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Hilfe, unsere Kinder werden alle krank!

Berlin – Was ist nur mit den armen Kleinen los? Normalerweise ist das kein Problem, wenn sie sich jetzt zu dieser Jahreszeit alle reihenweise anstecken, mit der Rotznase herumlaufen, husten und fiebern. Ein intaktes Immunsystem kommt damit klar. So war es auf jeden Fall früher. Und jetzt?

Kindermediziner warnen vor einer weiteren massiven Verschärfung der Infektionslage bei Kindern: „Der Höhepunkt der aktuellen Welle von Atemwegsinfektionen bei Kindern ist noch längst nicht erreicht. Die Lage in Praxen und Kliniken wird in den kommenden Wochen noch schlimmer werden“, sagte Florian Hoffmann, Kindermediziner und Generalsekretär der „Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin“ (DIVI) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). „Wir werden nicht mehr alle Kinder ausreichend behandeln können.“ Überlastete Kinderkliniken suchten jetzt schon in einem Radius von mehr als hundert Kilometern nach freien Betten in anderen Städten, so Hoffmann.

Manche Kinder blieben bereits jetzt zwei Tage in der Notaufnahme, weil es keine freien Betten gebe. Viele Kinderkliniken würden alle Eingriffe verschieben, die nicht akut lebensnotwendig seien, etwa Magen-Darm-Spiegelungen. „Wir haben aber auch schon Fälle gehabt, wo wir einem Kind, dem wir Lungenmetastasen entnehmen wollten, absagen mussten, weil es kein freies Bett gab. Wir machen nur noch, was unmittelbar lebenserhaltend ist“, so Hoffmann. Auch der Bundesverband der Kinder und Jugendärzte (BVKJ) rechnet mit einer weiteren Verschärfung der Lage: „Die aktuelle Infektionswelle wird noch massiv ansteigen. Es fängt jetzt gerade erst richtig an, der Scheitelpunkt ist noch längst nicht erreicht“, sagte BVKJ-Präsident Thomas Fischbach den Funke-Zeitungen.

Das RS-Virus und die Grippe hätten dieses Jahr viel eher angefangen als in früheren Jahren. „Wir werden von beiden Seiten in die Zange genommen. Ich befürchte, dass die Lage in den Kinderarztpraxen noch schwieriger wird.“

DIVI-Generalsekretär Hoffmann rief die niedergelassenen Kinderärzte dazu auf, die Kliniken stärker zu entlasten. „Um alle akut kranken Kinder versorgen zu können, müssen die Praxen jetzt temporär Behandlungen wie Vorsorgeuntersuchungen oder Impfungen verschieben oder im Notfall auch die Sprechzeiten verlängern.“ Nur so werde man allen Kindern die bestmögliche Versorgungsqualität zukommen lassen können.

Gibt es schon entsprechende Untersuchungen? Ist die Grippe in diesem Jahr besonders bösartig und knöpft sich vor allen Dingen die Kinder vor? Und vor allen Dingen: Wo ist der nächste Impfstoff?

Ein Tipp aus der etwas älteren Generation: Früher ist man nie zum Arzt gegangen, wenn das Kind sich mal angesteckt hat.

Was sagt eigentlich Karl Lauterbach dazu, der hat doch immer eine Antwort. (Mit Material von dts)

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