Katrin Vernau (Bild: Imago/epd-bild/ChristianxDitsch)

RBB: Selbstbedienungsladen bleibt Selbstbedienungsladen, auch mit neuem Personal!

Abkassieren wo es nur geht! Während die neue Intendantin Katrin Vernau für den öffentlich-rechtlichen RBB nach den Protz- und Prunkskandalen showreif den Sparkurs ausgerufen hat, lässt sich die Dame vom Zwangsbeitragszahler für ihre Berliner Zweitwohnung monatlich bis zu 1.500 Euro auf ihr Konto überweisen.

Marktschreierisch kündigte RBB-Interims-Intendantin Katrin Vernau an, den öffentlich-rechtlichen Sender einem rigorosen Kassensturz zu unterziehen. 41 Millionen Euro werde der Sender in den nächsten beiden Jahren einsparen müssen, weil Vorgängerin Patricia Schlesinger – Jahresgehalt 350.000 Euro das Geld der Beitragszahler mit vollen Händen verprasst hatte. Es werden nun – um zu sparen – Programm zusammengestrichen, freie Stellen im Sender werden nicht nachbesetzt. Die Führungskräfte werden – ach wie selbstlos – auf 400.000 Euro Bonus-Zahlungen verzichten, so die Verkündung der neune RBB-Chefin Vernau.

Blöder Weise wurde die angebliche Spar-Kommissarin nun aber auch nach ihren eigenen Zulagen gefragt. Und einmal mehr zeigt sich, dass diese Gestalten nach wie vor in mit vollen Händen die Zwangsbeitragszahlerkasse greifen: Vernau musste gestehen: Trotz ihres fulminanten Jahresgehalt von satten 297.000 Euro lässt sich die feine Dame einen monatlichen Mietzuschuss von 1.000 Euro für ihre „angenehme Wohnung“ – es handelt sich um eine Zweitwohnung nahe dem Berliner RBB-Hauptsitz – bezahlen. Ihre ebenso billige, wie dünne Rechtfertigung: Ihr schneller Umzug von Köln nach Berlin im September. „Ich lebe mit zwei Koffern, hätte auch erst im Januar mein Amt antreten können“, zitiert die „Bild“-Zeitung die Abkassiererin.

In der vergangenen Woche wurde zudem ein weiterer Fall von Maximal-Selbstbedienung beim RBG bekannt: Schlesingers langjähriger Chefredakteur Christoph Singelnstein erhält seit April ein fürstliches Ruhegehalt von monatlich 8.700 Euro. Hinzu kommen noch 6.300 Euro Beratergehalt als „Autor“ und für „sonstige Tätigkeit“. Ach ja! Fast vergessen: Mindestens 1.500 Euro gesetzliche Rente wandern ebenfalls monatlich auf Singelnsteins Konto.

Nachdem die „Bild“ einen Auszug aus dem Arbeitsvertrag Vernaus beim RBB veröffentlichte, wird klar, dass sie sich nicht nur die eingeräumten 1.000 Euro Mietzuschuss, sondern bis zu 1.500 Euro pro Monat vom Zwangsbeitragszahler finanzieren lässt. Damit aber nicht genug: Am Wochenende düst Vernaus im ICE zu ihrer Hauptwohnung nach Köln. Ihre „Bahncard100“ 1. Klasse – Kostenpunkt: 70.00 Euro/Jahr) – bezahlt ihr ebenfalls der Beitragszahler. Ihre Rechtfertigung: Dafür verzichtete sie als RBB-Chefin auf Dienstwagen und Chauffeur.

„Das ist durch nichts zu rechtfertigen“, so Christoph Reinhardt der beim RBB1500 freien Mitarbeiter vertritt, „aber Frau Vernau hat überhaupt kein schlechtes Gewissen. In der ARD-Chefetage ist das vielleicht normal.“ Wir wissen mittlerweile: Nicht nur bei der ARD kassieren die Funktionäre ab, wo es nur geht. (SB)

 

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