Massiver Schaden (Symbolbild: shutterstock.com/FOTOGRIN)

Massiver Schaden: Lithium-Ionen-Akku bei Test in Labor explodiert

In einer Industriehalle in Kaufbeuren ist ein Lithium-Ionen-Akku explodiert. Der Schaden ist immens. Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und THW. Der Gefahrenbereich wurde abgesperrt, Anwohner mussten Fenster und Türen geschlossen halten.

Welche Zerstörungskraft Lithium-Ionen-Akkus haben, wurde am Donnerstagnachmittag im Kaufbeurer Gründer- und Technologiepark Innova bei einem Testlauf in einer Industriehalle demonstriert, als solch eine Batterie für die Elektromobilität explodierte.

Eine Seitenwand der Halle wurde bei der Explosion Test komplett zerstört. Nachdem eine weitere Explosionsgefahr in den folgenden Stunden nicht ausgeschlossen werden konnte und es zudem zu immenser Rauchentwicklung nach der Batterie-Explosion kam, wurden die umliegenden Gewerbebetriebe geräumt und der Gefahrenbereich abgesperrt. Anwohner wurden über Rundfunkdurchsagen aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Fünf Beschäftigte und zwei Kunden, die sich in der Batterietest-Halle aufgehalten hatten wurden vorsorglich vom Rettungsdienst betreut.

Die Feuerwehr musste den explodierten Akku im Wasserbecken kühlen. Messungen der Einsatzkräfte ergaben, dass dieses Mal keine Giftstoffe in die Luft emittiert wurden.

Immer wieder geraten Lithium-Ionen-Akkus in Brand. Luxus-E-Mobile wie Teslas gehen in Flammen auf. So im Kreis Düren, als ein Elektroauto beim Laden völlig ausgebrannt, wobei das heftig wütende Feuer dann auch noch auf eine Garage übergesprungen war. Das  E-Wrack musste mit einem Krahn in einen, mit Wasser gefüllten Hochvoltcontainer über Tage hinweg abgekühlt werden. Bei der Deutschen Post brannten mehrere E-Transporter völlig aus. Da eines der Fahrzeuge nah einem Gebäude stand, zerbarsten durch die starke Hitzeentwicklung auch die Fensterscheiben des Hauses. Bei einem Tesla-Crash in den USA wurde eindrucksvoll demonstriert, wie gefährlich umherfliegende Batteriezellen von Elektroautos werden können. Der Fahrer eines Tesla Model 3 kollidierte mit einem Strommast. Beim Aufprall brachen die, in dem Elektroauto verbauten Akku-Packs, die einzelnen Batterien flogen als gefährlicher Hagel durch die Gegend. Manche der mehr als 7.000 zylindrischen Batteriezellen schossen dabei regelrecht durch Glasscheiben mitten in Wohnungen eines Wohnblocks hinein. Eine Batterie landete auf dem Schoß einer Anwohnerin, die in ihrem Wohnzimmer saß – eine andere Batterie auf einem Bett. Dieses geriet durch die große Hitze der Batteriezelle in Brand, das Bettzeug stand in Flammen. Ein weniger apokalyptisches Ausmaß erreichte der Brand zweier Elektroautos im saarländischen Hüttingweiler. Dort konnte die Feuerwehr gerade noch verhindern, dass der Brand auf das umliegende Gelände übergriff. Mutmaßlich fingen die Wagen beim Laden Feuer.

Ende Juni 2020 änderte sich das auf dramatische, auf grauenhafte Weise. Eine 19-Jährige starb vor den Augen ihrer Familie in den Flammen eines E-Audis. Wie die Bild-Zeitung damals berichtete, war die junge Frau mutmaßlich nach einem Streit in das Fahrzeug ihres Vaters gestiegen und mit überhöhter Geschwindigkeit in einer Allee in Potsdam gegen einen Baum gerast. Dabei entzündeten sich die Lithium-Akkumulatoren unter dem Sitz der Fahrerin. Die herbeieilenden Helfer konnten aufgrund der massiven Hitzentwicklung die Türen des Wagens nicht zu öffnen. Laut Darstellung der Zeitung war der Vater seiner Tochter nach dem Streit hinterhergefahren und musste hilflos den Verbrennungstod seines Kindes mit ansehen. Vor wenigen Tagen brannte auf der Autobahn A6 bei Roth ein Lithium-Ionen-Akkus auf einem Sattelschlepper.

Welches Zerstörungspotential mag erreicht werden, wenn ein Elektroauto in einem Tunnel oder in einer Tiefgarage anfängt zu brennen?

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