Endlich, es gibt keine dringenderen Probleme hierzulande: Mit Mainz nimmt sich die nächste Großstadt der Bedürfnisse menstruierender Männer an (Symbolbild:Imago)

Mainz, wie es spinnt und kracht: Stadtrat stimmt für Tampons auf Herrenklos

Inflation, Wirtschaftskrise, Preisexplosionen, Energiekrise, Ukraine-Krieg und Massenmigration belasten Deutschlands Kommunen in immer schlimmerem Ausmaß. Mainz lebt anscheinend jedoch – wohl dank des unverhofften Milliarden-Geldregens durch sein Vorzeige-Startup Biontech – in einer anderen Realität: Der dortige Stadtrat befasst sich mit den wahren drängenden Problemen unserer Zeit, die von durchschlagender existenzieller Bedeutung für den Fortbestand der Zivilisation sind. Zum Beispiel weibliche Hygieneartikel auf Herren-WC’s.

Vorgestern stimmte der Rat der Domstadt mehrheitlich dafür, dass es auf Toiletten in öffentlichen Gebäuden in Mainz fortan kostenlose Periodenprodukte wie Binden oder Tampons geben soll – natürlich und vor allem auch für Männer. Damit „Transmänner” oder „intergeschlechtliche”, Personen ebenfalls den vollen Zugriff auf die Produkte haben, sollen diese auch auf Herrentoiletten bereitgestellt werden. „Bei der Wahl des Abgabeortes ist zudem die diskriminierungsfreie Zugänglichkeit der Produkte mitzudenken. Menschen, die menstruieren, unabhängig davon, welcher geschlechtlichen Identität sie sich zuordnen, müssen leicht auf das Angebot zugreifen können“, heißt es in dem Antrag. Da ist es wieder, das Orwell’sche Neusprech: „Menstruierende Menschen„, ein monströser Terminus, der es inzwischen sogar in den amtlichen Sprachgebrauch geschafft hat.

Biontech-Milliarden „sinnvoll“ investiert

Damit nicht genug: Das dank genexperimentell erimpfter Gewerbesteuermilliarden (böse Zungen sprechen von „Blutgeld“) berstende Mainzer Stadtsäckel ist so prall gefüllt, dass die Stadtverwaltung sogar Geld übrig hat, um ein solches Programm auch an Schulen zu fördern. Die konkrete Umsetzung soll dort „von den Verantwortlichen vor Ort” entschieden werden. Und schließlich müssen sich auch Gastronomen und Clubbesitzer darauf gefasst machen, in Kürze mit diesem Unsinn belästigt zu werden: Spezielle „Nachtkulturbeauftragte“ – so etwas gibt es in Mainz tatsächlich – sollen sich des Themas zeitnah annehmen.

Der Antrag ging zurück auf die Parteiengruppe „Piraten & Volt“, die den Antrag gestellt hatte. SPD, Grüne und FDP nahmen diesen begeistert auf und reichten einen eigenen Antrag ein, der sogar noch über die ursprüngliche Initiative hinausging – und diesem stimmten sogleich sämtliche Parteien außer der AfD zu. Das parteilose Stadtratsmitglied Maurice Conrad hatte zuvor in einem selbstentblödenden Referat darüber aufgeklärt, dass Menstruation zwar mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung betreffe, angeblich aber immer noch ein „stark tabuisiertes Thema” sei. Deshalb forderte er „eine Versorgung mit diesen Produkten sicherzustellen, um betroffenen Personen eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen“.

Durchgeknallte nonbinäre Klimafreaks als Drahtzieher

Bei alledem vergisst die Stadt Mainz natürlich auch nicht den Nachhaltigkeitsaspekt: So soll es dankenswerterweise die Möglichkeit geben, neben Binden und Tampons auch Menstruationstassen zu nutzen. Bei Conrad, laut Eigenbeschreibung „nicht-binärer Stadtrat” und Fridays-for-Future-Mitglied, löste diese Errungenschaft orgiastische Begeisterungsschübe auf Twitter aus: „YES!!! Der Antrag zu kostenfreien Menstruationsartikeln auf allen öffentlichen Toiletten und in Schulen der Stadt Mainz wurde angenommen! Und das sogar mit breiter Mehrheit (alle außer AfD)“, postete er über diese neuerklommene Stufe des kollektiven Irrsinns.

Mehrheitlich fassungslos-kopfschüttelnde bis ironische Reaktion zeigen, wie sehr sich der in Deutschland nun auch von der Lokalpolitik widerspruchslos übernommene linke Blasen-Aktivismus vom Normalempfinden der Bevölkerung entkoppelt hat (und die realen gesellschaftlichen Probleme wie etwa öffentliche Sicherheit völlig ignoriert): „Wow, Damit habt ihr mir gar nicht geholfen als Frau. Würde mich freuen wenn ich wieder alleine nachts rum laufen darf ohne Angst haben zu müssen. Danke. Gute Nacht“, kommentierte eine Twitter-Nutzerin treffend.

Herzblut trifft auf Menstruationsblut

Wenn’s dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis – und Mainz ist es offenkundig sehr, sehr wohl. Zu wohl. Allerdings ist die närrische Karnevalshochburg keineswegs die erste Stadt, die sich des Phantomproblems der „tabuisierten Menstruation” annimmt. Die Nutzer öffentlicher Toiletten in Karlsruhe, Heidelberg oder Tübingen dürfen sich schon länger über aus Steuergeldern bezahlte Tampons freuen. Wiesbaden hatte bereits im Juli 2021 beschlossen, dass es Binden oder Tampons an allen weiterführenden Schulen geben soll.

Damit ist es dem deutschen Parteienstaat wieder einmal gelungen, eines der „drängendsten” Probleme dieses Landes zu lösen und das Steuergeld seiner Bürger einer rundum „sinnvollen” Verwendung zuzuführen. Herzblut trifft auf Menstruationsblut. (DM)

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