die nicht nur Schuppelius trifft: Das ist keine Aufarbeitung, das ist eine „Farce, eine Veralberung der Öffentlichkeit, frei nach dem Motto: Wir lassen untersuchen, ihr bezahlt, auch wenn nichts dabei herauskommt“. Und damit nicht genug.

Das Versprechen eines „Neuanfangs“ beim RBB ist schlicht und ergreifend eine groß angelegte Verarschung der Beitragszahler. Denn:

Das „Aufräumpersonal“ kommt aus dem Inneren des Misthaufens in Gestalt der Nachfolgeintendantin Katrin Vernau. Die Lady ist Funktionärin des WDR, war die rechte Hand von Intendant uns Spitzenverdiener Tom Buhrow, der von dem System wusste, mit dem Schlesinger sich selbst und ihr Gefolge bereicherte. Vernau ist, wie das ganze Selbstbereicherungspack weder unbefangen noch unabhängig und keinerlei Interesse daran, „auszuräumen“. Wie wenig diese Gestalten gewillt sind, nur den Anschein zu waren, zeigt, dass zum Vorsitzenden des RBB-Rundfunkrats, der die Intendanz kontrollieren soll, Ralf Roggenbuck bestellt wurde. Der wiederum gehört diesem Gremium schon seit 2019 an und wird keiner dieser Krähen die Augen auspicken.

„Nein, das ist keine Aufklärung, kein Neuanfang. Da sind Leute am Werk, die ihre Privilegien sichern wollen. Nur die Landesparlamente können dem Treiben ein Ende setzen, mit einem neuen Staatsvertrag für den RBB, der die Gehälter kürzt und die Verschwendung stoppt“, meint Schuppelius.

Viele Zwangsbeitragszahler sind der Meinung, dass der ganze Laden aufgelöst und eingestampft und die Verantwortlichen auf die Anklagebank gehören. (SB)

 

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