Ausschnitt aus dem „Bericht aus Berlin“: Friedrich Merz (l.) und Thorsten Frei (Foto: ARD)

Ach was? Union wirft ARD Manipulation vor!

Wow, wow, wow: Der Vorwurf: Die ARD betreibt Manipulation und Stimmungsmache! Die angeblich bis ins Mark neutralen Berichterstatter des öffentlich-rechtlichen Magazins „Bericht aus Berlin“ sollen einen Auftritt von CDU-Chef Friedrich Merz bewusst falsch zusammengeschnitten haben, um den Heilsbringer der CDU als arroganten Unsympath dastehen zu lassen?

Das vom ARD-Hauptstadtstudio produzierte und dem Zwangsbeitragszahler als top seriöses verkaufte Format „Bericht aus Berlin“ zeigte am Sonntagabend Ausschnitte aus einer Bundestagsdebatte. Zu sehen: Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann, wie sie launig gegen CDU-Chef Merz, seinen Parteikollegen Thorsten Frei und die die gesamte CDU/CSU-Bundestagsfraktion austeilt.

Die grüne Krawallnudel Haßelmann ruft am Rednerpult: „Wie soll jemand, der in einer ganz anderen Lebenswirklichkeit lebt, und sich vielleicht überlegen muss, ob er zur Party mit dem Privatjet oder mit dem Auto oder dem Zug fliegt, wie soll so jemand sich in die Lebenswirklichkeit einer alleinerziehenden Frau versetzen?“

Mutmaßlich der künstlerischen Freiheit des ach so renommierten öffentlich-rechtlichen Politikformats „Bericht aus Berlin“ geschuldet, kommen Szenen dabei heraus, die so nie passiert sind:

So blendet das Magazin eine Sequenz ein, in der Merz erheitert den Kopf schüttelt und neben ihm Fraktionskollege Thorsten Frei lacht. Dem doofen Zwangsbeitragszahler soll mutmaßlich suggeriert werden, wie arrogant Merz und sein Kollege auf Haßelmanns Äußerung reagieren.

Ein Vergleich mit einer Übertragung der Debatte von „Phoenix“ zeigt: Merz hat an dieser Stelle ganz anderes reagiert. Auch Kollege Frei lacht nicht. Es ist eine vollkommen andere Reaktion.

Des Weiteren wird an dieser passenden Stelle über den O-Ton der Grünen ein Foto von Merz eingeblendet, das ihn im Cockpit seiner Maschine zeigt.

Der Vorwurf aus den Reihen der CDU – die mutmaßlich, wenn es sich selbst nicht trifft, gegen geschickt zurechtgeschnittene Passagen nichts einzuwenden haben – lautet: „Manipulation wie in der „Aktuellen Kamera“. Durch den unpassenden und unseriösen Zusammenschnitt von Fotos und Filmausschnitten trägt Journalismus nicht zur Aufklärung bei, sondern fördert die Polarisierung der Gesellschaft!“, stellt der zurecht-geschnittene CDU-Politiker Thorsten Frei fest.

Sicher handelt es sich hierbei um ein Missverständnis. Denn wir wissen ja alle, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk sich einer neutralen Berichterstattung verpflichtet sieht und auf keiner Falls einen nach links-grüne orientierten Neigungsjournalismus betreibt. (SB)

 

 

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