Für wen arbeitet Joe Biden wirklich? (Foto: Imago/ZUMAWire)

USA & Demokratie: Wahlmaschinen, Datenbanken und Manipulation

Daß bei den US-Midterms wieder getrickst wurde wie schon bei der US-Präsidentenwahl 2020, berichten viele Zeugen. So sei es in Nevada in der Auszählungsnacht nach dem Wahltag zu einem Stromausfall gekommen, bei dem dann die sogenannten „courtesy cameras“ (Überwachungskameras) ausfielen, die in den Wahllokalen installiert worden waren. Pünktlich neun Minuten nach dem Ausfall der Kameras seien dann größere Mengen Stimmzettel angeliefert worden, berichtet ein Zeuge, obwohl offiziellen Angaben zufolge zu dieser Uhrzeit niemand mehr im Wahllokal gewesen sein soll. In zahlreichen Wahllokalen mit Maschinen von „Dominion Voting Systems“ hätten die Maschinen gar nicht erst funktioniert, zudem seien oft Dominion-Mitarbeiter vor Ort gewesen, die im Wahllokal bei der Auszählung „weitergearbeitet“ hätten, während die anderen Auszähler in eine Mittagspause geschickt wurden. Wie schon bei der US-Wahl 2020 gab es in Maricopa County /Arizona eine Pannenserie schon am Wahltag usw.usf. Derlei Berichte gibt es zuhauf. Ob sie alle der Wahrheit entsprechen, sei dahingestellt.

von Max Erdinger

Recht hieb- und stichfest ist eine andere Betrugsmasche dokumentiert, über die der „Gateway Pundit“ berichtet. Diesem Bericht zufolge wurde die Wahl im großen Stil manipuliert, indem sozusagen ein Phänomen des Digitalzeitalters ausgenutzt wurde. Es geht um die unterschiedlichen Zeitabstände, in denen unterschiedliche Datenbanken aktualisiert werden. Für die Wähleridentifikation und die damit verbundene Wahlberechtigung sind es hauptsächlich zwei von einander unabhängige Datenbanken. Da gibt es einmal die „National Change of Address Database“ (NCOA), in welcher Adressänderungen bspw. wegen Umzugs gespeichert werden. Dann gibt es aber noch County-Datenbanken, welche die Wahlbehörden nutzen, um Briefwahlunterlagen zu verschicken. In etlichen Bundesstaaten besteht unterschiedslos für alle Wähler die Möglichkeit, entweder per Briefwahl abzustimmen oder persönlich im Wahllokal. Das heißt, die Briefwahlunterlagen werden ungefragt an alle Wähler verschickt, die mit ihren Adressen im jeweiligen County gelistet sind. Um nun zu verhindern, daß jemand erst per Briefwahl abstimmt, um als nächstes ein zweites Mal im Wahllokal abzustimmen, muß im Wahllokal überprüft werden, ob der Wähler nicht vorher schon per Briefwahl abgestimmt hat. Die Aktualisierungen der NCOA-Datenbank erfolgt anhand der Daten, die sie von den Counties erhält. Solange sie von dort keine Daten erhält, wird sie auch nicht aktualisiert. Auf welcher Informationsgrundlage auch? Für die Versendung der Briefwahlunterlagen ist die County-Datenbank maßgeblich, für die Überprüfung, ob doppelt gewählt wurde oder nicht ist es logischerweise die NCOA-Datenbank, da schließlich auch überprüft werden muß, ob der Wähler nicht vorher schon in einem anderen County oder einem anderen Bundesstaat gewählt hat.

Seit in den USA bei Wahlen inzwischen stets der Vorwurf im Raum steht, sie seien manipuliert worden, gibt es natürlich eine stark gestiegene Zahl an Leuten, die daran interessiert sind, diese Betrugsvorwürfe aufzuklären. Der „Gateway Pundit“ spricht im gegenständlichen Fall von einer „National Group“, die sich damit beschäftigt. Diese aus mehreren Teams zusammengesetzte Gruppe hat unter der Leitung des Unternehmers Mike Lindell – der im Mainstream selbstredend als Verschwörungstheoretiker bezeichnet wird –  und mit Unterstützung von Sheriff David Clarke die vergangenen 20 Monate damit zugebracht, die Methoden der Wahlintegritäts-Analyse von der antiquierten, wegen lediglich sporadisch stattfindender Updates verzögerten Informationsgrundlage, auf den Real-Time-Standard zu bringen.

Wie es gelaufen ist

Dieser Gruppe zufolge ist es folgendermaßen gelaufen: Die Wahlbehörden eines Countys änderten am 3. September die „zip codes“ (Postleitzahlen) von 31.000 Wählern. Die Briefwahlunterlagen an diese 31.000 wurden in derselben Woche verschickt, waren aber logischerweise unzustellbar. Da sie jedoch vor dem Versenden per Abgleich mit der County-Datenbank schon als gültig für die Wahl eingestuft worden sind, waren sie auch zu gebrauchen. Nur eben nicht von dem Wähler, den sie nie erreicht haben. Diese absichtlich falsch adressierten Briefwahlunterlagen wurden dann abgefangen und ausgefüllt. Am 15. September wurden die geänderten Adressen wieder  zurückgeändert. Die NCOA-Datenbank weiß davon nichts, weil sie die Verlaufsgeschichte der Änderungen in der County-Datenbank nicht kennt. Außer ihren Briefwahlunterlagen erhalten die Wähler, denen die Adresse „gestohlen“ wurde, jede andere Post wie gewöhnlich. Vielen fällt nicht auf, daß sie keine Briefwahlunterlagen bekommen haben, andere nehmen es achselzuckend hin und gehen eben persönlich ins Wahllokal, wo dann passiert, was ebenfalls häufig berichtet wurde: Sie bekommen dort erzählt, daß sie bereits per Briefwahl abgestimmt hätten. Bis sich das aufgeklärt hat, falls es ein Wähler wirklich wissen will und sich die dazu nötige Arbeit aufhalst, ziehen u.U. Monate ins Land. Was soll dann noch passieren? Soll die Wahl wieder einkassiert werden?

Nun besteht ja die Möglichkeit, daß solchen Wählern per kurzfristiger „zip-code“- Änderung die Briefwahlunterlagen vorenthalten werden, die durchaus richtig im Sinne der Trickser gestimmt – also demokratisch gewählt hätten. Diesen die Briefwahlunterlagen per Adressenänderung vorzuenthalten, ergäbe keinen Sinn. Das heißt, die 31.000 wie im gegenständlichen Beispiel, müssten mit hoher Wahrscheinlichkeit Wähler der Republikaner sein, damit die ganze Aktion überhaupt einen Sinn ergibt. Der besteht ja darin, 31.000 potentielle Republikaner-Wähler in Wähler der Demokraten zu verwandeln. Wie geht das? – Mit dem Sammeln von Daten aus anderen Datenbanken. Wie äußert sich jemand in den sozialen Netzwerken? Hat er bspw. an Greenpeace gespendet? Hat er für ein konservatives Projekt gespendet? Bekommt Donald Trump viele Likes von ihm? Welche Wähleradressen kommen also für eine Manipulation überhaupt in Frage? Diese Vorgehensweise eignet sich natürlich nicht für alle 31.000. Eine weitere Möglichkeit ist, die täglich aktualisierte „election roll“, also das Wählerverzeichnis zu besorgen und es von Tag zu Tag auf Veränderungen hin zu untersuchen, also jederzeit einen „Real Time“- Informationsstand zu haben. Wähler X z.B. ist verzogen, seine Adresse also so lange „frei“, bis der Umzug in der NCOA-Datenbank, über welche seine Wahlberechtigung überprüft wird, dokumentiert ist. Im Fall von Wähler X ist egal, welche parteipolitischen Präferenzen er hat. Sie wären theoretisch beide frei und lassen sich für eine der beiden Parteien nutzen.

Die Demokraten in Wisconsin haben das Wählerverzeichnis vor der Wahl 2016 angeblich 28 Mal gekauft, für jeweils 12.000 Dollar.  Die Wahlbetrugs-Spürhunde der Republikaner, schreibt der „Gateway Pundit“, die in Kellern und an Eßtischen sitzen und offizielle  Wahlergebnisse mit Wählerverzeichnissen, Sterbemeldungen und allen möglichen Fakten abgleichen, stützten sich auf Datenbanken, die sporadisch aktualisiert würden, während die Trickser mit ihren Real-Time-Datenbanken immer die Nase vorn haben. Der Betrug finde also statt in dem Spalt zwischen der tatsächlichen Gegenwart und ihrer verspäteten Dokumentation. Wer bei der Benutzung von Datenbanken zum Zwecke der Informationsgewinnung in zwei Monaten erst weiß, was heutein zwei Monaten also vor zwei Monaten – passiert ist, hat keine Informationen darüber, was in den zwei Monaten zwischen dem Geschehen heute und seiner Kenntisnahme des Geschehens vor sich gegangen ist. Das ist das zugrunde liegende Arbeitsprinzip der Trickser.

Das US-weite Schema

Es ergebe sich also für die gesamten USA ein Schema, das sich darstellt wie folgt, so der „Gateway Pundit“:

  • Man zähle die Stimmen am Wahltag.
  • Dann zähle man die Stimmen der „Frühwähler“.
  • Alsdann verursache man Störungen im System, wie beispielsweise den legendären, nie stattgefundenen Wasserrohrbruch in der State Farm Arena von Atlanta, Stromausfall, defekte Wahlmaschinen etc.
  • Während der behaupteten Störung bringe man die eingesammelten, „unzustellbaren“ Wahlzettel, auf denen die Namen der Adressaten, die Adressen oder „zip-codes“ geändert und zurückgeändert wurden.
  • Alsdann bestimme man die Anzahl der Stimmen, die man zum Wahlgewinn braucht. Dann drückt man den „Win“-Button auf den Auszählungsmaschinen.
  • Danach warte man in aller Ruhe ein paar Monate auf die Klagen der Republikaner.

Das Erstaunliche ist, daß der gesunde Menschenverstand anscheinend nicht ausreicht, um Gehör zu finden mit der Behauptung, eine Wahl sei manipuliert worden, um so ein Interesse an der Aufklärung des Vorwurfs zu generieren. Allein der Vorwurf birgt ja schon ein gewisses Risiko für denjenigen, der ihn erhebt. Er erhebt ihn evident trotzdem. Also wird er sich wohl etwas dabei gedacht haben. Wenn man sich überlegt, daß – ausgerechnet! -Joe Biden mit angeblich 81 Millionen Stimmen gewählt worden sein soll, obwohl schon die 75 Millionen für Trump ein Rekordergebnis bei einer Präsidentenwahl gewesen wären, dann muß man sich über die weit verbreitete Bereitwilligkeit, das zu glauben, schon sehr wundern. Normalerweise würde man doch unterstellen, daß es einen kollektiven Aufschrei mit der Forderung nach einer ganz genauen Untersuchung gegeben haben müsste. In einem gewissen Maße gab es den auch. Wenn ich mich recht erinnere, waren es an die 17 Bundestaaten in den USA, die sich der sog. Texasklage vor dem US-Supreme-Court angeschlossen hatten – und der hat sie einfach mit 7:2 Richterstimmen abgewiesen. Das ist doch erstaunlich, wenn man sich überlegt, worum es dabei gegangen wäre. Daß eine solche gewichtige Klage überhaupt abgewiesen werden kann, ist schon unglaublich. 17 oder 18 Bundesstaaten von 52 wollen klagen – und der Supreme Court sagt einfach „nicht unser Bier“? – Hallo? Wie geht das in einem System, das sich demokratisch nennt? Da steigt doch schon der gesunde Menschenverstand aus! Gibt’s womöglich keinen mehr? In Arizona z.B. wurde der dort sehr einflußreiche  Oberbeamte für Flora- & Faunaangelegenheiten, ein Republikaner, mit überwältigender Mehrheit in seinem Amt bestätigt. Überhaupt gingen alle weniger wichtigen Posten an Republikaner. Aber beim Senat ist es sehr knapp zugunsten der Demokraten ausgefallen? Wie gibt`s das?

Übertragen auf Deutschland, die folgende Frage an die Allgemeinheit: Woran denken Sie, wenn Sie die Wörter „Wirtschaftsminister“, „Außenminister“ und „Parteivorsitzender“ lesen oder hören? Sicher doch an etwas, das mit „Kompetenz“, „Qualifikation“, in gewisser Weise auch mit „Noblesse“ und „Spitzenkraft“ zu assoziieren wäre, oder? Wie bringen Sie das dann mit Habeck, Baerbock und Ricarda Lang unter einen Hut? Glauben Sie ernsthaft, daß die sein können, was man behauptet, daß sie es seien? Gibt es eigentlich einen Punkt, an dem Sie sich überlegen, ob gewisse Dinge überhaupt denkbar sind? Oder glauben Sie tatsächlich alles, was Ihnen so vorkommt, als würde es Sie nicht direkt genug tangieren, um sich weitere Gedanken zu machen? – Das sind solche Fragen, die seltsamerweise kaum jemand stellt. Einzige logische Erklärung: Es besteht ein allgemeineres Desinteresse an den Antworten. Wenn das aber so wäre, was hätte es dann mit diesem ganzen wohlfeilen Geschwätz von Demokratie, Rechtsstaat und den westlichen Werten auf sich – und was wäre das dann genau, was der Original Oberukrainer „für uns Europäer alle“ verteidigt in seinem heroischen Kampf? Fest steht ja wohl, daß der Bergsteiger mit dem Aufstieg gar nicht erst anzufangen braucht, wenn ihm der Berg abhanden gekommen ist, etwa, weil er in Wahrheit jodelnd am Nordseestrand steht und das Matterhorn nur in seiner Einbildung vor sich hat.

 

 

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