Nach der Horrortat von Illerkirchberg: Mediale Gehirnwäsche (Symbolbild:Imago)

Widerwärtige Relativierungen: Deutsche Linksmedien ermorden Ece S. ein zweites Mal

Ein Kommentar von Daniel Matissek

Stellen Sie sich einmal vor, in Deutschland würde jemand die Forderung erheben, ab sofort dürfe man über den Holocaust, die millionenfache Vergasung von Menschen, die Belagerung von Leningrad, das Massaker von Babyn Jar, die Auslöschung von Lidice und Oradour-sur-Glane, die Geiselerschießungen in den Ardeatinischen Höhlen oder alle weiteren zwischen 1933 bis 1945 zuerst in Deutschland, dann ganz Europa von den Nazis begangenen Gräueltaten nur noch losgelöst von den Tätern betrachten. Ab sofort dürfe nicht mehr erwähnt werden, dass für die Verbrechen Deutsche oder genauer Nationalsozialisten verantwortlich waren. Man solle stattdessen nur noch über die Opfer sprechen. Denn: Wer die Frage nach den Tätern stellt, zeigt damit Gleichgültigkeit für die Opfer. Dass die Männer, die Frauen und Kinder an der Rampe selektierten, schwarze SS-Uniformen trugen, war reiner Zufall. Es hätte auch jeder andere „Mensch“, jeder andere Täter sein können – und wer das anders sieht, lenkt nur von den Opfern ab. Deshalb also: Am besten gar nicht mehr über die Täter sprechen!

Wie die öffentliche Reaktion auf eine solche Forderung ausfallen würde, kann sich jeder selbst ausmalen. So verrückt es klingt – aber genau mit dieser geisteskranken Logik argumentieren aktuell (und beileibe nicht zum ersten Mal) linke Journalisten und Meinungsmacher, wenn es um die tödliche Messerattacke von Illerkirchberg geht, bei der am Montag ein 14-jähriges Mädchen getötet wurde. Weil der Täter ein Flüchtling aus Afrika war, der sich nach keiner erdenklichen gültigen Rechtsnorm legal in Deutschland aufhalten konnte (die Tatsache, dass er einen „Aufenthaltstitel“ bis 2023 hat, steht dieser Bewertung nicht entgegen, weil derartige Duldungen mit Artikel 16a GG, Abs. 1 zur Einreise über sichere Drittstaaten schlichtweg nicht vereinbar sind!), sehen sie ihr idealisiertes Menschenbild wieder einmal durch die Realität bedroht und sorgen sich um die weitere Akzeptanz – besser: Duldungsstarre – der Mehrheit für ihren Masterplan der bedingungslosen Massenzuwanderung.

Debatten- und Diskursverhinderung über alles

Also wollen sie mit aller Macht verhindern, dass über den Täter gesprochen wird – denn jede Frage führt zwangsläufig zu der Erkenntnis, dass die Hauptverantwortung für diesen und zahllose weitere Morde in Berlin liegt: Bei der nur noch verbrecherisch zu nennenden explosiven Migrationspolitik zuerst der Merkel-Groko, dann der Scholz-Ampel. Wer dies dennoch anspricht und problematisiert, bedient damit „rechte“ Ressentiments oder leistet ebendiesen „Vorschub”, wie sich die Ulmer Polizei in ihrer Presseerklärung am Montag nach der Tat als erstes mitzuteilen beeilte.

Natürlich sind die NS-Greuel quantitativ und qualitativ nicht mit den Kollateralschäden der Politik der offenen Grenzen zu vergleichen, auch wenn letztere mittlerweile in die Tausende gehen dürften. Aber die Argumentation, die uns von den Erziehungsmedien in diesem Landaktuell  zugemutet wird, ist genau dieselbe wie im Eingangsbeispiel. Beispiele gefällig? Das regionale Nachrichtenportal „In Franken“ schreibt gestern zu dem Messeranschlag von Montag ernsthaft: „Wer nach der Herkunft des Täters fragt, schert sich einen Dreck um das Opfer… Nach Gewalttaten wird das Geschrei nach Informationen zur Herkunft des Täters laut. Das ist schäbig und zeigt, worum es den Menschen, die danach verlangen, wirklich geht.

Fassungslos über diese perfide Denke, setzte der Kölner Blogger Ali Utlu diese Sätze geistesgegenwärtig in Bezug zum türkisch-alivitischen Hintergrund des getöteten Mädchens Ece S. – gerade mit Blick auf die Tatsache, dass in der Türkei seit vorgestern, anders als in Deutschland, dieser Fall riesige Wellen schlägt und sogar zeitweise die dortigen Nachrichten dominierte:

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(Screenshot:Twitter)

Ece S. und ihre Eltern sind, wohlgemerkt, deutsche Staatsbürger und gelten als mustergültig integriert. Die Familie glaubte, in der idyllischen schwäbischen Provinz (noch) weitestgehend verschont zu werden von den Abgründen einer zunehmenden Prekariatszuwanderung nach Deutschland, die vor allem Analphabeten, aber keine Fachkräfte ansaugt – und die nicht zuletzt deshalb vor allem von hier seit fast drei Generationen heimischen Gastarbeiterfamilien besonders kritisch gesehen wird. Die Medien in der Türkei sehen dies inzwischen ebenso, wobei beim konkreten Fall die dortige Öffentlichkeit nicht allein das Schicksal des (dort als Volksgenossin dargestellten und insofern wohl durchaus politisch fragwürdig vereinnahmten) Opfers bewegt… sondern vor allem auch die Sorge umtreibt, welchen kriminellen Bodensatz Deutschland (und zwar heute noch schlimmer als 2015) da offenbar ungeprüft und ungehindert ins Land lässt, und welche Bedrohungen sich daraus auch für türkisches Leben in Deutschland ergeben.

Anscheinend nämlich wird dieses nicht nur von „deutschen” Gefahren wie NSU oder schizophrenen Muttersöhnchen wie dem Hanauer Attentäter bedroht, sondern zunehmend von eingewanderten Psychopathen und Schwerkriminellen aller Herren Länder. Mit diesen Bedenken beweist die Türkei immerhin weit mehr Verantwortungsgefühl für ihre Exilbürger (Auslandstürken, Ex-Türken oder Doppelstaatsbürger) als alle deutschen Regierenden für die Bevölkerung des eigenen Landes zusammen;  auch wenn letzteres niemanden mehr ernstlich verwundert.

Dies zeigte sich auch daran, dass gestern der türkische Botschafter in Deutschland, Ahmet Basar Sen, persönlich in Illerkirchberg anreiste – während sich bislang kein einziges Mitglied der deutschen Bundesregierung dort blicken ließ. Von Sen kamen denn auch die einzigen unvoreingenommenen, messerscharfen und angemessenen Worte, wie sie von keinem der Betroffenheit heuchelnden, wie sediert vor dem neuesten Prachtresultat ihrer schlafwandlerischen Zerstörungs- und Umvolkungspolitik verharrenden deutschen Politikkasper (idealtypisch vertreten durch Baden-Württembergs schwurbelndem CDU-Innenminister Thomas Strobl) zu hören gewesen war: Sen mahnte zum einen eine lückenlose Aufklärung an und forderte andererseits unmissverständlich eine angemessene Bestrafung des Täters.

Victim Blaming wie 2019?

Letzteres dürfte eine Anspielung auf das übliche gewollte Justizversagen Fall einer Gruppenvergewaltigung ebenfalls in Illerkirchberg vor drei Jahren gewesen sein, als ebenfalls ein 14-jähriges Mädchen in der Halloween-Nacht von einer Horde Afghanen und Araber in die nahegelegene Flüchtlingsunterkunft gelockt, betäubt und bestialisch missbraucht worden war: Ein deutscher Kuschel-Gutmenschenrichter sorgte damals für lächerliche Haftstrafen am unteren Ende des Strafmaßes (knapp über zwei Jahre; die ohnehin verminderten Strafen waren von den breit grinsenden Triebtäter bereits im ersten Corona-Jahr abgesessen). Übrigens: Weil dies damals noch nicht genug der Verhöhnung des Opfers gewesen war, hatte der Ulmer CDU-Oberbürgermeister Gunter Czisch noch eins draufgesetzt und öffentlich geäußert, er frage sich, „was ein 14-jähriges Mädchen nachts in Ulm will. Eltern haben die Pflicht, dafür zu sorgen, dass ein minderjähriges Mädchen nicht allein in der Stadt rumläuft.” Da haben wir’s: Schuld war das deutsche Opfer! Wir dürfen gespannt sein, wie lange diese Form von landestypischem Victim Blaming wohl diesmal auf sich warten lässt.

Doch zurück zum aktuellen Fall: Man kann sich jedenfalls lebhaft ausmalen, was in den Köpfen der türkisch-alivitischen Opferfamilie vorgehen muss, wenn sie mit dem Rotz konfrontiert wird, den „InFranken“ über die Fragen zum Täter veröffentlicht hat.  Fall sich übrigens jemand dafür interessiert, wer die presserechtliche Verantwortung für diesen journalistischen Offenbarungseid trägt: Nachfolgend ein Screenshot zur Chefredaktion von „InFranken“. Keine weiteren Fragen mehr…

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(Screenshot:InFranken.de)

Die ganz ungeheuerlichen Sätze sind auf „InFranken“ wohlgemerkt weiterhin online, und sie besagen nicht weniger als dies: Wer sich dafür interessiert und die Frage stellt, was das wohl für ein Mensch ist, der ein 14-jähriges Mädchen auf dem Schulweg absticht, und ob dieser Täter überhaupt legal in Deutschland war, schon alleine dieser Frage wegen von niederer Gesinnung, voller rassistischer Vorurteile, schäbig und menschenverachtend.

In Wahrheit ist es genau andersherum: Wer einen solchen Artikel schreibt, muss zynisch und amoralisch bis ins Mark sein – folgt er doch einer kranken Ideologie, die sich Xenophilie und blinde Migrationsverherrlichung auf die Fahnen schreibt und die die schädlichen Folgen der mörderischen deutschen „Willkommenskultur“ konsequent ausblendet. Wer eine Tat wie die von Illerkirchberg vom Täter abkoppelt, erweist damit in keiner Weise dem Opfer „Respekt” oder gar sein „Mitgefühl“ – sondern ermordet es ein zweites Mal. Was muss in den Hirnen von Journalistinnen wie Dunja Hayali vorgehen, wie zynisch, degeneriert und verroht muss diese völlig vergaloppierte ÖRR-„Moralistin” inzwischen sein, wenn sie folgendes twittert:

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(Screenshot:Twitter)

Also nochmal zum Mitschreiben: „Wenn der Täter wichtiger ist, als die Opfer.“ Hätte sich Hayali auch zu den Nürnberger Prozessen so geäußert? Oder zu den seitherigen Tribunalen beim Internationalen Gerichtshof für Menschenrechte? Oder, um sich auf die Gegenwart zu beschränken: Hat sie so etwas auch nach dem Anschlag von Hanau getwittert? Natürlich nicht – denn dort deckte sich die öffentliche Anklage, die hemmungslose Täterverachtung ja vollauf mit ihren eigenen Wertungen und Vorurteilen. Und in Hayalis Weltbild (wie auch dem der meisten ihrer öffentlich-rechtlichen Kollegen) existieren nur Täterethnien und Opferethnien. Weiße Deutsche, Kartoffelalmans, sind potentiell rechte Menschenfeinde, Flüchtlinge sind edle Wilde, die unseren selbst- und bedingungslosen Schutz benötigen. Allerdings ist Hayali damit auch politisch in guter Gesellschaft – bei den Erben der Mauerschützenpartei, wie etwa Bernd Riexinger, der in dieselbe Bresche schlägt.

Und geschwiegen werden soll, wann immer die Rollen von der Realität plötzlich vertauscht wurden: Wenn etwa Deutsche (mit oder ohne Migrationshintergrund) zu Opfern von Migrantengewalt werden, und die Täter afrikanische „Schutzsuchende“ sind (und somit Personen mit Opfernimbus), dann wird abstrahiert und relativiert, bis sich die Balken biegen. Wurde hingegen ein Asylbewerber auch nur mutmaßlich, dem Anschein nach und prima vista, zum das Opfer einer „fremdenfeindlichen“ Straftat (selbst wenn sich diese später, wie in den meisten Fällen, dann als Konflikt zwischen verschiedenen Zuwanderergruppen herausstellt): Dann sind Empörung und Betroffenheit oberste Bürgerpflicht.

Flüchtlingsschicksale wichtiger als die von Einheimischen

Gerade in Hayalis journalistischer Heimat, beim öffentlich-rechtlichen Propagandafunk, zeigte sich dies vorgestern wieder mustergültig. Am Abend der Tat brachte die Tagesschau einen Beitrag zu Illerkirchberg als siebte (!) Meldung der Sendung. Weit größere Priorität hatte stattdessen ein Bericht über einen an der EU-Außengrenze angeschossenen Flüchtling. Da stimmte dann wieder das Weltbild – weshalb diese Meldung für die Framingspezialisten der ARD natürlich auch viel wichtiger, und prompt vor dem Bericht über die Bluttat von Schwaben gezeigt wurde. Sublim wurde so auch gleich zum Ausdruck gebracht, wessen Leben für die „Tagessschau”-Redaktion mehr zählt: Im Zweifel immer das von „Flüchtlingen”, die vom „brutalen Grenzregime“ anderer EU-Länder am illegalen Grenzübertritt gehindert werden. Nicht das Leben von in Deutschland heimischen Menschen und 14-jährigen unschuldigen Schulmädchen. Sogar wenn diese selbst Migrationshintergrund haben.

Wem bei diesem perversen Relativismus, mit dem eine schonungslose und objektive Aufklärung der Tat nach Kräften sabotiert werden soll, noch nicht das kalte Kotzen kam, dem gaben dann die Einlassungen Georg Restles den Rest. Der „Monitor”-Hetzer und linksradikale Agitator nutzte in seiner ganzen zynischen Kaltschnäuzigkeit die öffentliche Empörung zum Fall von Illerkirchberg, sein spalterisches Gift zu verspritzen und den Menschen wieder einmal ihr Denken, Fühlen und Reden diktieren zu wollen. Mit folgenden unerträglichen Tweets stach Restle die 14-jährige Ece gleich nochmal ab:

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(Screenshots:Twitter)

Restle übt sich hier in lupenreiner Täterverharmlosung und psychologischer Übertragung. Sein Feindbild, der virtuelle, überall lauernde „Rassist”, ist stets das wahre Böse. Er ist sogar noch viel böser als jeder illegal eingereiste Vergewaltiger oder Messermörder. Und wo kommt dieser Rassist zum Vorschein? Richtig: Latent bei jedem, der diesen Mord hinterfragt – weil jeder, der dies tut und damit zwangsläufig zu dem Schluss kommen muss, dass eine völlig unverantwortliche und gemeingefährliche Migrationspolitik für diese Tat hauptursächlich war, ebendiese „instrumentalisiert„. Denn er argumentiert ja schließlich genau wie „Rechte“ (zum Beispiel die AfD, die für die Restles, Hayalis & Konsorten bekanntlich aus nichts als Faschisten und Rassisten besteht). Die Gehirnwäsche, natürliche menschliche Regungen wie Zorn, Schmerz, Wut und der Wunsch nach Ermittlung eines Schuldigen – wie sie nach einer solchen Horrortat völlig normal sind – zu kriminalisieren und zu verwerflichen Ressentiments zu erklären, beherrschen die zwangsgebührenfinanzierten Politkommissare inzwischen virtuos. Orwell hätte seine helle Freude an diesen „Journalisten“.

Doch geht sogar noch kranker, wie der nachfolgende Tweet zeigt: Iris Rohmann (Name ist Programm), eine Kollegin Restles bei „Westdeutschen Rundfunk” (WDR), verwob feministische Stereotypen mit der politisch korrekten „Einordnung“ der Tat. Nach dem Motto: Auf die Identität des Täters als Ausländer oder Flüchtling hinzuweisen, ist pfui, aber auf seine Identität als toxischer Mann abzustellen, geht völlig in Ordnung.

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Es scheint inzwischen ganz so, als ob diese Abscheulichkeiten der Haltungspresse, diese Zeugnisse einer zutiefst gestörten, moralisch degenerierten Geisteshaltung auch einem taktischen Zweck dienen: Durch maximale Provokation und Gegendruck soll offenbar dem „populistischen“ Moment, der der legitimen Empörung normalempfindender Menschen innewohnt, Einhalt geboten werden. Um jeden Preis soll eine Kanalisierung der hochkochenden Emotionen, die sich in der politischen (überfälligen) Forderung nach einem sofortigem Stopp der wahnsinnigen deutschen Migrationspolitik niederschlagen könnte, verhindert werden.

Dem „Volkszorn“ soll so lange standgehalten werden, bis entweder Verdrängung und Vergessen eingesetzt haben – oder bis die ersten psychiatrischen Gutachten vorliegen, die dem Täter auch diesmal wieder Unzurechnungs- und Schuldunfähigkeit wegen irgendeiner „Traumatisierung” oder psychischen Störung attestieren werden. Ein Aufhänger scheint schon gefunden: Dem Vernehmen nach soll der 2016 als klassischer „Merkel-Gast” in Deutschland eingereiste Eritreer bislang „nur einmal” polizeilich auffällig geworden sein, wegen Schwarzfahrens. Vielleicht erklärt man ihn ja deswegen für gestört – weil seine Strafakte so untypisch kurz ist.

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Dunja Hayali (Bild: shutterstock.com/Von Markus Wissmann)
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