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Linke Führungskräfte gefeuert, Trump zurück? – Elon Musk ist Chief Twit“

Es ist soweit, Elon Musk ist nach monatelangem Gezerre „Chief Twit“. Laut US-Medien hat er Twitter übernommen. Erste Amtshandlung: Er feuert den Twitter-Chef und zwei weitere Führungskräfte.

Kurz vor Ablauf einer gerichtlich festgesetzen Frist wurde man sich doch noch einig. Offenbar blätterte Musk den ursprünglich vereinbarten Preis von 54,20 Dollar pro Aktie hin. Bis Freitag um 17 Uhr Ostküsten-Zeit (23 Uhr MESZ) muss die Transaktion erledigt sein, sonst landet der 44-Milliarden-Deal doch noch vor Gericht. Laut „Washington Post“ und „Wall Street Journal“ ist der 51 Jahre alte Tech-Milliardär bereits seit Donnerstag der Eigentümer von Twitter.

Noch am Freitag will Musk sich der Belegschaft persönlich vorstellen. Ein Ereignis, dem der bisherige Firmenchef Parag Agrawal und der Finanzchef Ned Segal nicht mehr beiwohnen können. Draußen sein sollen laut „Wall Street Journal“ auch die für den Kampf gegen „Hassrede und Fakenews“ zuständige Top-Managerin Vijaya Gadde und der Leiter der Rechtsabteilung General Councel Sean Edgett. Gerüchte, nach denen er vorhabe, zwei Drittel der Belegschaft ebenfalls auf die Straße zu setzen, soll Musk aber zurückgewiesen haben.

Alle vier entlassenen Führungskräfte seien aus der Firmenzentrale herausgeführt worden, berichtet die „Daily Mail“. Musk selbst marschierte freudestrahlend mit einem Porzellanwaschbecken in den Eingangsbereich der Twitter-Zentrale. Auf einem anderen Foto seines Twitter-Accounts steht er umringt von Mitarbeitern, die er „coole Leute“ nennt, offensichtlich gut gelaunt an der Kaffeebar des Unternehmens.

Monatelang tobte der Streit um die Kaufsumme für die bisher linkslastige Zensur-Plattform. Musk hatte unter Verweis auf angeblich falsche Angaben zur Zahl von Fake-Accounts bei Twitter versucht den Preis zu drücken, Twitter zerrte ihn dafür vor Gericht.

Als selbsternannter Absolutist der Meinungsfreiheit hat Elon Musk versprochen, die Moderation von Inhalten zugunsten der Meinungsfreiheit einzuschränken. Dieser Ansatz sorge jedoch laut Wall Street Journal für Verunsicherung  bei einigen Werbetreibenden, Politikern und Nutzern, die eine „moderiertere“ Plattform bevorzugen würden.

In einer Twitter-Nachricht an Werbetreibende gab Musk bekannt, er kaufe das Unternehmen, um „einen gemeinsamen digitalen Marktplatz zu haben, auf dem eine breite Palette von Überzeugungen auf gesunde Weise diskutiert werden könne. Twitter werde aber nicht „zu einer Höllenlandschaft werden, in der alles ohne Konsequenzen gesagt werden kann!“, wiegelte er ab.

Musk hatte bereits angekündigt, er würde den ehemaligen Präsidenten Donald Trump wieder auf die Plattform lassen. Twitter werde sich nicht „in irgendein rechtes Irrenhaus verwandeln“, so Musk. Ziel sei es „so umfassend wie möglich zu sein“. Donald Trump gratulierte Musk auf seiner Save America Plattform. Ihm sei mitgeteilt worden, daß sein Konto ab Montag wieder freigeschaltet werde, so Trump. „Wir werden sehen“, kommentierte Trump.(MS)

 

 

 

 

 

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