Auschwitz (Bild: shutterstock.com/edgar ortiz)

Linke Rosa-Luxemburg-Stiftung finanziert Holocaust-Relativierung

Die linke Rosa-Luxemburg-Stiftung finanzierte – mit dem Geld der deutschen Steuerzahler – eine Veranstaltung im Goethe-Institut Tel Aviv, bei der – ausgerechnet – oder absichtlich? – am Jahrestag der Reichspogromnacht, der Holocaust relativiert wurde. 

Links und unerträglich peinlich und pietätslos scheint ein Synonym zu sein. Eine gemeinsam vom Goethe-Institut und der Rosa-Luxemburg-Stiftung organisierte Podiumsdiskussion in Tel Aviv am 9. November – am Gedenktag der Reichspogromnacht – sorgt für Entsetzen und heftige Kritik.

Unter dem Titel „Understanding the other side’s pain: the shoah, the nakba, and the German remembrance culture“ lud die parteinahe Stiftung der Partei „Die Linke“ die antiweiße Journalistin Charlotte Wiedemann – die Lady verfasst Bücher wie „Vom Versuch, nicht weiß zu schreiben“ – zu einer Podiumsdiskussion in die Räumlichkeiten des, ebenfalls mit deutschem Steuergeld finanzierten Goethe-Institus in Tel Aviv ein, auf der die Shoah mit der Nakba gleichgesetzt wurde.

Als Nakba bezeichnen arabische Nationalistin und Islamisten die Vertreibung jener Araber aus Israel, die an den Kriegshandlungen im Unabhängigkeitskrieg teilnahmen. Weder qualitativ noch quantitativ lassen sich diese Vorgänge mit dem industriellen Völkermord an den Juden vergleichen.

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung übte das Simon-Wiesenthal-Center berechtigte Kritik an der Veranstaltung. Rabbiner Abraham Cooper bezeichnete sie als ,monströse Beleidigung der Opfer der Shoah‘.

Das israelische Außenministerium hatte eine Absage der Veranstaltung gefordert und sich in einer Erklärung „schockiert und empört“ gezeigt über „die eklatante Verharmlosung des Holocaust und den zynischen und manipulativen Versuch, eine Verbindung herzustellen, deren einziger Zweck es ist, Israel zu diffamieren“.

Auch der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, und der Vorsitzende der Jerusalemer Holocaustgedenkstätte Yad Vashem, Dani Dayan, äußerten Kritik. Am Gedenktag an die Novemberpogrome hätten „das Goethe-Institut und die Rosa-Luxemburg-Stiftung beschlossen, die Erinnerung an den Holocaust zu verharmlosen“, so Prosor.

Nachdem die Veranstaltung nicht abgesagt, sondern auf den 13. November verschoben wurde, twitterte Prosor:

 

Die AfD-Fraktion fordert eine lückenlose Aufklärung darüber, wer in der Rosa-Luxemburg-Stiftung – die mit zig Millionen durch die Bundesregierung und mit Einwilligung von CDU/CSU finanziert wird – diese Veranstaltung konzipiert hat. Angesichts dieser Veranstaltung erscheint zudem die Verweigerung der Gelder für die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung als desto fragwürdiger. Dieser Fall zeigt wieder einmal, dass der Antisemitismus heutzutage vor allem aufseiten der politischen Linken zu finden ist, bemerkt der menschenrechtspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Jürgen Braun in einer Pressemitteilung.

Ganz nebenbei erwähnt: Greift hier nicht der erweiterte Volksverhetzungsparagraph? Im neu kreierten Absatz 5 in Paragraf 130 StGB werden – nach der Nacht-und-Nebelaktion im Bundestag von vor zwei Wochen – nun Taten mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder Geldstrafe  belegt, die die öffentliche Billigung, Leugnung beziehungsweise „gröbliche Verharmlosung von Völkerstraftaten“ begehen. (SB)

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